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Bienensterben

Albert Einstein hat einmal gesagt, 4 Jahre nachdem die letzte Biene vom Planeten verschwunden ist, stirbt der Mensch.
Soweit will ich nicht gehen, aber die Zeitungsberichte im Frühjahr 2007 über die verschwundenen Bienen bei uns und vor allem in den USA, hatten schon etwas Apokalyptisches.

Im September 2007 waren dann die ersten Untersuchungen abgeschlossen. Auch davon wurde wieder in vielen Zeitungen berichtet.
Die Süddeutsche schrieb am 07.09.2007, dass 40 verschiedene Chemikalien in den Bienenstöcken gefunden wurden, bedingt durch den Einsatz von Pestiziden und Chemie in der Landwirtschaft.

Hmm, also 40 verschiedene Chemikalien wurden in einzelnen Bienenstöcken gefunden.
Was ist damit schuld am Bienensterben?
Genau: Ein Killervirus.

Maßgeblich verantwortlich für den Bienenvolk-Kollaps war das sogenannte Israeli-Acute-Paralysis Virus. In manchen Regionen waren bis zu 90 Prozent der kommerziell genutzten Bienenvölker dem Erreger zum Opfer gefallen. Das ergab eine Studie der New Yorker Columbia-Universität.
Im Herbst 2006 starb ein knappes Viertel der 2,4 Millionen Bienenvölker in den USA quasi über Nacht. Auch deutsche Imker verzeichneten ein plötzliches Bienensterben. Die ausgewachsenen Bienen verschwanden spurlos und ließen den Bienenstock samt Königin, junger Bienen und Brut zurück. Experten bezeichneten dieses Phänomen als Colony Collapse Disorder, dem Kollaps ganzer Bienenkolonien. (Welt.de, 06.09.2007)

1.1 Ursachen

Und woher ist dieser Virus gekommen?
Völlig aus heiterem Himmel.
Niemand weiß es, ein weiteres von Gottes großen Wundern.

Und wie können wir gegen ihn vorgehen?
Das ist ebenfalls ganz klar, wir müssen neue und mehr chemische Wirkstoffe finden, die wir einsetzen können, damit das nächste Mal nicht mehr 40 sondern 60 Chemikalien in den Bienenstöcken nachgewiesen werden können. Natürlich müssen es diesmal die richtigen Chemikalien sein. Also welche, die den Bienen helfen und nicht so wie die anderen, die früheren schlechten, die den Bienen vielleicht geschadet haben.

1.2 Der weitere Schluss

Es gab einen weiteren Schluss aus allem: Unsere Bienen sind fehlerhaft.

Die Alternative, bis wir die richtigen Chemikalien gefunden haben, die die fehlerhaften Bienen ausgleichen können, denn das Finden zieht sich ja oft sehr in die Länge, ist also: Wir züchten andere Bienen, bessere.
Und so wird es auch gemacht, die Amerikaner versuchen jetzt Bienen zu züchten, die gegenüber dem gefundenen Virus resistent sind.

Die Australier haben übrigens denselben Virus bei ihren Bienen, weswegen die USA ein Importverbot erwägen. Allerdings sterben in Australien die Bienen nicht. Kleiner Schönheitsfehler, egal.

Die messerscharfe Analyse daraus war übrigens, es kann nicht nur an dem Virus liegen oder er ist etwas verändert. Ein anderer Virenstamm.
Hatte sich vermutlich mit irgendwas verbunden?

1.3 Alle wissen immer alles

Und tun dann genau das Falsche.

Vermutlich hatten weitere Faktoren, wie Milben, Pestizide oder Nahrungsmangel die Bienenpopulation zusätzlich geschwächt, erklärten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Science". Doch das Virus könnte die Honigbienen so stark angegriffen haben, dass ihr Immunsystem andere Schädlinge nicht mehr abwehren konnte. (Welt.de, 06.09.2007)

Tja, so ist es. Das Immunsystem war so hin, dass es nicht nur den Virus nicht abwehren konnte, sondern die Biene die anschließende Infektion auch nicht überlebte.

1.4 Chicago Airport

Auf N24 sah ich mal eine Dokumentation über den Chicago Airport. Nachts gucke ich oft N24, weil woanders nichts Interessantes mehr läuft.
Du darfst kein einziges Stück Obst oder Gemüse mit nach Amerika bringen, das wird spätestens am Flughafen vernichtet und du bekommst vermutlich sehr viel Ärger, wenn du versuchen solltest, es durchzuschmuggeln. Und warum? Weil so ein Apfel eine hochgefährliche Angelegenheit ist, für ganz Nordamerika.

Kein Apfel auf einem internationalen Flughafen landet auf normalen Kompost.
Der Originalkommentar in der Sendung war: "Schließlich könnte eine unbekannte Bakterienart die Landwirtschaft des ganzen Landes treffen."
Aber das ist auch verständlich, denn so ein Stück Obst hat eine Biene ja auch noch nie gesehen. Das ist hochgefährlich für sie. Ist sie gar nicht drauf angepasst. Wohingegen der massive Einsatz von Chemikalien völlig ungefährlich ist.

Ich würde vorschlagen, die Kontrollen an den Flughäfen zu verschärfen. Vielleicht auf den Mageninhalt?
Ein Terrorist isst in Afghanistan einen Apfel mit einer schlechten Bakterie und übergibt sich dann hinter den Kontrollen am Chicagoer Airport, weil er sich bewusst einen Finger in den Hals gesteckt hat.
Zack, die gesamte Getreide-Ernte der USA ist vernichtet.