Gebärmutterhalskrebs
Als die Gebärmutterhalskrebsimpfung aufkam, gab es einen riesen Medienrummel und die Forderung war damals und ist heute noch: "Impfen vor dem ersten Sex."
Als ich das zum ersten Mal las, in seriösen Medien, habe ich gedacht, ich fall vom Stuhl. Ich dachte, die wollen mich verarschen.
Und mir kann keiner hier erzählen, dass er nicht Ähnliches gedacht hat, als er das zum ersten Mal gehört oder gelesen hat.
Völlig unabhängig von irgendwelchen Fakten, sollte uns zu denken geben, dass es ausreichend ist, wenn eine entsprechende Forschungseinrichtung ein paar Virennamen nennt und eine Betroffene vor die Kamera zerrt, die erzählt wie schrecklich Gebärmutterhalskrebs ist, um unser komplettes natürliches Empfinden außer Kraft zu setzen.
1.1 Das Deutsche Grüne Kreuz
In der Fernsehwerbung mit Jette Joop, für die Gebärmutterhalskrebs-Schutzimpfung, wird auf die Seiten des Deutschen Grünen Kreuzes verwiesen.
Das Deutsche Grüne Kreuz hat einen guten und seriösen Ruf.
Sie beschreiben sich auf ihrer Website folgendermaßen:
Das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) ist die älteste gemeinnützige Vereinigung (e.V.) zur Förderung der gesundheitlichen Vorsorge und Kommunikation in Deutschland. Es ist unabhängig und keiner politischen, religiösen oder kommerziellen Gruppe verpflichtet. Sein satzungsmäßiger Auftrag besteht darin, Menschen, Tiere und Umwelt vor Schäden zu schützen.
Zum Gebärmutterhalskrebs schreibt das Deutsche Grüne Kreuz als wesentliche Information:
Gebärmutterhalskrebs ist in Europa die zweithäufigste Krebs-Todesursache bei Frauen unter 45 Jahren. In Europa sterben jährlich etwa 15.000 Patientinnen daran. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 6.500 Frauen neu an Gebärmutterhalskrebs, fast 1.700 sterben daran. Mehr als 70 Prozent der Frauen machen im Laufe ihres Lebens die Infektion - oft unbemerkt - durch, und das Immunsystem besiegt die Erreger. Bleiben die Viren aber im Körper, Mediziner sprechen dabei von einer persistierenden Infektion, kann sich im Laufe von mehreren Jahren Krebs entwickeln. (http://www.dgk.de, Humane Papillomviren)
Das Erste ist, wie bei dem ganzen Impfkram immer üblich, es wird hin- und hergesprungen, wie es gerade gut zu der eigenen Position passt. Afrika, Deutschland, Europa, gestern, heute, morgen, Kinderkrankheiten, Nachimpfära, Vorimpfära, relative Zahlen, absolute Zahlen, alles egal, Hauptsache die Bedrohung ist möglichst groß.
Zuerst werden im obigen Text alle Frauen unter 45 Jahren in ganz Europa betrachtet (hohe relative Angabe: zweithäufigst) und dann wird gesprungen auf Frauen allen Alters in Europa.
Das ist völlig in Ordnung, aber jetzt wird auf einmal nicht mehr die relative Zahl genannt, sondern gewechselt auf die absolute: 15.000.
Was fehlt, ist also die relative Zahl für alle betroffenen Frauen, die sie gerade vorher noch (zweithäufigst) für die Frauen unter 45 Jahren ins Feld geführt haben. Für Europa kenne ich die relative Zahl nicht, aber in Deutschland ist Gebärmutterhalskrebs die achthäufigste Krebstodesursache bei allen Frauen.
Klingt jetzt nicht mehr so hoch und nach dringendem Handlungsbedarf, besonders, weil es ja noch viele weitere Todesursachen als Krebs gibt. Darum hat man diese Zahl lieber mal weggelassen - sowohl für Deutschland als auch für Europa. Die 15.000 erwähnt man aber gerne und das zweithäufigst, in ihrem ausgewählten Intervall.
Zusätzlich schützt die Impfung ja auch nicht zu 100%, sondern (nur) zu 70%. Lässt du deine Tochter also dreimal impfen, für die Grundimmunisierung und dann alle 10 Jahre wieder, für die Auffrischung, dann stirbt sie nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 30% an der achthäufigsten Todesursache. Achthäufigst in Bezug auf Krebs. Ein Riesending.
Weiter: Der erste Satz spricht von der zweithäufigsten Krebstodesursache bei Frauen unter 45 Jahren. Warum wurde hier nicht auch die absolute Zahl der Frauen genannt und gesagt, wie viele das genau sind?
Ich meine, wer stirbt hier schon unter 45 Jahren? Da stehst du doch mit 10 Toten schon fast überall an dritthäufigster Stelle bei einer beliebigen Todesursache. Eine relative Zahl hat an dieser Stelle wenig Wert.
Wie hoch sind jetzt die absoluten Zahlen der Frauen unter 45 Jahren? Die häufigste Krebs-Todesursache ist der Brustkrebs. Das sind bei uns, laut Wikipedia, etwa 700 Frauen unter 45 Jahren. Die Anzahl der Gebärmutterhalskrebstoten muss also darunter liegen.
Wenn wir dann noch weiter berücksichtigen, dass wir 1964 einen Geburtenjahrgang mit knapp 1,4 Millionen Kindern hatten und die angegeben Zahlen stammen von den geburtenstarken Jahrgängen und, dass wir heute Jahrgänge von etwa 700.000 Kindern haben, dann können wir (zusammen mit der nur 70% Wirkung der Impfung), die dann erhaltene halbierte Zahl, noch mal getrost halbieren. Und dann haben wir die tatsächliche Gefährdung für die aktuelle Kindergeneration. Das sind dann 350 Gebärmutterhalskrebstote, die verhindert werden können, wenn alle geimpft wären. Also weniger als ein Viertel der angegebenen Zahl.
Es geht hier nicht darum, dass 350 tote Frauen unter 45 Jahren nicht viel wären oder, dass es nicht sinnvoll ist, diese Gruppe gesondert zu betrachten. Das ist durchaus sinnvoll, denn die meisten Menschen akzeptieren vernünftigerweise, dass man krank werden und sterben kann, wenn man alt ist. Es geht darum, dass die tatsächlichen Risiken verschleiert werden.
Nicht nur die Zahlen sind darauf ausgelegt, möglichst viel Angst zu machen, sondern auch die weiteren Formulierungen im Text:
Oft unbemerkt -Viren bleiben im Körper - persistierend - Infektion - gefährlich - kann sich Krebs entwickeln. Und Krebs ist tödlich.
1.2 Schutzdauer der Impfung
"Die genaue Schutzdauer sei noch nicht bekannt, man könne aber mit mindestens einem Jahrzehnt rechnen."
(www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6168668_REF2,00.html)
Ja, woher sollen sie die Schutzdauer auch kennen? Der Testzeitraum der Impfung beträgt inzwischen ja erst 5 Jahre. Da sind sie völlig entschuldigt.
Immerhin haben sie keinen Masernexperten zu Wort kommen lassen. Der hätte gleich gesagt, die Impfung wirkt ein Leben lang.
1.3 Wikipedia
Nach dem Deutschen Grünen Kreuz werfen wir einen Blick auf den Gebärmutterhalskrebs bei Wikipedia. Dort findet sich ein weiteres Paradebeispiel für unser medizinisches Denken:
Normalerweise erkennt ein gesundes und abwehrstarkes Immunsystem derartig veränderte Zellen und tötet sie ab. Nach Erkenntnissen der Forscher haben in der Regel auch 59 von 60 infizierten Frauen nach spätestens einem Jahr die Viren besiegt. (Wikipedia, Gebärmutterhalskrebs)
Wenn etwas in 59 von 60 Fällen passiert, dann ist das für mich der Normalfall. Der Fall, der eintritt, wenn nichts Besonderes vorliegt.
Was soll das sonst sein, wenn in 59 von 60 Fällen etwas passiert? Die Ausnahme?
Im medizinischen Denken benötigst du aber, wenn das eintritt, was in 59 von 60 Fällen eintritt, ein gesundes und abwehrstarkes Immunsystem. Und auch dieses gesunde und abwehrstarke Immunsystem verhindert die Infektion nicht ganz sicher, sondern nur normalerweise. Und darum ist es logischerweise sicherer zu impfen.
Ein normales Immunsystem hat jeder, aber wenn ein abwehrstarkes Immunsystem verlangt wird, dann geht man lieber auf Nummer sicher.
Normal wird nicht mehr als normal bezeichnet bzw. gedacht und das ist das Übel hier.
1.4 Der Spagat
Das Offensichtliche, dass es normal ist, dass die Gebärmutterhalskrebs-Viren besiegt werden, kann die Medizin nicht realisieren, da sie weiß, dass Impfungen gut und wichtig sind und viele damit gerettet werden. Wenn die Medizin und die Mediziner diesen Punkt realisieren würden, dann würde die Notwendigkeit des "Impfens für alle" auf der Stelle entfallen. Und wir könnten zu der zentralen Frage kommen, warum es ein kleiner Teil der Frauen nicht schafft, mit dem Virus fertig zu werden und, wenn uns nichts Besseres einfällt, diese dann impfen.
Es kollidieren in der Medizin verschiedene Weltbilder, die zusammengebracht werden müssen, aber nicht zusammenpassen. Diese werden versucht, irgendwie zusammenzubiegen und das geht nicht so richtig. Und dabei heraus kommen dann so kaputte Sätze, wie wir sie überall in der Impf-Medizin lesen können, die natürlich aus dem dahinterliegenden Denken resultieren. Diese Sätze decken etwas die Wahrheit und auch die medizinischen Vorstellungen ab und sind in sich selbst oft schon ein Widerspruch.
Werfen wir nochmal einen Blick auf die Aussagen vom Deutschen Grünen Kreuz. Dort steht: "und das Immunsystem besiegt die Erreger". Und dann ging es weiter: "Bleiben die Viren aber im Körper."
Das ist genauso ein kaputter Satz, erstmal natürlich von der Logik her. Wenn das Immunsystem die Erreger besiegt hat, sind sie weg. Was sollen dann noch für Erreger im Körper sein?
Natürlich, bei 99% der Frauen, die den Virus schnell wieder abräumen, kann man das schon Mal so vereinfachen, keine Frage. Allerdings darf man sich dann natürlich nicht mehr darauf als Skandal beziehen, was man gerade der Klarheit wegen fallen gelassen hat.
Hier wird wieder einen Spagat zwischen der Wahrheit und den Zielen gemacht. Sie wollen nicht schreiben, dass 99% der Frauen von dem Virus sowieso niemals betroffen sind, aber auf der anderen Seite wollen sie auch nicht die Unwahrheit sagen und zeitgleich auch noch die Notwendigkeit der Impfung aufzeigen. Was dabei herauskommt, ist: Ein kaputter Satz
1.5 Einschub - Tetanus
Und bleiben wir mal beim Deutschen Grünen Kreuz. Bei Tetanus steht zweimal, kurz hintereinander:
Den einzig sicheren Schutz vor Wundstarrkrampf bietet die vorbeugende Impfung. Auch eine überstandene Erkrankung bietet keinen Schutz, man kann immer wieder an Tetanus erkranken.
Unmittelbar darunter, keine zwei Sätze später, im nächsten Unterpunkt wieder:
Nur die Impfung bietet ausreichend Schutz. Wer einmal im Leben [blablabla], benötigt nur eine Spritze, um wieder für die nächsten 10 Jahre sicher geschützt zu sein. (www.dgk.de, Tetanus)
Das sind doch Beschwörungen. Tu das, dann bist du sicher sicher, Schutz Schutz. Dort wird nicht argumentiert oder diskutiert. Sie haben richtiggehend Panik davor, dass irgendjemand sich nicht richtig schützen lässt, und versuchen darum soviel Angst wie möglich zu machen. Auch der Hinweis, dass man immer wieder an Tetanus erkranken kann, der genauso darauf abzielt, ist an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten, wenn man die Anzahl der 8 Tetanusfälle im Jahr, vorwiegend bei alten Leuten, bei uns kennt.
Dass eine Impfung schützen kann, wo es schon die durchgemachte Erkrankung selber nicht schaffen soll, ist ohnehin ein weiteres medizinisches Wunder. Aber falls du schon nicht tot bist nach Tetanus, was in 50% der Fälle der Fall ist ("jeder zweite stirbt!"), wie oftmals in den Medien vermeldet wird, dann sollst du wenigstens Angst vor einer nochmaligen Erkrankung haben.
Genauso werden oftmals Sätze wie: Alle Gegenargumente sind längst widerlegt. Alle Kontra-Argumente sind nichtig, von Impfideologen gesagt.
Die "unbestritten stärkste Waffe gegen xy", wenn ich das schon höre.
Wie willst du mit Leuten diskutieren, die anfangen, monoton ihr Glaubensbekenntnis runterzubeten, sobald sie keine Fakten anbieten können?
1.6 Zusammenfassung
(1) Wikipedia-Zahlen
Kommen wir nochmal auf die bei Wikipedia angegebenen Zahlen zurück: 59 von 60 Frauen besiegen den Virus selbstständig. Das heißt, bei über 98% der Frauen ist der Virus nach einem Jahr von alleine weg und dann kommen noch die Frauen dazu, die den Virus überhaupt nie bekommen sowie die, bei denen er nach mehr als einem Jahr verschwindet.
Es besteht nur ein geringes Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken und dann zu sterben. Und es wäre mehr als überraschend, wenn die meisten, die im mittleren Alter an diesem Krebs sterben, nicht einer Risikogruppe angehören würden, wie überall sonst.
Die Risikofaktoren sind die üblichen und hinreichend oft bestätigt:
Bewegungsmangel, Fehlernährung, Übergewicht, Bildungsniveau, soziale Schicht.
(2) DGK-Zahlen
Orientieren wir uns an den heutigen Zahlen und sagen wir vereinfacht, wir haben im Moment 650.000 Frauen in den betroffenen Jahrgängen, auf die sich die aktuellen Statistiken beziehen. Von diesen 650.000 Frauen haben 99% überhaupt keine Probleme mit dem Virus, weil sie ihn entweder gar nicht bekommen oder, was größtenteils der Fall ist, gleich wieder ausschalten.
Bei 1% der Frauen also, die vom Grünen Kreuz erwähnten 6500 Frauen, wird ein medizinischer Eingriff notwendig, weil der Organismus es alleine nicht geschafft hat, den Virus los zu werden.
Dreiviertel dieser Frauen werden über die Medizin geheilt (4800), die anderen (1700), waren nicht rechtzeitig bei den Vorsorgeuntersuchungen.
Denn und das muss man sich auch einmal auf der Zunge zergehen lassen:
Gebärmutterhalskrebs ist durch rechtzeitige Vorsorgeuntersuchungen zu 100%, über eine dann folgende kleine Operation, verhinderbar.
Vorsorgeuntersuchungen, auf die natürlich auch mit der Impfung nicht verzichtet werden kann, wie auch immer wieder von allen Seiten betont wird. Die Gebärmutterhalskrebsimpfung wirkt ja auch theoretisch nur zu 70%.
Davon, ob in 30 oder 40 Jahren die Impfung in der Realität auch tatsächlich zu
70% wirkt und der theoretische Wert auch erreicht wird, haben wir hier noch gar nicht geredet.
Ein kleines Gedankenspiel: Nehmen wir einmal an, alle diese 650.000 Frauen wären geimpft und darum nicht mehr zur Gebärmutterhalskrebs-Vorsorgeuntersuchung gegangen, weil die Impfung ja so gut schützt, wie es überall gesagt wird. Dann bleiben 6500 wieder übrig, bei denen Gebärmutterhalskrebs ein Problem geworden wäre. Bei 30% davon hilft die Impfung aber nicht, das sind dann 1950 Tote. Also mehr Tote, als wir jetzt ohne Impfung haben.
Natürlich wird das in dieser Dimension nicht passieren, da die Frauenärzte die Frauen bei den anderen Untersuchungen darauf hinweisen werden und die Medien auch, aber ich wollte hier auch nur aufzeigen, warum auf Vorsorge-Untersuchungen nicht verzichtet werden kann. Diese schützen aber ohnehin zu 100%.
2. Gebärmutterhalskrebs - Die Meldungen
Der Punkt, der zeigt, dass hier etwas nicht in Ordnung ist, ist nicht der, dass die Gebärmutterhalskrebs-Impfung gekommen ist. Denn warum sollten die Punkte, die für die Impfung für alle sprechen, wie voraussichtliche Wirksamkeit unter realen Bedingungen und damit weniger Stress für die Betroffenen und weniger Operationen, am Ende nicht die Punkte überlagern, die ich im letzten Kapitel aufgezählt habe? Das wäre kein Skandal. Gesundheitlich für Schwächere eintreten ist prinzipiell genauso in Ordnung wie finanziell.
Der Punkt, der zeigt, dass hier etwas nicht stimmt, ist ein ganz anderer.
Selbst wenn der Vorschlag zur Impfung für alle Mädchen absolut rational wäre:
Hast du schon mal erlebt, dass alle einem Vorschlag zustimmen?
Irgendwo. In der Politik, in den Medien, im Privaten, auf einer beruflichen Sitzung?
Ich noch nie.
Ob etwas gut oder schlecht ist, ist egal, es wird immer um jede Stimme gerungen und jeder Blödsinn ausdiskutiert und am Ende setzt sich die siegreiche Partei knapp durch und irgendwann entscheidet sich dann, ob es tatsächlich gut oder schlecht war. Selbst der Ankauf Alaskas der USA von Russland, der billigste Landkauf aller Zeiten, setzte sich damals im Senat nur mit einer Stimme Mehrheit durch und Alaska wurde als Sewards Ice Box (US-Außenminister) und Johnsons (US-Präsident) Eisbärengehege verspottet.
Diese Impfung aber wurde einfach durchgewunken.
Es gab keine Debatte oder gar eine Auseinandersetzung.
"Alle unsere Töchter impfen", eine derart hoch brisante Sache.
Es ging sogar soweit, dass ernsthaft vorgeschlagen werden konnte/werden kann, auch die Jungen zu impfen.
Viren brauchte nur gesagt werden, das reichte aus.
Und genauso irre wie das alles ist, sind die Pressemeldungen zu der Impfung.
2.1 Meldungen zur Impfung
(1) Österreich: Massives Argument für die Impfung aller Kinder.
Massives Argument für die österreichweite Impfung aller Kinder vor den ersten sexuellen Kontakten gegen das Human Papilloma Virus (HPV) zur Verhinderung von 70 Prozent der Todesfälle durch Gebärmutterhalskrebs und von anderen HPV-assoziierten Erkrankungen: Ab 15 Jahren zeigt die Impfung - weil dann die meisten Jugendlichen schon infiziert sind - kaum mehr eine Wirkung.
Das erklärte am Dienstag der Innsbrucker Spezialist Robert Zangerle (Universitätsklinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten) bei den Österreichischen Ärztetagen in Grado. [...] Auch wenn es manche Gesundheits-politiker offenbar nicht wissen wollen, die Sinnhaftigkeit der HPV-Impfung von Kindern vor der Pubertät ist längst wissenschaftlich bewiesen. HPV wird durch sexuelle Kontakte übertragen - und das sehr schnell ab dem "ersten Mal". So ergab eine von dem Innsbrucker Experten zitierte Studie in den USA an Schülerinnen und Schülern, die zuvor noch nicht mit Partnern intim gewesen waren: Im ersten Jahr nach dem ersten Geschlechtsverkehr infizierten sich zwölf Prozent, im zweiten 24, im dritten 36 und im vierten 48 Prozent. Kumulativ hieß das, dass nach einem Jahr schon 25 Prozent eine solche Infektion durchgemacht hatten, nach zwei Jahren 44, nach drei 64 und nach vier Jahren 80 Prozent!
Heilt eine solche Infektion mit HPV bei Frauen nicht aus, droht nach rund zehn Jahren der Gebärmutterhalskrebs. Der Innsbrucker Experte: "Es kann aber auch schneller gehen. [...] Zum derzeitigen Zeitpunkt sind heute etwa 20 Prozent der 25- bis 30-jährigen Menschen aktuell mit HPV infiziert." Berechnungen haben ergeben, dass von Infizierten die potenziell Krebs erregenden Viren bei 25 bis 33 ihrer sexuellen Kontakte weiter gegeben werden. Das einzige Mittel dagegen: Die Impfung, die schon mit der Pubertät schützt.
(http://www.meduniqa.at/4472.0.html)
(2) Leiter der Virologie Köln: Alle impfen. Impfung in der Schule, damit jede geimpft ist.
Alle Mädchen sollten nach Ansicht des Kölner Virologen Herbert Pfister in der Schule gegen Gebärmutterhalskrebs geimpft werden. "Eine Schulimpfung wäre der ideale Weg, um die ganze Bevölkerung zu erreichen", sagte Pfister, Leiter der Virologie der Universitätsklinik Köln. "Würden alle Frauen geimpft, würden deutlich weniger Frauen an Gebärmutterhalskrebs erkranken und sterben." […]
Jedoch komme es darauf an, noch nicht infizierte Frauen zu impfen - also im Idealfall Mädchen vor dem ersten Geschlechtsverkehr. "Etwa mit 12 Jahren wäre optimal." Mädchen gingen in dieser Zeit aber nicht mehr zum Kinderarzt - und noch nicht regelmäßig zum Frauenarzt. "Deshalb bin ich für die Impfung in der Schule." (stern.de, 16.10.2006)
(3) Uni Heidelberg: Die Spritze ist ein Segen, ein Traum ist wahr geworden.
Es ist nur ein kleiner Piks. - Aber ein Riesen-Fortschritt im Kampf gegen den Krebs.
Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf, Frauenklinik. Oberärztin Friederike Gieseking (56) setzt die Spritze an den Oberarm von Marielle Richter (13): die erste Impfung gegen Gebärmutterhals-Krebs! Dr. Gieseking: "Die Spritze ist ein Segen, ein Traum der Forschung ist damit wahr geworden."
In zwei Monaten erhält Marielle eine zweite Spritze, in sechs Monaten die dritte. Die Ärztin: "Dann ist sie vor diesem Krebs geschützt."[…]
Entwickelt haben den Impfstoff deutsche Professoren vom Krebsforschungszentrum Heidelberg: Professor Dr. Harald zur Hausen und Professor Dr. Lutz Gissmann.
In BILD beantwortet Professor Gissmann die wichtigsten Fragen.
BILD: Wer soll sich impfen lassen?
Gissmann: Vor allem junge Mädchen vor dem ersten Geschlechtsverkehr. Am besten zwischen 11 und 14 Jahren. Aber auch Frauen, die bereits eine Infektion hatten, können von der Impfung profitieren.
BILD: Brauchen wir eine Impf-Empfehlung für alle Mädchen?
Gissmann: Ja, es kann sich jeder infizieren. (Bild.de, 26.10.2006)
(4) Charité Berlin: Alle Mädchen impfen.
Charité-Berlin - alle Mädchen spätestens im Alter von 12 bis 13 Jahren impfen.
Nach Aussagen von Andreas Kaufmann von der Klinik für Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie der Charité-Universitätsmedizin Berlin wäre es in Zukunft sinnvoll, alle Mädchen spätestens im Alter von 12 bis 13 Jahren zu impfen, da die HP-Viren überwiegend durch sexuelle Aktivitäten übertragen werden. (Wikipedia, Gebärmutterhalskrebs)
(5) Süddeutsche: Alle Mädchen sollen sich gegen Krebs impfen lassen.
Alle Mädchen sollen sich gegen Krebs impfen lassen.
6500 Frauen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Gebärmutterhalskrebs, 1600 sterben an dem Tumor. Ein Impfstoff gegen die tumorauslösenden Viren ist seit vergangenem Jahr in Europa zugelassen. Jetzt sollen alle Mädchen zwischen zwölf und 17 Jahren die drei notwendigen Spritzen erhalten.
Erstmals soll in Deutschland eine flächendeckende Impfung vor einer Krebserkrankung schützen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat für Mädchen im Alter von zwölf bis 17 Jahren die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs empfohlen. Dies teilte das Robert-Koch-Institut (RKI), für das die Expertenrunde tätig ist, am Montag mit.
"Die epidemiologische Nutzen-Risiko-Abwägung der Impfung ist eindeutig positiv für diese Altersklasse", sagt Christiane Meyer vom RKI.
(Sueddeutsche.de, 26.03.2007)
(6) TAZ
In der TAZ vom 04.01.2007 war ein Artikel, von dem ich zuerst dachte, das kann nur eine Satire sein und irgendwann wird die Ironie aufgelöst. Die Satire war dann, dass es keine Satire war.
Schon der Titel des Artikels, "Drei Piekser für die Ewigkeit", zeigt den religiösen Charakter des Geschehens auf und dann geht es erst richtig los:
Drei Piekser für die Ewigkeit.
Drei Spritzen bewahren vor Schmerzen und Tod. Die Fachwelt preist sie als "Meilensteine", als "nobelpreisverdächtig", als Ereignis, das der Mondlandung gleichkommt: Erstmals können sich Frauen gegen eine Krebsart immunisieren lassen. Ein neuer Impfstoff schützt sie vor Tumoren am Gebärmutterhals.
Diese Impfung ist fast besser, als wenn Jesus zurückgekommen wäre. Ach was rede ich, sie ist viel besser. Der wahre Heiland kommt aus Heidelberg und ist Abteilungsleiter am Krebsforschungszentrum.
Denn ob Jesus Menschen wirklich von ihren Krankheiten geheilt hat, wissen wir nicht sicher. Allerdings: Unkritischer als heute kann damals keiner gewesen sein.
Und diese Impfung ist so wirksam, sie ist einfach für jeden gut:
Wie wirksam die Impfung schützt, haben Forscher umfassend bisher erst an jungen Frauen untersucht. "Aber auch Frauen jenseits der Zwanzig können sich bedenkenlos impfen lassen", sagt Lutz Gissmann. Auch für manche Mittdreißigerin mit wechselnden Partnern rentiert sich die 465-Euro-Investition. Zwar kuriert der Impfstoff keine bestehende Infektion, er schützt aber vor Neuansteckungen. Auch wenn eine Frau schon einmal eine Infektion gehabt und sie überwunden hat, kann sich die Spritze lohnen - damit der Körper eine neuerliche Vireninvasion übersteht. […]
Kein Wunder also, dass Wissenschaftler und Ärzte geradezu euphorisch die Einsatzmöglichkeiten des neuen Impfstoffs diskutieren. Gissmann etwa verweist auf die Vorteile, die es brächte, auch Jungen zu impfen. Diese würden zwar nicht selbst davon profitieren, sie würden aber ihre künftigen Partnerinnen schützen - und so zur Eindämmung der Krankheit beitragen. "Je geringer die Impfrate bei Mädchen, umso sinnvoller ist der Einschluss von Jungen", meint auch Schneider. […]
In Deutschland existieren auch keine Druckmechanismen, die die Impfquoten erhöhen könnten. In den USA ist das anders. In einigen Bundesstaaten dürfen Eltern ihre Kinder nur dann zur Highschool anmelden, wenn diese bestimmte Impfungen vorweisen können. Die Vorsorge via Spritze oder Schluckpräparat ist selbstverständlich. Der Bundesstaat Michigan hat gar ein Gesetz erlassen, dem zufolge alle Sechstklässlerinnen gegen HPV immunisiert werden. Auf diesem Hintergrund wird verständlich, warum in den USA bereits eine Million Dosen des Impfstoffs gegen Gebärmutterhalskrebs verkauft sind - eine enorme Zahl für einen erst im Juni eingeführten Wirkstoff. Deutschland indes schützt seine Frauen schlechter als andere europäische Länder vor Gebärmutterhalskrebs. […]
Die Frage, wie sich die Qualität der Tests verbessern lässt, wird die Forscher auch künftig beschäftigen. Denn auf ein Screening können die Ärzte auch bei geimpften Frauen nicht verzichten. Der Impfstoff ist zwar hochwirksam, schützt aber lediglich vor den zwei häufigsten Viren. So verhindert er 70 bis 80 Prozent der Krebsfälle. (taz.de, 04.01.2007)
(7) Krebskongress 2008 in Berlin
Bild sprach mit dem Kongresspräsidenten Professor Manfred Kaufmann von der Uni Frankfurt über die neuesten Möglichkeiten, Krebs zu erkennen und zu behandeln.
Bild: Was sagen Sie zur Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs?
Kaufmann: Diese Impfung ist sehr wichtig, weil es hiermit erstmals gelungen ist, vor Krebs zu schützen. Und: Immer mehr Frauen tragen das krankmachende Humane Papillom Virus (HPV) in sich. Obwohl über zwei Todesfälle berichtet wurde, kann ich die Impfung uneingeschränkt empfehlen. (bild.de, 20.02.2008)
(8) Texas: Impfung wird Pflicht für alle Mädchen.
Die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs wird in Texas ab dem Schuljahr 2008/9 Pflichtimpfung für alle Mädchen in der 6. Klasse.
(www.impfkritik.de/pressespiegel/2007020801.htm)
Im US-Staat Texas wird die HPV-Impfung ab 2008 Pflichtimpfung für alle 11-12 jährigen Mädchen. Von Michigan haben wir oben bereits gelesen.
In Virginia tritt ab Oktober 2008 ebenfalls ein Pflichtimpfungsgesetz in Kraft, demzufolge alle Mädchen des 6. Schuljahres drei Dosen des Krebsimpfstoffs gegen HPV erhalten müssen.
3. Heilserscheinungen
In dem Moment, wo der Organismus des behandelten Menschen noch in der Lage ist, mitzuarbeiten, kann die Medizin viel leisten. Danach nicht mehr.
Die Entdeckung des Altersgens, Ersatzorgane aus der Retorte,
Durchbruch in der Krebstherapie, Impfung gegen Aids - etliche
dutzendemal haben wir als Wissenschaftsjournalisten in den
vergangenen zwei Jahrzehnten die Erfolge der modernen
Medizin zelebriert. Blinde werden sehend, Lahme gehend
gemacht, Organe wie Hemden gewechselt, die Sehnsucht nach
dem ewigen Leben bald erfüllt, chronische Patienten werden
von ihren Leiden erlöst und Schwangerschaften außerhalb des
Mutterleibs möglich.
(Langbein, S. 13)
Auch hier wieder:
"Ein Professor spricht schon vom „Heiligen Gral“ unter den Vakzinen (Impfstoffen)!"
(Kommt jetzt der Super-Impfstoff?)
Die Realität sieht leider anders aus.
Autoimmunerkrankungen und selbst die banalen Allergien, alles bei Kindern,
steigen immer weiter und weiter.
3.1 Fehlanzeige bei Wundern
Antibiotika war für den Rückgang der Infektionskrankheiten nicht verantwortlich und wird in Kürze durch die Multiresistenten auch wertlos.
Und bei den Impfungen? Dem wirksamsten, was die Medizin hat? Gegen die drei großen Killer: TBC, Malaria, Aids herrscht Fehlanzeige.
Und die Impfungen gegen die ehemals harmlosen Kinderkrankheiten, genau wie der maßlose Antibiotika-Einsatz zerschießen das Immunsystem.
Das sind die Fakten jenseits der Wunder, an die die Medizin glaubt und, die sie ankündigt.
Aurottung, Heil, Erlösung, das sind die Themen.
Impfen ist eine Heilsideologie und das findet sich auch in der Sprache wieder.