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Masern

Warum müssen wir überhaupt über eine Pflichtimpfung gegen Masern reden?

Der Grund dafür ist, dass bei Masernausbrüchen Säuglinge am häufigsten von Masern betroffen sind und in diesem Alter können die Masern schwere Schäden verursachen.

Warum wurde nicht schon 1980 oder 1990 derart massiv nach einer Pflichtimpfung gegen Masern gerufen?

Das Problem existierte zu der Zeit überhaupt nicht, da die Mütter die Masern zu einem großen Teil noch selber hatten und ihren Neugeborenen ausreichend Nestschutz verliehen haben.

Warum keine Masernimpfung?

Weil das alles - Überraschung - nicht das einzige ist, was die Impfleute nicht sagen.


Das Masern-Kapitel:

(1) Masern sind bei normalen Lebensbedingungen gutartig.

(1.1) Statistiken - Deutschland und England

(1.2) Masern in Kinderbüchern.

(2) Die Masernimpfung hat die Masern ins Säuglingsalter verschoben.

(2.1) Liste der Todesfälle seit 2005 - vorwiegend Säuglinge.

(2.2) Der letzte Todesfall - Ansteckung im Säuglingsalter.

(2.3) Der vorletzte Todesfall - Ansteckung im Säuglingsalter.

(2.4) Der drittletzte Todesfall - Ansteckung im Säuglingsalter.

(2.5) Säuglinge haben seit 2006 die höchsten Masernzahlen.

(2.6) Gründe für das gehäufte Auftreten im Säuglingsalter (Epidemiologisches Bulletin 48/2013).

(3) Die Masernimpfung hat die Masern ins Erwachsenenalter verschoben.

(3.1) Früher keine Masernfälle im Erwachsenenalter.

(3.2) Schwere Verläufe im Erwachsenenalter.

(3.3) Nachlassen der Imfpwirkung mit der Zeit.

(3.4) Doppelt Geimpfte von Masern betroffen - Pressemitteilung des RKI.

(4) Masern in den USA.

(4.1) Statistik - Infektionszahlen USA.

(4.2) Statistik - Todesfallzahlen USA.

(5) Anstieg der frühkindlichen Atemwegserkrankungen seit den Impfungen.

(5.1) Belege für den Zusammenhang.

(5.2) Frühkindliche Atemwegserkrankungen machen heute erhebliche Schwierigkeiten.

(5.3) Umgekehrt: Geschützter Kontakt mit Infektionen halbiert das Allergierisiko.

(6) Die Gesamtzahl der Fälle von Enzephalitis (Gehirnentzündung) hat sich durch die Impfung nicht verändert.

(6.1) Andere Erreger verusachen jetzt die Enzephalitis.

(7) Therapeutische Wirkung von Masern.

(7.1) Nephrotisches Syndrom.

(7.2) Epilepsie.

(7.3) Neurodermitis.

(7.4) Hodgkin-Lymphom (Lymphdrüsenkrebs).

(7.5) Burkitt-Lymphom (Lymphdrüsenkrebs).

(8) Masern tragen zur Entwicklung des kindlichen Immunsystems bei.

(8.1) Fehlende Masern und Allergien.

(8.2) Fehlende Masern und Krebs.

(9) Aussagen zu Masern

(9.1) "Die Masernimpfung hat die Masernsterblichkeit um 500.000 Fälle pro Jahr gesenkt."

(9.2) "Die Masern-Enzephalits liegt bei einem Risiko von 1:1000"

(9.3) "Masern nehmen in 10-20% der Fälle einen schweren Verlauf."

(9.4) "Masern und Masern-Impfung verleihen denselben Nestschutz."

(9.5) "Meine Masern waren aber so schwer."

(9.6) "Der Masern-Todesfall ereignete sich im üblichen Masernalter, nicht im Säuglingsalter."

(9.7) "Masern sind keine Kinderkrankheit."

(9.8) "SSPE ist keine neue Erkrankung."

(9.9) "Masern sind zwar gefährlicher geworden, aber die absoluten Zahlen sind gesunken."

(10) Die andere Seite: Pro-Impfen

(10.1) Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

(10.2) Die wissenschaftlichen Seite (GWUP und Psiram)

(10.3) Wörter wurden umdefiniert

(11) Die Ausrottung der Masern.

(12) Muss ohne Impfungen keiner an Masern sterben?

(13) Masern-Flyer

(14) Die Impfpolitik.


1. Masern verlaufen bei normalen Lebensbedingungen gutartig.

Mit den immer besser werdenden Lebensbedingungen seit Anfang des 20. Jahrhundert wurden Masern immer harmloser, lange vor dem Beginn der Impfungen.

Kinder, die noch Schwierigkeiten mit Masern hatten, kamen aus sozial vernachlässigten Verhältnissen oder hatten eine Immunschwäche. Und auch diese Fälle wurden stetig weniger.
Wer 1968 noch von Folgen bei Masern betroffen war - und damit 6-7 Jahre bevor die Masernimpfung allgemein zur Verfügung stand - kann dem Impfplan desselben Jahres entnommen werden.

Der Impfplan von 1968 empfahl in folgenden Fällen eine Masernimpfung:

Empfohlene Impfung gegen Masern [...] im Säuglings- oder Kleinkindesalter bei Kindern, die durch Allgemeinerkrankungen besonders gefährdet sind oder in Heimen wohnen.
("Infektions-Fibel"", Alexander M, Raettig H, 1968, S. 61)

Heute hingegen gibt es keine Säuglinge mehr, die durch Masern nicht gefährdet sind. Natürlich nicht, heute fehlt allen Säuglingen der Nestschutz durch die Mutter und damit ist jedes Neugeborene gefährdet.



1.1 Die Masern-Statistiken - Entwicklung der Masernsterblichkeit in Deutschland und England.

(i) Deutschland bis 1965 - vor den Impfungen.

Es ist das Wesen einer Infektionskrankheit, dass sie entweder ohne jeden zurückbleibenden Schaden überstanden wird oder aber zum Tode führt. Die Zahl der Todesfälle sagt damit direkt etwas über ihre Gefährlichkeit aus. Dass heute zunehmend zurückbleibende Schäden bei Infektionen beobachtet werden, liegt an der Verschiebung des Infektionsalters.

Die Todesfälle gingen von 30-40 Todesfälle pro Hunderttausend Einwohner auf 0,2 bis 0,3 Todesfälle pro Hunderttausend Einwohner bis 1965 zurück, bevor die Impfungen überhaupt einsetzten. Also um einen Faktor, der größer ist als 100.
Dieser starke Rückgang der Sterblichkeit fand allein aufgrund der besser werdenden Lebensbedingungen statt.

Die Zahlen stammen von 1965, seit Mitte der 70-iger Jahre wird in Deutschland erst nennenswert gegen Masern geimpft.
(siehe: Richard Haas, Oskar Vivell, "Virus-und Rickettsieninfektionen des Menschen", S. 571, 1965, springer.com)

(ii) Deutschland ab 1961 - Statistisches Bundesamt

Die Einführung der Masern-Impfung Anfang der 70-er Jahre hatte, wie sich am Verlauf der folgenden Kurve gut sehen lässt, keinen Einfluss auf die Abnahme der Todesfälle durch Masern. Der Verlauf der Kurve - von vor den Impfungen - setzte sich fort.

(Quelle: Statistisches Bundesamt, Buchwald, S. 133)

1973 begannen die Impfungen. 1976 wurden die Impfungen intensiviert, mit dem Ziel, eine Durchimpfungsquote von 90% zu erreichen.

Wenn wir die Erfahrungen aus England zugrunde legen, waren nach 4,5 Jahren nach Impfbeginn, etwas weniger als ein Viertel der Kinder geimpft. Übertragen auf deutsche Verhältnisse bedeutet das, dass Ende 1977 etwas weniger als ein Viertel der Kinder gegen Masern geimpft waren.

(iii) Masernsterblichkeit in England

(Quelle: Englische Sterberegister, McKeown, S. 151)

Zum Impfzeitpunkt in England ist anzumerken, dass die Impfung in England Mitte 1968 allgemein erhältlich war. 4,5 Jahre später, also Ende 1972, waren etwas weniger als ein Viertel der Kinder geimpft.

Im Original:
With some variation in timing, the history of measles has been rather similar to that of whooping cough. The death rate fell continuously from about 1915; treatment (of secondary complications) has been possible since 1935; and mortality was at a low level before immunisation was used. [...] It was not until mid 1968 that vaccination was used nationally and less than a quarter of all children had been protected by the end of 1972. I conclude that the contribution of immunisation to the reduction of notifications in the last decade cannot be decided on this evidence.
(Thomas McKeown, "The Role of Medicine", S. 105 oder deutsch: "Die Bedeutung der Medizin", McKeown, S. 152)

(iv) Zahl der Maserninfektionen
Es ist keine Frage, dass die Zahl der Maserninfektionen durch die Impfungen geringer geworden ist, bis sie, bis heute, fast verschwunden ist.
Bezogen auf die Frage jedoch, wieviel die Masernimpfung zum Rückgang der Sterblichkeit in Deutschland beigetragen hat, war das: Nichts.

Ergebnis der Impfung gestern:
Die Masernimpfung hat die Zahl der Infektionen stark gesenkt, jedoch keinen Einfluss auf die Sterblichkeit gehabt.

Ergebnis der Impfung heute:
Infolge des nun fehlenden Nestschutzes durch die Mutter sind bei jedem Masernausbruch Säuglinge stark durch Masern gefährdet.

Was tun?
Die Absicht der Impfleute ist es nun, soviel zu impfen, dass die Masern ausgerottet werden und diese Fälle nicht mehr auftreten. Ob das möglich ist und, was noch alles an dieser Ausrottung dran hängt, wird später betrachtet. An dieser Stelle ist der Punkt, dass die Impfleute noch nie offen gelegt haben, dass die Impfung keinen Einfluss auf die Sterblichkeit bei uns hatte und, dass sie noch nie offen gelegt haben, dass die Probleme, die wir jetzt bei den Säuglingen mit den Masern haben, eine Folge der Impfungen sind.
Wir hören nur: Die Masernimpfung hat Hunderttausende gerettet, Millionen und wir müssen mehr impfen, mehr impfen, mehr impfen.

(v) Gegenargumente der Impfbefürworter
"Der Impfbeginn [in der deutschen Kurve] ist falsch eingezeichnet. Die Impfungen haben früher begonnen als eingezeichnet."

Dazu ist zu sagen: Wer das behauptet, soll auch bitte sagen, wann seiner Ansicht nach die Impfungen begannen.
Ein Jahr früher, zwei Jahre?

Wenn wir uns an den englischen Verhältnissen orientieren, für die wir die obigen Daten haben, dann waren dort nach 4,5 Jahren - nach Beginn der Impfungen - etwas weniger als ein Viertel der Kinder geimpft. Und was machen wir jetzt?

Impfeinführung bedeutet immer einen langsamen Anstieg der Impfungen. Wenn mehrere Tausend Kinder von mehreren millionenstarken Geburtsjahrgängen, die alle ungeimpft sind, geimpft werden, ist das immer noch im Tausendstel-Bereich und ohne statistischen Einfluss.
Weiter: Man sehe bitte in der Kurve auf das Jahr 1973, welches anstelle von 1976 gefordert wird. Ändert sich dadurch auch nur irgendetwas am Trend der Kurve?
Die Verhältnisse in England und den USA bleiben davon ebenfalls unberührt und auch die unter dem ersten Punkt zitierten Zahlen für Deutschland stammen ohnehin von 1965, also von vor jeder Impfung.
Ein derartiger Einwand und die Kurve damit als falsch zu bezeichnen, ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Aber er zeigt genauso, von woher der Wind weht.



1.2 Masern in Kinderbüchern.

Wenn man die Darstellung der Masern in Kinderbüchern betrachtet, dann sind diese Darstellungen weit davon entfernt, in Masern ein Problem zu sehen.

Durch das jetzt regelmäßige Auftreten der Masern im Säuglingsalter und die daraus resultierenden schweren und tödlichen Verläufe der Masern, hat sich das in den Kinderbüchern noch vorhandene Bild der Masern als gutartige Kinderkrankheit aber grundsätzlich geändert.
Kein Verlag wird heute noch ein Kinderbuch herausbringen, in dem ein ganzes Wartezimmer voller Kinder mit roten Punkten im Gesicht sitzt. Dieser Fall kann auch gar nicht mehr auftreten, schon ein Kind mit Masernverdacht oder auch nur Windpockenverdacht wird überhaupt nicht mehr in das Wartezimmer eines Arztes gelassen.

Der Grund ist immer derselbe: Kein Säugling ist mehr vor Masern geschützt.

Drei Kinderbücher und eine Folge aus Star Trek seien im folgenden für die frühere Einschätzung der Masern aufgeführt:






2. Die Masern-Impfung hat die Masern ins Säuglingsalter verschoben - Verschiebung nach unten.

Das Masernalter lag vor den Impfungen bei 3-7 Jahren. Und das bei den kinderreichen Familien, während des Babybooms und bei grassierenden Masern.
Demgegenüber erkranken heute, unter den wenigen Masernfällen, die auftreten, immer auch viele Säuglinge.

Der Schutz, den die Mutter über die eigene Masernerkrankung ihrem Säugling verlieh, war, wie am Erkrankungsalter zu sehen ist, mehr als ausreichend.
Das deckt sich auch mit dem, was biologisch sinnvoll ist und der starken Abnahme der Maserntodesfälle vor den Impfungen, den alle Statistiken zeigen.
Heute ist der Schutz, den die Säuglinge haben, nicht mehr ausreichend.


Zwei Quellen:
(1) Bereits vor 1965 hatte sich in Westeuropa und den USA, durch den zunehmenden Lebensstandard, das Erkrankungsalters von der Gruppe der 1-2 jährigen auf die Gruppe der über dreijährigen verschoben.
(siehe: Haas R, „Virus-und Rickettsieninfektionen des Menschen“, S. 571, 1965)

Da es um diese Zeit große, kinderreiche Familie gab und die Kinder noch ohne gegenseitige Absprachen der Eltern überall ein- und ausgegangen sind und außerdem die Masern allgegenwärtig waren, können wir ohne Weiteres davon ausgehen, dass der Nestschutz unter diesen Lebensbedingungen bis zu einem Alter von 3 Jahren wirksam war.

(2) "Da geimpfte Mütter über niedrigere Antikörperspiegel verfügen als nach natürlicher Infektion, hält die Leihimmunität deshalb bei ihren Kindern im Mittel weniger lange an und kann so potenziell nicht mehr den Zeitraum von Geburt bis zur ersten Masern-Impfung voll überbrücken, insbesondere wenn diese zu spät verabreicht wird. Ferner kommt es durch steigende Impfquoten und einen selteneren Kontakt mit dem Wildvirus zu einem Nachlassen des natürlichen Boostereffekts bei den Müttern, was [ebenfalls] zu niedrigeren maternalen Antikörper-Titern bei Säuglingen beiträgt."
("Epidemiologisches Bulletin", RKI, Nr. 48, S. 486, 02.12.2013)

Dieser Schutz der Mutter fehlt den Säuglingen heute. Und darum gibt es die ganze Panik bei einem Masernausbruch mit Schulschließungen etc.. Und darum reden wir überhaupt über die Pflichtimpfung.
Soviel also zu der Ansteckung der Kinder im Säuglingsalter, die uns heute, bei wenigen Masernfällen, die großen Probleme macht.

Vergleiche:
(1) früher - heute
Neben den drei Punkten, die oben eingerahmt sind, zeigen zwei Vergleiche die Veränderung in der Gefährlichkeit der Masern.

Die jetzige Gefährlichkeit der Masern resultiert aus den heute auftretenden sehr frühen und sehr späten Masernfällen.
Die Gefährlichkeit von Masern im Säuglingsalter liegt unmittelbar auf der Hand. Auf die späten Masernfälle wird in Punkt 3 eingegangen.

Die Todesrate bei Masern wird, von verschiedenen Quellen, für die westliche Welt mit 1:1000 angegeben.
Also auf 1000 Masernfälle kommt ein Todesfall.

Wenn wir diese Zahlen auf die Zeit vor den Impfungen anwenden und die Geburts-Jahrgänge Ende der 60-er und Anfang der 70-er Jahre zugrunde legen, die jeweils aus über einer Million Kinder bestanden, dann hätte es pro Jahr 1.000 tote Kinder durch Masern geben müssen.
Und zwar unabhängig vom sozialen Milieu.

Weder gab es zu der Zeit jemals 1000 tote Kinder, noch waren die, die es gab, vom Milieu unabhängig.
Gefährdet waren Heimkinder und Kinder mit schlechtem Allgemeinzustand.
Entsprechend sah auch der Impfplan von 1968 für die Masernimpfung aus (siehe Punkt 1).

Und mit anderen Worten: Die Masern sind heute weit gefährlicher als früher. Und aufgrund des jetzt generell fehlenden Schutzes des Säuglings durch die Mutter, helfen auch ein ansonsten guter Allgemeinszustand und gute häusliche Verhältnisse nicht.

Es ist DIE riesen Leistung der Impfung, aus einer Infektion deren Komplikationen immer weiter zurückgegangen sind, eine Gefahr für jeden Säugling gemacht zu haben.

(2) Kinderkrankheit hier - Seuche Dritte Welt
Wenn man die Schäden vergleicht, dann stellt man fest, dass die Kinderkrankheit Masern bei uns in der westlichen Welt - unter besten Lebensbedingungen - gefährlicher ist als die Seuche Tuberkulose in der Dritten Welt.
Die Tödlichkeit der Kinderkrankheit Masern liegt bei uns bei 1:1000, die Tödlichkeit von Tuberkulose in der Dritten Welt bei 1:1333.

Auch diese Zahlen zeigen sofort, dass die Impfungen die Gefährlichkeit der Masern verändert haben.

Den Schutz entfernt
Wenn man sagt, wir impfen alle Kinder, um die schwachen Kinder zu schützen, dann ist das vom Ansatz her eine sehr ethische Überlegung.
Wenn man aber Massenimpfungen gegen eine Infektion beginnt, die eine Kinderkrankheit war und außerdem immer harmloser wurde, ohne vorher die Folgen zu untersuchen, dann zeigt sich das wahre Gesicht dieser vorgeschobenen Ethik.

Denn wenn man das untersucht hätte, dann hätte man festgestellt, dass man in Zukunft alle Kinder impfen muss!, weil dadurch den gesunden Kindern ein ausreichender Nestschutz geraubt wird. Und dann wird es schon wieder spannend.

Und im Zuge dieser Untersuchungen hätte man dann auch festgestellt, dass die frühkindlichen Atemwegserkrankungen zunehmen, dass es Immunitätsprobleme gibt und alle Punkte, die hier in diesem Kapitel aufgeführt sind und heute die Probleme machen.

Früher haben die Mütter, da sie die Masern selber hatten, ihren Neugeborenen Nestschutz mitgegeben.
Dieser Schutz des Kindes durch die Mutter wurde von den Impfungen genommen.
Die Kinder sind im Säuglingsalter jetzt ungeschützt, daher haben sich die Masern in dieses Alter verschoben.
Unter den - im Gegensatz zu früher - wenigen Masernfällen, die wir heute haben, sind immer auch viele Säuglinge.

Die Impfungen haben die Kinder genau in ihrem gefährdetesten Alter schutzlos gemacht.
Und zeigleich ist der Tod eines Säuglings das größte Druckmittel für mehr Impfungen.

Insgesamt
Das Ansteckungsalter in Deutschland vor den Impfungen, 1965 und der starke Rückgang der Fallzahlen vor den Impfungen, zeigen, dass der Nestschutz durch Masern ausreichend war. Wahrscheinlich auch, weil das von der Natur so vorgesehen ist, dass der Nestschutz ausreicht.
Die Ansteckungen heute im Säuglingsalter zeigen, dass der Nestschutz durch die Impfungen nicht ausreichend ist.



2.1 Liste der Todesfälle seit 2005 - vorwiegend Säuglinge.

2014:
Ein 19 Jahre alter Jugendlicher, der sich im Säuglingsalter (1995) mit den Masern angesteckt hatte, starb an den Spätfolgen.
(Schweizer J, Stadtmüller C, "Tod nach Jahren im Wachkoma", Stuttgarter Zeitung, 12.02.2014)

2013:
Ein 14 Jahre alter Junge, der sich im Säuglingsalter mit den Masern angesteckt hatte, starb an den Spätfolgen.
("14-Jähriger an Spätfolgen von Masern gestorben", dpa-Meldung auf spiegel.de, 13.06.2013)

2011:
Ein 13 Jahre altes Mädchen, das sich im Säuglingsalter mit den Masern angesteckt hat, starb an den Spätfolgen.
("13-Jährige stirbt an Masern: zweiter Todesfall 2011", dpa-Meldung auf zeit.de, 20.10.2011)

2011:
Der zweite Todesfall 2011 war ein 26-jähriger Weilheimer mit Tumorerkrankung.
("Weilheimer (26) stirbt an Masern", merkur-online.de, 29.04.2011)

2011:
Einen dritten Fall mit schwerwiegenden Folgen gab es 2011 in Aschaffenburg:
Im Säuglingsalter steckte sich ein Mädchen bei einem Erwachsenen mit Masern an. Fünf Jahre später entwickelte sich die chronische Gehirnentzündung.
("Aschaffenburg: Sechsjährige kämpft gegen tödliche Masern", dapd-Meldung auf spiegel.de, 07.11.2011)

2009:
Ein 4 Jahre altes Mädchen, das sich im Säuglingsalter mit den Masern angesteckt hat, ist an der tödlich verlaufenden Spätfolgeerkrankung SSPE erkrankt.
("Masern: Kind tödlich erkrankt", rp-online.de, 17.12.2009)

2007:
Ein dreijähriger Junge mit Immundefekt, der sich ein knappes Jahr zuvor mit den Masern angesteckt hatte, starb im Klinikum Duisburg.
("Masernepidemie in NRW fordert erstes Todesopfer", Kinderärzte im Netz, 12.03.2007)

2007:
Ein gerade 1 Jahre alter Junge, der sich im Säuglingsalter angesteckt hatte, ist an den Folgen der Masern gestorben.
(Süddeutsche Zeitung, "Zweiter Todesfall durch Masern", 26.04.2007/22.05.2010)

2005:
In Hessen starb ein 14-jähriges Mädchen mit Vorerkrankung (Down-Syndrom) nach Masern.
(Epidemiologisches Bulletin Nr.13, 01.04.2005, RKI)

Wenn wir uns diese Liste der Todesfälle an Masern in Deutschland aus den letzten ca. 10 Jahren ansehen, lassen sich zwei Arten von Fällen unterscheiden:
Entweder ein Jugendlicher/Erwachsener mit Vorerkrankung oder ein Kind, das sich im Säuglingsalter angesteckt hat.





2.2 Der letzte Todesfall - Ansteckung im Säuglingsalter.

Ein 19 Jahre alter Jugendlicher, der sich im Säuglingsalter mit den Masern angesteckt hatte, starb 2014 an den Spätfolgen.
(Schweizer J, Stadtmüller C, "Tod nach Jahren im Wachkoma", Stuttgarter Zeitung, 12.02.2014)

Ich zitiere meinen dortigen Kommentar zu dem Artikel der Stuttgarter Zeitung:

Der geschilderte Fall des Artikel kam in den 60-er und 70-er Jahren Hundert- und Tausendfach vor: Ein älteres Kind steckte ein jüngeres Geschwisterkind mit Masern an.
Es waren die Babyboomjahre, es gab viele Kinder und die Kinder besuchten sich in einer hohen Sequenz physisch zu Hause. Also nicht wie heute, wo es weniger Kinder und mehr virtuelle Kontakte gibt oder die Eltern die Verabredungen treffen und die Kinder dann zu einem Treffen chauffieren. Dennoch starb zu der Zeit nicht ständig ein Kind an der beschriebenen Nachfolgeerkrankung (SSPE) der Masern. Im medizinischen Wörterbuch, dem Pschyrembel, wird 1977 noch kein Satz unter Masern zu SSPE geschrieben.
Und der Grund für alles ist immer derselbe:
Die Säuglinge waren über die Masernerkrankung der Mutter, in diesem bei Masern gefährlichen Alter, geschützt.
Zwei Quellen:
Vor den Impfungen, 1965, lag das Masernalter in Deutschland bei 3-7 Jahren.
(siehe: Richard Haas, Oskar Vivell, "Virus-und Rickettsieninfektionen des Menschen", S. 571, 1965, springer.com)

Weiter:
"Da geimpfte Mütter über niedrigere Antikörperspiegel verfügen als nach natürlicher Infektion, hält die Leihimmunität deshalb bei ihren Kindern im Mittel weniger lange an und kann so potenziell nicht mehr den Zeitraum von Geburt bis zur ersten Masern-Impfung voll überbrücken, insbesondere wenn diese zu spät verabreicht wird. Ferner kommt es durch steigende Impfquoten und einen selteneren Kontakt mit dem Wildvirus zu einem Nachlassen des natürlichen Boostereffekts bei den Müttern, was [ebenfalls] zu niedrigeren maternalen Antikörper-Titern bei Säuglingen beiträgt."
("Epidemiologisches Bulletin", RKI, Nr. 48, S. 486, 02.12.2013)

Max würde auch noch leben, um einen Satz aus dem Artikel aufzugreifen, wenn es die Masernimpfung in Deutschland nie gegeben hätte.
Leider wird auf diese Wirkung der Masernimpfung - Schutzlosmachen der Säuglinge, denn geimpft werden kann erst mit einem Jahr - nie hingewiesen.




2.3 Der vorletzte Todesfall - Ansteckung im Säuglingsalter.

Im Jahr 2013 starb ein Kind, das sich im Säuglingsalter in einer Kinderarztpraxis in Bad Salzuflen mit Masern infiziert hatte.

Der genaue Fall lässt sich hier nachlesen:
David Schumacher, "Tödliche Masern", Nido, 11/2013

Was zuerst zu diesem Fall zu sagen ist:
Der beschriebene Fall ist von 1999. Das Thema der Maserninfektionen im Säuglingsalter war vorher noch fast unbekannt. Es war gerade der Umbruch, wo die ersten Mütter keine Masern mehr hatten und ihre Säuglinge somit keinen Schutz mehr.
Im größeren Umfang geimpft wird seit Mitte der 70-er Jahre und das heißt, um die 20 Jahre später werden dann die ersten Säuglinge ohne ausreichenden Nestschutz erwartet. Und auf der anderen Seite sind die Kinderärzte noch unvorbereitet und trennen die Kinder noch nicht so konsequent wie heute. Und beides kam hier zusammen. Heute ist alles ganz anders, da muss man sich mit einem kranken Kind ja an der Tür anmelden und wird dann ins Hinterzimmer gebeten.
Alle anderen Infektionen im Säuglingsalter wie Windpocken, Mumps, Röteln, sind nicht ganz so gravierend und der Zusammenhang wird nicht ganz so deutlich wie bei Masern.

1. Einseitge Information
Was bei diesem Fall nie gesagt wird, ist:
Wenn die Mütter der beteiligten Säuglinge die Masern gehabt hätten, hätten die Kinder im Wartezimmer zusammen spielen können, wären danach nach Hause gegangen und nichts wäre gewesen.

An dieser Stelle geht es erst einmal gar nicht darum, was nun besser ist, wenn alle geimpft sind oder, wenn alle die Masern hatten.
Es geht um einseitige Informationen und einseitige Schuldzuweisungen. Die Eltern des Masernkindes waren "unverantwortlich". Wie alle Eltern, die nicht impfen. Deren Schuld ist es, dass zwei Kinder starben.
Die Eltern konnten aber gar nicht wissen, dass sich die Gefahr durch Masern verändert hat, weil die Informationspolitik der zuständigen Stellen ja nie so ist, dass klar gesagt wird: "Durch die Masernimpfung sind jetzt alle Säuglinge gefährdet, weil ihnen der Nestschutz fehlt, was früher nicht der Fall war."
Das kann nicht gesagt werden, weil es dann einen riesen Aufschrei geben würde. Daher wird immer nur gesagt:
"Masern, schlimm, schlimm, schlimm!"

Diese Gefahr durch Masern, dass sich jeder Säugling mit Masern infizieren kann und dann schwere Folgen eintreten können, wurde erst durch die Impfungen geschaffen. Die Mütter haben keine Masern mehr und den Säuglingen fehlt dadurch der Nestschutz.
Selbst ohne Kenntnis der oben aufgeführten Statistiken oder dem Wissen, dass das frühere Masernalters bei 3-7 Jahren lag, wird die Veränderung der Gefahr durch Masern durch eine einfache Überlegung klar:
Wenn früher die Masern für Säuglinge genauso gefährlich gewesen wären wie heute, dann hätte jede zweite Familie einen toten Säugling durch Masern gehabt. Die Masern waren allgegenwärtig und die Kinder zahlreich.
Viele sind mit ihren Kindern mit Masern zum Kinderarzt gerannt und haben sich mit ihnen in die Praxis gesetzt. Ein Problem ist das aber erst seit den Masernimpfungen geworden.

Dieser, der Schulmedizin natürlich bekannte Zusammenhang, wird medial nie thematisiert. Natürlich nicht, er passt nicht ins Ausrottungskonzept und in das Konzept der einseitigen Schuldzuweisung,




2.4 Der drittletzte Todesfall - Ansteckung im Säuglingsalter.

(1) Auch der drittletzte Todesfall - aus dem Jahr 2011 - geht, wie der gerade beschriebene Fall von 2013, auf die Ansteckung eines Säuglings in derselben Kinderarztpraxis in Bad Salzuflen zurück.

Ein 13 Jahre altes Mädchen, das sich im Säuglingsalter mit den Masern angesteckt hat, starb an den Spätfolgen.
("13-Jährige stirbt an Masern: zweiter Todesfall 2011", dpa-Meldung auf zeit.de, 20.10.2011)

(2) Der andere Fall, bei dem 2011 ein Kind schwer durch Masern betroffen war:
Im Säuglingsalter steckte sich ein Mädchen bei einem Erwachsenen mit Masern an. Fünf Jahre später entwickelte sich die chronische Gehirnentzündung.
("Aschaffenburg: Sechsjährige kämpft gegen tödliche Masern", dapd-Meldung auf spiegel.de, 07.11.2011)

Dieser Fall hätte gleich doppelt nicht passieren dürfen:
Zum einen einen waren Säuglinge vor den Impfungen über die Masern-Erkrankung der Mutter geschützt und zum anderen hatten Erwachsene vor den Impfungen keine Masern.

(3) Genau identisch gelagert ist der Fall davor, von 2009:
Ein 4 Jahre altes Mädchen, das sich im Säuglingsalter mit den Masern angesteckt hat, ist an der tödlich verlaufenden Spätfolgeerkrankung SSPE erkrankt.
("Masern: Kind tödlich erkrankt", rp-online.de, 17.12.2009)

Zu diesem Fall finden sich auch Informationen in einem schon zitiertem Artikel:
Peter Seiffert hat schon einige Kinder an SSPE sterben sehen. „Das ist eine große Belastung.“ Besonders schmerzlich ist der Fall der kleinen Michaela, die er momentan in Behandlung hat, ohne Aussicht, sie zu heilen. Michaela wurde als Säugling ausgerechnet von ihrer Mutter angesteckt. Die wusste nicht, dass sie als Kind gar nicht geimpft worden war.
(David Schumacher, "Tödliche Masern", Nido, 11/2013)

Die kleine Michaele hat sich im Säuglingsalter bei ihrer Mutter angesteckt.
Dieser Fall hätte vor den Impfungen also ebenfalls doppelt nicht passieren können:
Die Mutter hätte die Masern im Erwachsenenalter nicht gehabt, wo sie sich erst durch die Impfungen hin verschoben haben und ihr Kind wäre durch den Nestschutz vor Masern im Säuglingsalter geschützt gewesen.

An dieser Stelle geht es erstmal gar nicht darum, ob man impft oder, ob man nicht impft. Es geht darum, dass dieser alternative Fall von Seiten der Impfärzte und medial nie angesprochen wird. Er existiert nicht.
Und diese Fälle - verursacht durch die Impfungen - dienen immer als die besten Gründe für mehr Impfungen.

Wenn man eine Hölle erschaffen will, dann macht man das genau mit den beschriebenen Mechanismen.




2.5 Säuglinge haben die höchsten Masernahlen - aktuelle Zahlen 2011-2013.

Im Epidemiologischen Bulletin Nr. 48 vom 02.12.2013 des Robert Koch-Institus erfahren wir, dass vor allem Säuglinge und Einjährige von Masern betroffen sind. Also das Alter ist am meisten betroffen, in dem die Masern am gefährlichsten sind. Das ist eine überaus schlechte Kombination:

Die höchste altersspezifische Inzidenz fand sich jedoch, wie auch in den Jahren seit 2006, bei Kindern im 1. Lebensjahr und bei einjährigen Kindern. In den Jahren 2011 bis 2013 lag die mittlere Inzidenz für Kinder im 1. Lebensjahr bei 84 Fällen/1 Million Einwohner bzw. für einjährige Kinder bei rund 97 Fälle.
("Epidemiologisches Bulletin", RKI, Nr. 48, S. 486, 02.12.2013)

Und als grafische Übersicht:

(Quelle: "Epidemiologisches Bulletin", RKI, Nr. 48, S. 487, 02.12.2013)


Zwei Anmerkungen dazu:
(1) In der grafischen Übersicht sieht man sehr gut, dass in den Jahrgängen, die Masern in der Kindheit hatten, keine Masern auftreten. Bei den anderen Jahrgängen treten die Masern auch im Erwachsenenalter auf, wo sie schwerer verlaufen.

(2) Sie meinten im Text natürlich nicht 84 Fälle pro 1 Million Einwohner und 97 Fälle pro 1 Million Einwohner. Sonst hätten wir bei 80 Millionen Einwohnern mehr Fälle bei den Säuglingen als wir überhaupt Fälle im gesamten Zeitraum hatten. Gemeint ist, dass im Schnitt der Jahre 2011, 2012 und 2013 jeweils 84 Säuglingen bzw. 97 Einjährige erkrankt sind. Dasselbe gilt für die Grafik. Es handelt sich um die Gesamtzahlen pro Jahr.

Die absoluten Zahlen bei den Einjährigen und Neugeborenen sind erstmal nicht hoch, sie führen aber zwei Probleme mit sich:
Zum einen sind Masern in diesem Alter gefährlich und zum anderen sind nur so wenige erkrankt, weil die anderen keine Masernkontakte hatten. Gefährdet ist jedoch jeder Säugling, da kein Nestschutz durch die Mutter mehr existiert. Oder mit anderen Worten:
Die Masernimpfungen haben die Masern zu einer Gefahr für jedes Neugeborene gemacht.




2.6 Gründe für das gehäufte Auftreten im Säuglingsalter   -   Epidemiologisches Bulletin 48/2013

Vom Robert Koch-Institut erfahren wir auch die Gründe für die Verschiebung des Masernalters ins Säuglingsalter.
Das erste, was allerdings auffällt, ist, dass Ursachen und (mögliche) Lösungen nicht sauber getrennt werden.

So liegt die Ursache dafür, dass heute - im Gegensatz zu früher - jeder Säugling bei Masernkontakt durch eine Masernerkrankung gefährdet ist, ja nun nicht in zu wenig Impfungen. Der Rückgang des Nestschutzes hat nichts mit zu wenig Impfungen zu tun. Im Gegenteil, sie sind ursächlich dafür verantwortlich. Was sich übrigens auch aus dem zweiten Punkt ergibt, den das Robert Koch-Institut anführt.
Wenn wir also den (üblichen) Lösungsvorschlag des Robert Koch-Instituts für jedes Problem - und hier für das Problem der Infektionen im Säuglingsalter - herausnehmen: "Es muss mehr geimpft werden, dann wird alles besser", dann wird als zweites der tatsächliche Grund genannt:

Da geimpfte Mütter über niedrigere Antikörperspiegel verfügen als nach natürlicher Infektion, hält die Leihimmunität deshalb bei ihren Kindern im Mittel weniger lange an und kann so potenziell nicht mehr den Zeitraum von Geburt bis zur ersten Masern-Impfung voll überbrücken, insbesondere wenn diese zu spät verabreicht wird. Ferner kommt es durch steigende Impfquoten und einen selteneren Kontakt mit dem Wildvirus zu einem Nachlassen des natürlichen Boostereffekts bei den Müttern, was [ebenfalls] zu niedrigeren maternalen Antikörper-Titern bei Säuglingen beiträgt.
("Epidemiologisches Bulletin", RKI, Nr. 48, S. 486, 02.12.2013)

Wenn man von der latenten Impf-Fixierung, den jeder offizielle Impf-Text hat, absieht, dann nennt das Robert Koch-Insitut dieselben Gründe für das gehäufte Auftreten der Masern im Säuglingsalter, wie sie auch auf dieser Website genannt werden:
Der zweite Punkt wird im Text Boosterung genannt, ist eine Auffrischung des Immunschutzes und trägt auch zu einem höheren Nestschutz des Neugeborenen bei.
Was dort übersetzt steht, wenn man die Impf-Fixierung und Fachbegriffe herausnimmt, ist, dass der Nestschutz seit den Impfungen nicht mehr so lange hält wie vor den Impfungen. Und damit weiter, dass das eine oder andere Kind, das durch eine Masernfolge im Säuglingsalter gestorben ist, heute ohne Impfungen noch gesund und munter durch die Straßen laufen würde.

Man verstehe mich nicht falsch. Wenn es Konsens ist, dass geimpft werden und diese Fälle in Kauf genommen werden sollen, dann ist das so. Aber dann müssen die Fakten auf den Tisch und so etwas muss gesagt werden und es darf nicht nur einseitig pro Impfung informiert werden. Und alles, was gegen die Impfung spricht, wird totgeschwiegen.

Weiteres:
Es kann erst ab einem Alter von 11 Monaten geimpft werden.
Ausreichend ist die Impfung dann jedoch noch nicht, wie die Ärzteverbäne an jeder Stelle betonen. Als ausreichend gilt sie erst nach der zweiten Impfung. Der Säugling ist jetzt also mindestens im ersten Lebensjahr nicht geschützt. Also in der Zeit, in der die Masern am gefährlichsten sind und von der Biologie her auch überhaupt nicht vorgesehen sind. Wir haben hier also eine Impflücke durch Impfung. Das ist doch mal was.




3. Die Masernimpfung hat die Masern ins Erwachsenenalter verschoben - Verschiebung nach oben.

Eine übliche Meldung zu Masern im Erwachsenenalter ist die folgende:

"So gelten Masern irrtümlich als Kinderkrankheit, doch auch Erwachsene können erkranken. Hier kann es zu schweren Verläufen mit Krankenhausaufenthalt kommen: durch hohes Fieber, Mittelohr- oder Lungenentzündung, schwere Durchfälle und in besonders schweren Fällen Gehirnentzündungen."
(Tamara Westphal, "Vorbeugende Impfungen schützen den Körper", Kreiszeitung Nordheide - Wochenblatt, 07.03.2014)

Es gibt niemals! einen Hinweis dazu, warum die Masern heute - im Gegensatz zu früher - im Erwachsenenalter sind.
Natürlich gibt es den nicht, denn das würde ein strukturelles Problem der Impfungen bei Kinderkrankheiten, die Verschiebung des Erkrankungsalters, aufzeigen. Und das könnte Zweifel an den Impfungen wecken und das kann nicht sein.

Neben der Verschiebung der Masern ins Säuglingsalter, weil die Säuglinge keinen Nestschutz mehr haben, findet eine Verschiebung ins Erwachsenenalter statt.

Die Gründe dafür werden gleich genauer betrachtet, seien hier aber schon aufgezählt:





3.1 Früher keine Masernfälle im Erwachsenenalter.

Früher gab es so gut wie keine Masernfälle im Erwachsenenalter.
Eine Kinderkrankheit heißt darum Kinderkrankheit, weil sie - überraschenderweise - in der Kindheit stattfindet. Anschließend verleiht sie eine lebenslange Immunität, so dass es im Erwachsenenalter nicht mehr zu einer Erkrankung kommt.

Heute sieht die Situation so aus:
(1) Hauptsächlich Erwachsene - die natürlich sehr viel mehr Altersgruppen als die Säuglinge stellen - sind von Masernfällen betroffen. Wobei in dem nur kleinen Altersbereich der Säuglinge dennoch mehr passiert, wie der letzte Punkt zeigte.
(siehe: "Deutschland sucht die Impfverweigerer", Eva Wolfangel, stern.de, 09.07.2013)

(2) "Mehr als die Hälfte der Masernfälle in Deutschland betreffen heute Jugendliche über 10 Jahre und junge Erwachsene."
(impfen-info.de, Masern, Jugendliche)

Auch, wenn man sich die Grafik der Masernfälle (von oben) der Jahre 2011-2013 noch einmal ansieht, dann fällt auf, dass in den älteren Altersgruppen, in denen noch nicht geimpft worden war, die Masern immer weniger werden.
Warum es dennoch - bei insgesamt sehr wenig Masernfällen gegenüber früher - auch in diesen Altersgruppen zu Masern kam, wird in der Folge betrachtet.

(Quelle: "Epidemiologisches Bulletin", RKI, Nr. 48, S. 487, 02.12.2013)






3.2 Schwere Verläufe im Erwachsenenalter.

Im Erwachsenenalter verlaufen die Masern - wie jede Kinderkrankheit - schwerer.

"mmer mehr Erwachsene erkranken an Masern. Das kann schlimme Folgen haben. Denn: je älter der Patient, desto größer die Gefahr für Komplikationen.[...]
Die Gefahr für schwere Komplikationen steigt mit zunehmendem Alter: 43 Prozent der 20- bis 24-jährigen Masern-Patienten mussten sich 2013 im Krankenhaus behandeln lassen. Bei den 25- bis 39-Jährigen war es sogar über die Hälfte der Erkrankten."

("Masern bei Erwachsenen", vitanet.de, 16.12.2013)

"Mit 45,3 Prozent ist der Anteil der über 20-Jährigen auffallend hoch. Mit zunehmenden Alter steigt die Gefahr schwerer Komplikationen bei Masern."
("488 Masernfälle in Berlin gemeldet", Neues Deutschland, 16.12.2013)

Stern.de schreibt
40 Prozent der erkrankten Erwachsenen müssen in die Klinik, einer von 1000 stirbt an der Krankheit. "Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit", betont Susanne Glasmacher, Sprecherin am Robert-Koch-Institut.
("Deutschland sucht die Impfverweigerer", Eva Wolfangel, stern.de, 09.07.2013)

Was Frau Glasmacher da sagt, stimmt natürlich. Sie sagt allerdings, wie bei den Gründen für die Ansteckungen im Säuglingsalter, nichts zu der Entwicklung, die dazu geführt hat:
Dadurch, dass sich das Masernalter immer weiter nach oben verschob, stieg die Häufigkeit der Masernenzephalitis durch das späte Einsetzen der Masern, die - wie alle Masernkomplikationen - am Sinken war, wieder von 1:14500 auf 1:2200 Erkrankungen an. Heute liegt das Risiko bei 1:1000-2000.
(Botho Bösel, "Praktikum des Infektions- und Impfschutzes", 10. Auflage 1992, S. 267)

Und der Stern schreibt weiter:
Das Problem an der aktuellen Erkrankungswelle: Hauptsächlich Erwachsene sind von ihr betroffen. Das ist eine tragische Folge der Gegenstrategie: Als die Impfung 1970 in der DDR und 1974 in der BRD eingeführt wurde, stiegen die Impfzahlen - wie bei neuen Impfungen üblich - anfänglich nur langsam an. Dennoch sank die Erkrankungsrate stetig. Während vorher so gut wie jeder die Masern selbst durchmachte, weil die Krankheit enorm ansteckend ist, sind gerade wegen der Impfung viele der nach 1970 Geborenen nicht immun, da sie nicht mehr die "Chance" einer Ansteckung bekamen - und sich nicht impfen ließen. Wer aber als Erwachsener ohne Impfschutz durchs Leben geht, lebt gefährlich.
("Deutschland sucht die Impfverweigerer", Eva Wolfangel, stern.de, 09.07.2013)

Die erste Grund dafür, dass die Erwachsenen nicht mehr immun sind, wird im Text genannt:
Während es früher einen Automatismus durch die Ansteckung gab, muss jetzt daran gedacht werden, dass man zweimal zum Impfen geht.
Eine weitere Gruppe lehnt Impfungen ganz ab oder kann nicht geimpft werden. Außerdem gibt es Impfversager und ein Nachlassen der Impfwirkung mit der Zeit. Ferner findet keine Auffrischung des erworbenen Masernschutzes durch Kontakt mit Masern mehr statt. Das betrifft sowohl die Geimpften, als auch diejenigen, die Masern hatten.

Auch die Verschiebung der Masern in das Erwachsenenalter zeigt, was für ein Fehler die Masernimpfung ist.



3.3 Nachlassen der Imfpwirkung mit der Zeit.

Die Impfwirkung lässt aus zwei Gründen mit der Zeit nach:

Diese Situation betrifft nicht nur Geimpften oder doppelt Geimpften, sondern - wenn auch weniger stark - auch diejenigen, die Masern bereits hatten.
Während früher der Immunschutz durch Masernkontakte mit Kindern sporadisch augfefrischt wurde, fällt diese Auffrischung heute weg.

Im Mai gab es in der Berliner Charite - unter wenigen Masernfällen - den Fall eines Arztes mit Zweitmasern. Und dieser Fall kam auch nur darum in die Medien, weil er Arzt war und einen Säugling angesteckt hatte, welcher zudem noch eine Vorerkrankung hatte.
Der Arzt - gerade als Arzt - konnte die Masern nur darum noch ein zweites Mal bekommen, weil es keine Auffrischung durch Masernkontakte mehr gibt. Und der Säugling seinerseits konnte wiederum nur angesteckt werden, weil er keinen Nestschutz hatte.
Es wird alles immer absurder.

"Zudem habe der Arzt bereits als Kind Masern gehabt, so dass eigentlich nicht davon auszugehen gewesen sei, dass er noch mal Masern bekomme."
(Oldenburger P, "Baby mit Masern angesteckt". welt.de, 31.05.2013)

Selbst 1968 war noch nicht klar, ob die lebenslange Immunität durch Masern nicht auch dadurch zustande kam, dass es wiederholte Masernkontakte im Leben gab. Heute scheint das, bei harten Masernkontakten, mehr denn je in Frage zu stehen. Beim RKI lassen sich genaue Zahlen erfragen (Informationsfreiheitsgesetz).

Aus der "Infektions-Fibel":
Die Maserninfektion hinterlässt eine lebenslange Immunität; dabei ist heute noch nicht geklärt, ob hierfür nicht ein wiederholter subklinischer Kontakt im Laufe des Lebens notwendig ist.
("Infektions-Fibel"", Alexander M, Raettig H, 1968, S. 67)

Beispiel 1 - Studie zum Absinken der Antikörperwerte
Die gemessenen Antikörperwerte durch die Impfung sinken mit der Zeit stark.
Fälle von Masern nach der Einfachimpfung sind ohnehin keine Seltenheit. Aber auch nach der Zweifachimpfung baut sich der Masernschutz mit der Zeit ab:

"Nachuntersuchungen bei belgischen Studenten, die in den letzten Jahren sicher keinen Masernkontakt hatten, zeigten durchschnittlich fünfzehn Jahre nach der MMR-Impfung bei 77 Prozent der zweimal Geimpften und 59 Prozent der einmal Geimpften schützende Antikörper, 8 bzw. 22 Prozent wiesen keinerlei messbare Antikörper mehr auf."
(Hirte N, „Impfen Pro & Contra: Das Handbuch für die individuelle Impfentscheidung", S. 256, 2011)

Beispiel 2 - Studie zur Zahl der Betroffenen bei Masernkontakt
Konkrete Infektions-Zahlen bei starkem Masernkontakt gibt es zum Beispiel in einer Studie aus Finnland von 1998. Finnland als skandinavisches Musterland hat eher und mit höherer Disziplin geimpft als wir.

Von 73 Schülern, die Masern bereits hatten, entweder nach einer, nach zwei oder nach keiner Impfung, erkrankte ein Kind erneut.
Das war mit hoher Sicherheit dem schlechten Allgemeinzustand des Kindes geschuldet, weswegen das Mädchen auch nicht geimpft werden konnte.

Von 149 Zwei- oder Dreimal geimpften Schülern erkrankten 6, also 4%.
Von 189 Einmal geimpften Schülern erkrankten 11, also 6%.
Von 79 Schülern ohne Impfung erkrankten 18, also 23%. (alles: Tabelle 1 in der Studie)
(Paunio M, "Explosive school-based measles outbreak: intense exposure may have resulted in high risk, even among revaccinees.", 1998)

Anzumerken ist, dass es sich bei der finnischen Studie um Schüler bis 18 Jahre handelte, was bedeutet, dass die Masernimpfungen noch nicht ganz solange her waren. Auch die Zahl der 73 Schülern mit Masern zeigt, dass es noch Kontakte mit Masern gab.
In Deutschland wird die zweite Masernimpfung seit 1991 empfohlen, der Abstand zu den Impfungen ist also ebenfalls noch überschaubar.
Wenn die Impfung aber erstmal 30-40 Jahre zurückliegt und es einen starken Masernkontakt gibt, ist die Annahme, dass der behauptete Immunschutz mehr eine Möglichkeit als eine Sicherheit sein wird, nicht von der Hand zu weisen.

Beispiel 3
Für einen geringen Teil der Suchen, die auf meiner Website landen, zeigt mir google-analytics die Suchbegriffe an. Vor Kurzem lautete einer: "Masern 70 jährige".
Die Annahme liegt nah, dass eine 70-jährige Frau die Masern bekommen hat.

Beispiel 4
In Tschechien hat ein Masernkranker, der eine Massenveranstaltung besucht hat, 70 Leute - anscheinend vor allem einfach Geimpfte - angesteckt:

"In den vergangenen Tagen ist in Nordböhmen im Kreis Ústí eine Masern-Epidemie ausgebrochen. Die Gesundheitsämter haben bis Samstag bereits 70 Fälle registriert, die meisten sind Angestellte eines Krankenhauses in Ústí nad Labem. Normalerweise werden im Kreis Ústí nur ein bis zwei Fälle von Masern pro Jahr festgestellt.

Eingeschleppt hatte die Krankheit ein Tourist aus Indien, der aber nicht zu Hause geblieben war, sondern eine Massenveranstaltung besucht hatte. Die Gesundheitsämter verabreichen nun prophylaktische Impfungen, um den Ausbruch der Masern einzudämmen. Laut den Informationen der Behörden seien vor allem Menschen gefährdet, die zwischen 1970 und 1980 geboren sind und in der Kindheit nur eine Impfung gegen die Masern erhalten haben."
(Marco Zimmermann, "Masern-Epidemie im Kreis Ústí", Radio Prag, 08.03.2014

Erkrankte gab es also auf der Veranstaltung und dann anschließend im Krankenhaus.
Interessant ist, dass vor allem Einfachgeimpfte (und die aus den Jahren 1970-1980) betroffen sind. Da die Mehrheit der Infizierten sonst die Ungeimpften stellen, gab es also eine Impfpflicht gegen Masern in Tschechien?

Glücklicherweise hat die Medizin ja irgendwann gesagt - also nicht am Anfang, als die Impfung eingeführt wurde - dass eine Einfachimpfung nicht ausreichend ist. Sonst wären 70 Erkrankte natürlich sehr schlecht zu verkaufen.

Ein paar Anmerkungen:
- Da es eine generelle, doppelte Masernimpfung kaum vor 1990 in Tschechien gegeben haben wird - selbst die USA hat die erst in den 90er Jahren eingeführt - hat die (spätere) Einfachimpfung von 1980-1990 anscheinend noch einen größeren Schutz verliehen, da sie zeitlich noch nicht so lange her ist.
- Der Anteil der doppelt Geimpften, den es regelmäßig gibt, wird wie immer nicht erwähnt. Dabei ist noch zu berücksichtigen, dass es weniger doppelt geimpfte als einfach geimpfte gibt und die Doppelimpfung, weil sie später kam, zeitlich nicht soweit zurück liegt.
- In einem Text hieß es:
"Die hohe Anzahl an Masernerkrankungen in Ústí basiere vor allem auf einer Impflücke. Auffälligerweise beschränke sich der Kreis der Infizierten auf die Altersgruppe zwischen 36 und 45 Jahren, heißt es von der dortigen Bezirkshygiene. In den 1970er-Jahren hatte die Tschechoslowakei ihre Impfstrategie geändert und nur eine Impf-Dosis verabreicht. Erst sechs Jahre später kehrten die Behörden zur doppelten Impfgabe zurück."
("Masern im Grenzgebiet ausgebrochen", freiepresse.de, 14.03.2014)
Nun ja, 36 Jahre bis 45 Jahre sind 10 Jahre und nicht 6 Jahre.
Geburtsjahrgänge von 1969-1979 sind betroffen. Die Masernimpfung gab es erst seit Ende der 60-er Jahre, dass die Tschechen sie als Ostblockland direkt hatten, verwundert mich.
Genauso verwundert mch die sofortige doppelte Impfung. Bis 1990 hieß es überall, dass die Einfachimpfung ausreichend ist.
Das soll nun alles nicht bedeuten, dass die Informationen im Text nicht trotzdem "irgendwie" stimmen können.

Beispiel 5
Nach 10 Jahren Masern-Freiheit in Brasilien, gab es Anfang 2013 einen Masernausbruch mit etwa 100 Masernfällen.
(fit-for-travel.de, "Brasilien: Neue Impfempfehlungen wegen Masern", 04.11.2013)








3.4 Von Masern betroffene doppelt Geimpfte - Pressemitteilung des RKI.

Die Pressemitteilung, die wir dieses Jahr dazu lesen konnten, dass doppelt - also ausreichend geimpfte - von Masern betroffen sind, lautete folgendermaßen:

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) waren 85 Prozent der Infizierten der aktuellen Masernwelle ungeimpft, der Großteil der übrigen Infizierten war nicht ausreichend geimpft. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am RKI empfiehlt für jeden Menschen bis zum zweiten Geburtstag zwei Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR-Impfung als Kombiimpfung). Nur wer beide Impfungen hat, ist ausreichend gegen Masernviren geschützt. Gerade die zweite Impfung fehlt häufig.
("Masern: Die Mär von der harmlosen Kinderkrankheit", Eva Wolfangel, AOK, Presse, 24.07.2013)

Auf den ersten Blick erschließt sich nicht gleich, dass ebenfalls doppelt Geimpfte von den Masern betroffen waren. Das liegt daran, dass die Pressemitteilung etwas unglücklich formuliert ist. Oben verschwinden die ausreichend Geimpften quasi und unten wird noch einmal explizit betont, dass doppelt Geimpfte vor Masern geschützt sind. Wer soll da noch auf eine andere Idee kommen?
Auf den zweiten Blick wird es jedoch klar: Wenn der Großteil der übrigen Infizierten nicht ausreichend geimpft war, dann bleibt ein "kleiner" Teil übrig, der es war.

27% der Geimpften - von denen man die Zahl der Impfungen kannte - waren zweimal geimpft gewesen.

Diese Art der Pressemitteilung birgt drei Probleme:

Die Pressemitteilung hätte genauso auch so lauten können:

Es sind 85% Ungeimpfte erkrankt, 11% einmal geimpfte und 4% ausreichend geimpfte.

Aber so eine Pressemitteilung hätte eine ganz andere Wirkung gehabt.
In der Bevölkerung und den Redaktionen wären sie vom Stuhl gefallen. Wie, doppelt geimpfte können erkranken? Hält die Doppelimpfung gar nicht ein Leben lang und ist sie nicht ausreichend?
Und damit ist auch klar, warum sie so nicht formuliert wurde.
Ganz abgesehen davon, dass auch der letzte Satz: "Nur wer beide Impfungen hat, ist ausreichend gegen Masernviren geschützt" so nicht mehr hätte geschrieben werden können.

Es geht hier nicht darum, dass die Doppeltgeimpften den wesentlichen Teil der Erkrankten ausmachen würden. Das sind die Ungeimpften.
Es ist ein kleines Mosaiksteinchen, um die Impfungen nicht in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen. Und so kommt ein Mosaikstein zum nächsten und am Ende sehen wir ein X für ein U.

1. Die Zahlen
Aber kommen wir zu den genauen Zahlen:
Von 1.486 Fällen mit bekanntem Impfstatus waren rund 85 % (n = 1.261) ungeimpft. Von 180 Fällen mit Angaben zur Anzahl der Impfung waren 73 % (n = 131) einmal geimpft, 27 % (n = 49) waren mindestens zwei mal geimpft. Von diesen 180 geimpften Masernfällen hatten jedoch ca. 37 % (n = 67) die Impfung als (möglicherweise zu späte) Riegelungsimpfung zur Verhinderung einer weiteren Übertragung der Masern erhalten.
("Epidemiologisches Bulletin", RKI, Nr. 48, S. 489, 02.12.2013)

Also, 1261 waren ungeimpft und 225 waren geimpft. Von 45 geimpften wusste man nicht, ob sie einmal oder zweimal geimpft waren. Von den übrigen 180 geimpften waren 131 (73%) einmal geimpft und 49 (27%) mindestens zweimal geimpft.
Von den letztgenannten 180 Geimpften kam bei 67 möglicherweise die Impfung erst nach der Infektion. Ob Ähnliches auch für einen Teil der anderen 45 geimpften zutrifft, wurde nicht gesagt.

Auch hier geht es nicht darum, ob es 49 oder vielleicht nur 35 doppelt Geimpfte sind, die betroffen waren. Es geht darum, dass es eine nicht zu vernachlässigende Zahl ist, dass es ein strukturelles Problem ist und, dass es nicht kommuniziert wird. Stattdessen wird versucht, es durch geschickte Formulierungen - wie in der Pressemitteilung - unter den Tisch zu kehren. Nur das Gegenteil wird nach außen gegeben: Die Masernimpfung hält ein Leben lang. Mit zwei Impfungen ist man ausreichend geschützt.

2. Einbruch der Immunität
Wer auch immer an den Masernfällen "schuld" ist. Vor den Impfungen hatten wir keine Masernfälle im Erwachsenenalter und es gab auch keine Masernpanik. Heute, nach den Impfungen, haben wir einen Einbruch der Immunität gegen Masern.
Die Impfungen haben eine Gefahr durch Masern geschaffen, die es vorher nicht gab. Und das ist eine große Sache: Absolute Zahlen und Gefahr durch Masern





4. Masern in den USA.

In den USA hatte die Masern-Impfung tatsächlich auch die Todesfallzahlen gesenkt, was in Deutschland und England nicht der Fall war.
Das lag an den großen Unterschieden in den Lebensverhältnissen in den USA. Das Wohlstandsgefälle in den USA war größer (Rassentrennung, mexikanische Einwanderer, geringere soziale Absicherung) und ist es auch immer noch als in Westeuropa. Je schlechter aber die Immunlage einer Bevölkerung ist, desto tödlicher sind die Masern.



4.1 Statistik - Infektionszahlen USA.

Dies ist die Grafik der Erkrankungsfälle an Masern, die nach der Impfung stark gesunken sind:

Die Quelle dieser Grafik ist Wikipedia, es kann aber jede beliebige Pro-Impf-Seite genommen werden, um ähnliche Angaben zu finden.

Was die Impfseite aber ungern zeigt, um nicht zu sagen nie, sind die Grafiken der Masern-Todesfälle, sei es die aus den USA oder die oben gezeigten aus England und Deutschland.
Zum einen sieht man an den beiden letzten Grafiken, dass die Einführung der Impfung keinen Einfluss auf die Todesfälle durch Masern hatte, was nicht so richtig toll ist, wenn man die Rettung durch die Impfung verkaufen will und zum anderen führt es irgendwann zu der folgenden Frage:
Wenn damals schon die Gefahr sehr gering war, an Masern zu sterben und diese Gefahr weiter sank und jetzt auch noch viele gegen Masern geimpft sind, warum sind die Masern auf einmal so gefährlich?
Wir kennen die Antwort: Die Mütter geben den Neugeborenen keinen Nestschutz mehr mit.





4.2 Statistik - Todesfallzahlen USA.

Die Grafik der Todesfälle aus den USA:

(Quelle: Health Sentinel, "United States Disease Death Rates", healthsentinel.com)

Und diese Grafik stimmt natürlich mit den oben gezeigten Grafiken aus Deutschland und England überein.

Genauso wie bei Keuchhusten, Tetanus, Pocken und allem anderen wird niemals gesagt, dass die Zahl der Todesfälle durch Masern bereits um 98% vor der Einführung der Impfung zurückgegangen ist und weiter sank, sondern es wird gesagt:
Die Impfungen waren es, die die Geißeln der Menschheit besiegt haben.


In den USA hatte die Masern-Impfung aber tatsächlich auch die Todesfallzahlen gesenkt, was in Deutschland und England nicht der Fall war.
Das lag an den großen Unterschieden in den Lebensverhältnissen in den USA. Das Wohlstandsgefälle in den USA war größer (Rassentrennung, mexikanische Einwanderer, geringere soziale Absicherung) und ist es auch immer noch als in Westeuropa. Je schlechter aber die Immunlage einer Bevölkerung ist, desto tödlicher sind die Masern.

Logarithmische Darstellung der USA-Kurve:
Die obige Masern-Todesfall-Kurve lässt sich auch logarithmisch darstellen. Eine logarithmische Darstellung kann Sinn machen, aber der Laie verliert dadurch das Gefühl dafür, wie steil die Masernzahlen tatsächlich gefallen sind.

USA-Grafik ab 1950
Wirklich manipulierend ist es, wenn die obige Grafik erst ab 1950 gezeigt wird.
Man konnte die Grafik nicht 1948 beginnen lassen, in dem Jahr gab es nämlich nur sehr wenige Maserntodesfälle, obwohl es keine Impfungen gab. Das würde Zweifel wecken. Und man konnte die Grafik nicht vor 1945 beginnen lassen, dann würde das drastische Sinken der Masernfälle bereits vor den Impfungen offensichtlich werden.

Es soll immer nur eine Botschaft gesendet werden: Die Impfungen haben uns gerettet.

(Quelle: Mystery Rays from Outer Space, "Measles amd vaccination"", Science, Vaccines, Virology)





5. Anstieg der frühkindlichen Atemwegserkrankungen seit den Impfungen.

Die Säuglinge waren vor frühkindlichen Atemwegserkrankungen mit dem RS-Virus geschützt. Der Nestschutz der Masern erstreckte sich auch auf diesen Masern-Verwandten.

In Bevölkerungen, die gegen Masern geimpft sind, stiegen die frühkindlichen Atemwegsinfekte durch den RS-Virus stark an.
Die folgenden Punkte zeigen Quellen und Zusammenhänge auf.




5.1 Belege für den Zusammenhang.

Die Beobachtungen in der zeitlichen Reihenfolge:
(1) USA 1980-1996
Eine Zunahme von Atemwegserkrankungen, verursacht durch RS-Viren, wurde zuerst in den USA beobachtet. Betroffen waren dabei vor allem Kinder unter einem Jahr, bei denen 81% der Fälle auftraten.

During 1988-1996, infant hospitalization rates for bronchiolitis increased significantly, while hospitalization rates for lower respiratory tract diseases excluding bronchiolitis did not vary significantly. [...] Averaging bronchiolitis hospitalizations during 1994-1996 and assuming that RSV was the etiologic agent in 50% to 80% of November through April hospitalizations, an estimated 51.240 to 81.985 annual bronchiolitis hospitalizations among children younger than 1 year were related to RSV infection.
(Shay DK, "Bronchiolitis-associated hospitalizations among US children, 1980-1996", 1999)

(2) Schweden
Kurze Zeit später traten diese Fälle in Schweden auf.

A total of 12.450 children had been hospitalized for the first time with LRD [Lower respiratory disease]. For children aged < 2 years a 100% increase in the rate of first time hospitalization for LRD was observed during the study period and children aged up to 1 year predominated.[...] We conclude that the increased rate of hospitalization for lower respiratory disease in infants of Stockholm County may reflect a true increase in the incidence of obstructive respiratory disease.
(Wickman M, "Hospitalization for lower respiratory disease during 20 yrs among under 5 yr old children in Stockholm County: a population based survey", 1998)

(3) Großbritannien
Eine ähnliche Zunahme wurde auch in einer britischen Studie beschrieben, aus der ich aus der abschließenden Diskussion zitiere:

Previous studies have suggested that `high risk' infants are the most important target group for intervention strategies. Our data suggest that the majority (98%) of children under 1 year of age hospitalized with reported RSV infection are not`high risk'. Our data show that spell duration and mortality is signicantly higher in `high risk' RSV patients but the major caseload of RSV occurred in otherwise healthy children.
(Müller-Pebody B, "Contribution of RSV to bronchiolitis and pneumonia-associated hospitalizations in English children, April 1995±March 1998", 2002)

(4) Deutschland
Diese Zunahme konnte dann auch in Deutschland beobachtet werden. Wobei eine Kinderbetreuung unter 3 Jahren, die eine Zunahme der Infektionen zumindest für Deutschland hätte erklären können, zu diesem Zeitpunkt in Westdeutschland und Kiel nicht vorhanden war.

LRI [lower respiratory tract infections], especially obstructive forms of LRI, are increasing in Germany as described earlier for the USA, UK and Sweden. The major burden is carried by children under 2 years. RSV is the single pathogen with the highest impact.
(Weigl, JA, "The descriptive epidemiology of severe lower respiratory tract infections in children in Kiel", 2005)

1. Offensichtliches
Die Masernimpfungen begannen zeitlich versetzt in den USA, Skandinavien, UK und dann in Deutschland. Im genau richtigen Abstand, 20 bis 25 Jahre später, als die geimpften Mütter Kinder bekamen, stiegen die frühkindlichen Atemwegserkrankungen durch den RS-Virus an, zuerst in den USA, dann Skandinavien und UK und zum Schluss in Deutschland.
In wenig gegen Masern geimpften Bevölkerungen gab es den Anstieg der frühkindlichen Atemwegserkrankungen nicht.

Da es sich bei dem RS-Virus weiter um einen Verwandten des Masernvirus handelt, ist die sehr naheliegende Annahme, wie auch die Autoren der gleich zitierten deutschen Studie schreiben, dass früher die durch die Mutter übertragenen Masernantikörper nicht nur vor zu frühen Masern, sondern auch vor zu frühen Atemwegserkrankungen schützten.

"Looking for a country specilic cause with an impact in the given time point in 1987 in the USA, about 1989 in Sweden and in Germany in the early/mid 1990s and acting via the mothers of these infants (via the immune constitution of these mothers), the introduction of measles vaccine in the USA in 1963, in Sweden in 1971 and in Germany in 1973 and the 20 to 25 years latency period of the growth of these mothers from childhood to childbearing age, seems a plausible hypothesis. The rising incidence rates of obstructive LRI [lower respiratory tract infections] in infants would parallel the rising vaccination coverage earlier in the referring population of mothers."
(Weigl, JA, "The descriptive epidemiology of severe lower respiratory tract infections in children in Kiel", 2005)

2. Gegenargumente der Impfbefürworter
"Das ist alles nicht sicher."

Dazu sind drei Dinge zu sagen:





5.2 Große Schwierigkeiten mit den frühkindlichen Atemwegserkrankungen.

Die Schwierigkeiten mit der Zunahme der RS-Virus Erkrankungen in früher Kindheit sind groß:

Nach aktuellen Schätzungen kommen RSV-Atemwegserkrankungen jedoch weltweit mit einer Inzidenz von 48,5 Fällen und 5,6 schweren Fällen pro 1.000 Kindern im ersten Lebensjahr vor.
(RS-Virus, Ratgeber für Ärzte)

Eine Übersichtsarbeit zur Letalität schwerer RSV-bedingten Erkrankungen der unteren Atemwege bei hospitalisierten Kleinkindern (≤ 2 Jahre) analysierte die Daten aus mehreren Primärstudien. Es zeigte sich, dass im Mittel 0.2% der Fälle bei Kindern ohne bekanntes erhöhtes Risiko, 1,2% bei Frühgeborenen, 4,1% bei Kindern mit bronchopulmonaler Dysplasie und 5,2% der Fälle bei Kindern mit angeborenem Herzfehler tödlich verliefen.
(RS-Virus, Ratgeber für Ärzte)





5.3 Umgekehrt: Geschützter Kontakt senkt das Allergierisiko.

Ist der Säugling hingegen durch den Nestschutz von der Mutter geschützt, dann macht ihm ein frühkindlicher Kontakt mit dem RS-Virus nicht nur nichts aus, sondern er profitiert noch davon.

Ich zitiere eine Studie aus dem Hygiene Hypothese-Kapitel:

Ein hoher Kontakt mit akuten Atemwegserkrankungen (in diesem Fall eine subklinische Infektion, also eine ohne Symptome) zwischen Schwangerschaft und dem ersten Lebensjahr, steht in Beziehung mit einem reduzierten Risiko für Asthma, Hautausschläge, Heuschnupfen und allergische Sensibilisierungen.
Der Kontakt in den ersten 9 Lebensmonaten zeigte den ausgeprägtesten Effekt. Die Risiken für alle aufgezählten Erkrankungen waren halbiert und statistisch signifikant.

(“Pre-natal and post-natal exposure to respiratory infection and atopic diseases development: a historical cohort study”, Anne Zutavern)





6. Die Gesamtzahl der Fälle von Enzephalitis (Gehirnentzündung) hat sich durch die Impfung nicht verändert.

Während vorher ein Großteil der Enzephalitis-Fälle durch Masern verursacht worden ist, sind es jetzt andere Erreger, die die Enzephalitis verursachen. Siehe die Studien im nächsten Punkt.

Das ist das generelle Problem bei Impfungen. Es wird überhaupt nicht untersucht, ob die Gesamtzahl einer Komplikation abgenommen hat oder nicht, sondern nur, ob die Komplikationen durch die geimpfte Infektion abgenommen haben. Das wird dann als Erfolg verbucht und kommuniziert. Dass sich die Gesamtzahl der Komplikationen nicht verändert hat, wird unter den Tisch gekehrt. Das zu verbreiten, daran hat auch keiner ein Interesse.

Es ist aber übliches biologisches Verhalten, wenn in einem Milieu ein Erreger bekämpft wird, dass die dadurch entstehende Lücke von anderen Keimen geschlossen wird. Zuerst müsste man also untersuchen, ob der Erreger, der danach kommt, besser oder schlechter als der Masernerreger ist, auf den wir gut angepasst sind.
Und in dem Fall, in dem nicht der Erreger, sondern eine zugrunde liegende Schwäche des Organismus für die Erkrankung verantwortlich ist, nützt ein Erregerwechsel sowieso nichts.

Was man im Falle der Masern auch noch berücksichtigen muss, ist, dass die Komplikationen durch Masern - infolge der verbesserten Lebensumstände, wie man an den Grafiken oben sehen kann - vor den Impfungen ohnehin stark sanken.

Davon, dass untersucht wird, ob die gesamte Gesundheit eines Kinder durch die Impfung besser oder schlechter geworden ist, ist an dieser Stelle noch gar nicht die Rede. Das wird sowieso nicht untersucht.



6.1 Andere Erreger verusachen jetzt Enzephalitis.

Die Fälle von Enzephalitis haben nach der Masernimpfung nicht abgenommen. Es sind jetzt nur andere Erreger, die die Enzephalitis-Fälle verursachen. Es ist der Organismus, der den Ausschlag gibt und nicht die Masern.

Wenn wir die Todesfälle durch die Spätfolgen einer Maserninfektion (SSPE) im Säuglingsalter ausklammern, denn bei diesen spielen, wie gesehen, die Impfungen stark hinein, dann haben sich die Todesfälle durch Gehirnentzündung (Enzephalitis) im Kindesalter nach den Impfungen nicht verändert.
Zwar ist es so, dass jetzt nicht mehr die Masern für diese Enzephalitis-Fälle verantwortlich sind, aber die Verursacher-Rolle haben andere Erreger übernommen.

Es spricht vieles dafür, dass es vor allem an der Schwäche des zugrunde liegenden Organismus liegt, ob ein Infekt Folgen hat oder nicht. Und wenn diese Schwäche da ist, dann wird die Enzephalitis nach kurzer Zeit durch andere Erreger ausgelöst.

Die Enzephalitis wird jetzt durch andere Keime verursacht:
The microbial diagnosis was considered proven or suggested in 110 cases; varicella zoster, respiratory and enteroviruses comprised 61% of these, and adeno, Epstein Barr-, herpes simplex and rota viruses comprised 5% each. A clearcut change seems to have occurred in the aetiology of encephalitis. Mumps, measles, andrubella virus associated encephalitides have been almost eliminated. Varicella zoster, respiratory, and enteroviruses have increased in frequency and occur in younger age groups. New causes were identified, especially Chlamydia pneumoniae and HHV-6 [Herpes-Virus]. Our data should assist in making a specific diagnosis and defining appropriate antimicrobial therapy.

Die Folgerung der Studie war:
The spectrum of encephalitis in children has changed due to vaccination programs. The incidence, however, appears to be about the same due to increasing frequency of other associated old and new microbes.
(M. Koskiniemi, „Epidemiology of encephalitis in children. A prospective multicentre study“, 1997)

(i) Gegenargumente der Impfbefürworter
"Die Studie verwendet Daten, nachdem die Enzephalitis Rate durch die Masernimpfung bereits um 30% zurückgegangen war."

Stellungnahme dazu:
Die Autorin verwendet Enzephalitisdaten von 1974 als Vergleich.
Die Masernimpfungen haben in Skandinavien wohl tatsächlich etwas früher eingesetzt.
Allerdings ist es so, dass die Impfraten anfangs immer nur langsam steigen und dazu kommt, dass auch mehrere Jahrgänge geimpft werden müssen. Im Gegensatz zu einer bestehenden Impfung, bei der immer nur ein Jahrgang geimpft werden muss.
Der Einfluss der Impfungen kann daher 1974 noch nicht groß gewesen sein, abgesehen davon, dass die Masern-Komplikationen auch ohne Impfungen zurückgegangen sind.
Selbst wenn die Autorin hier großzügiger gearbeitet haben sollte, was belegt werden muss und nicht mal nur eben behauptet werden kann, so bleibt das prinzipielle Ergebnis bestehen: Nach einem Rückgang der Enzephalitis-Fälle stiegen die Zahlen wieder an und andere Erreger haben den Masern-Erreger abgelöst.

Eine amerikanische Studie hat dasselbe festgestellt, begann aber schon 1950 und damit vor jedem Einfluss durch eine Impfung.
(siehe: Beghi E, „Encephalitis and aseptic meningitis, Olmsted County, Minnesota, 1950-1981?, 1984)




7. Heilende Wirkung von Masern.

Masern haben therapeutische Wirkung bei einigen Erkrankungen. Vier Erkrankungen werden vorgestellt.
Durch das Zurückdrängen der Masern und den starken Verschiebungen des Masernalters kann es keine aktuelleren oder größere Studien geben.

Interessant ist ebenfalls, wenn es um heilende Wirkungen durch akute virale Infektionen geht, dass immer die Masern dabei sind.




7.1 Nephrotisches Syndrom (Nierenerkrankung)

Das nephrotische Syndrom ist eine Nierenerkrankung. Für das nephrotische Syndrom werden drei Berichte zitiert.
Die Beobachtung, dass Masern einen günstigen Effekt auf das nephrotische Syndrom ausüben, ist sehr alt, was darum frühzeitig Gegenstand von Studien wurde.

(i) Bereits in einer Studie von 1947, die selber den Effekt von Masern auf das nephrotische Syndrom untersuchte, wird in der Zusammenfassung geschrieben:
Reports of four or five complete cures of nephrosis by infection with measles were found in reviewing the literature. Modification of the nephrosis in patients with measles has often be reported. Infection with measles has been more effective in causing a remission of nephrosis than any other therapeutic agent that we have used.
(Blumberg RW, Cassady HA, "Effect of Measles on the Nephroitc Syndrom", 1947)

(ii) Aus einer Studie von1948:
Several reports have been published indicating the beneficial effect of measles on the course of the nephrotic syndrome in children. In this hospital the various types of treatment generally recommended for nephrosis, including use of acacia, plasma and protein hydrolysates together with low salt diet, have given little permanent beneficial effects, in contrast to the gratifying improvement that frequently occurs after an attack of measles. This paper deals with a report of 3 cases in which to date the improvement has been permanent.
(Meizlik EH, "Benefical effect of Measles on Nephrosis", 1948)

(iii) Das Werk "The Nephrotic Syndrome" über das Nephrotische Syndrom, aus dem Jahr 1988, fasst die bis dahin gewonnen Erkenntnisse zusammen:
The ability of measles to cause remission in childhood nephrotic syndrome was recognized many years ago and vaccination with measles was used therapeutically but was effecitve only in patients receiving it asa primary immunization. [...] Many other infections have been noted to produce a complete or partial remission of nephrotic syndrome in children, such as streptococcal and staphylococcal disease, pneumonia, varicella, typhoid and malaria. Infections in general may modify the immune response, including the activation of marcophages, with the obvious hint that improvement in the nephrotic syndrome is related to this alterations in the host's immun system.
(The Nephrotic Syndrome, J. S. Cameron, S. 195)





7.2 Epilepsie

Nach akuten viralen Infektionen werden starke Verbesserungen bei epileptischen Anfällen beobachtet.

(i) In dieser Studie von 2004 wurden entsprechende Fälle in über Japan verteilten Kinderkliniken untersucht.
Die berichteten epileptischen Anfälle verschwanden innerhalb von 2 Wochen nach viralen Infektionen wie dem Rotavirus, Masern oder Mumps. Das Alter der Patienten lag zwischen 6 Monaten und 17 Jahren.

In general, epileptic seizures become more serious following infections. However, transient and permanent improvement of epileptic seizures has been observed following acute viral infections, without a recent change in anti-epileptic therapy. Questionnaires were sent to 73 institutions, throughout Japan, where pediatric neurologists care for children with epilepsy to characterize this phenomenon through clinician survey. Completed surveys were received from 11 institutions, and 21 cases were selected for the study. The age of the patients were 6 months to 17 years. The West syndrome or epilepsy subsequent to West syndrome cases were 16 out of 21. Two cases of symptomatic generalized epilepsy and one case each of symptomatic partial epilepsy, continuous spike-waves of slow sleep and severe myoclonic epilepsy in infancy were also reported. These seizures disappeared within 2 weeks subsequent to viral infections such as, exanthema subitum, rotavirus colitis, measles and mumps. The disappearance of intractable epileptic seizures following acute viral infections might be related to the inflammatory processes or the increased levels of antibodies after viral infections.
(Yamamoto, H., "Spontaneous improvement of intractable epileptic seizures following acute viral infections", 2004)

(ii) Eine weitere Studie, 7 Jahre später, berichtet von denselben Verbesserungen, ebenfalls nach Masern- und Rotavirus-Infektion, sowie nach Drei-Tage-Fieber.

In this study, we report 11 patients with intractable childhood epilepsy that improved following acute viral infection. The patients were 8 boys and 3 girls. Six of the 11 children were diagnosed as West syndrome. The remaining 5 children were myoclonic seizures. The patients became seizure free within 6 days following acute viral infections without an exchange or addition of antiepileptic drugs. The types of acute viral infections were Exanthema subitum in 5 patients, Rotavirus gastroenteritis in 2 patients, Measles infection in 2 patients, Herpetic stomatitis in 1 patient and Common cold in the remaining patient. [...] Four patients became seizure free for 5 years to 20 years. In 6 patients, seizures relapsed within 14 days to 1 month after the disappearance of seizures. One child remained seizure free for 12 months after viral infection. Common factors in 4 children who were continuously seizure free include (1) normal or almost normal findings of brain CT/MRI, (2) normal development prior to the onset of epileptic seizures, and (3) a short time interval between the onset of seizures and the acute viral infection. We propose several hypotheses including an immunological effect for the improvement of intractable childhood epilepsy following acute viral infection.
(Fujita J, "Improvement of intractable childhood epilepsy following acute viral infection", 2011)

Die Autoren der ersten Studie merkten an, dass es trotz der bisherigern Beobachtungen zu keiner Änderung in der Anti-Epilepsie-Therapie gekommen ist. Das ist allerdings auch etwas, was mich nicht überrascht.




7.3 Neurodermitis

Gängige Beobachtungen, die von Verbesserungsschüben bei Masern nach Neurodermitis berichten, wurden von einer japanischen Studie aufgegriffen. Es wurden fünf Patienten mit Neurodermitis (Atopic Dermatitis) nach einer Maserninfektion beobachtet.
Bei einem Patienten verschwand die Verbesserung der Erkrankung durch Masern nach kurzer Zeit wieder, bei den anderen vier Patienten war die Verbesserung lang andauernd.

Five patients with atopic dermatitis (AD) who were sensitive to hen's egg were observed before and after natural measles virus infection. Within 4 weeks of natural measles virus infection, the eczematous lesions clearly improved in four of the five patients in whom neither offending foods were eliminated, nor anti-allergic drugs, systemic steroids and steroid ointment administered.
(Kondo N, "Improvement of food-sensitive atopic dermatitis accompanied by reduced lymphocyte responses to food antigen following natural measles virus infection", 1993)




7.4 (Hodgkin-Lymphom (Lymphdrüsenkrebs))

Auch Lymphdrüsenkrebs kann sich nach einer Maserninfektion zurückbilden, wie zwei Beispiele aus dem Lancet zeigen.
In diesen Zusammenhang passt gut, dass der Masernvirus in der Krebsforschung, aufgrund solcher Eigenschaften, zur Krebsbekämpfung eingesetzt wird. Ein Sachverhalt, auf den das Krebskapitel zurückkommen wird.

(i) Polen 1971
I should like to draw attention to the following observations in children with Hodgkin's disease after measles. Of 98 children with histologically proven Hodgkin's disease treated in our department, 3 contracted measles while under observation. I was impressed by the striking improvement in their state of health just after measles. The lymph-nodes became smaller, fever fell, the erythrocyte-sedimentation rate became normal, and the blood-supply to the skin improved.

After measles 2 of the children had one slight relapse each, one child in the 19th month, the other in the 26th month. After treatment both are now in good health, in the 4th and 6th year after the diagnosis of Hodgkin's disease. The third child has enjoyed an uneventful remission for 6 years since measles. He is now in very good condition, in the 7th year after the diagnosis of Hodgkin's disease. By chance none of these 3 children had been treated with X-rays, cytostatics, or adrenal hormones for at least three weaks before contracting measles.
(Zygiert Z, "Hodgkin's Disease: Remissions afters measles", 1971)

(ii) Nigeria 1981
A 7-year-old Nigerian girl presented with a 5 month history of swelling in the right side of the neck and intermittent fever. She had enlarged, mobile, discrete, and non-tender lymph-nodes. The neck circumference was 35 cm; the main mass measured 12 x 9 cm and the whole mass was 26 x 13 cm. A diagnosis of Hodgkin's disease was entertained. Before the biopsy report became available the patient acquired measles and the masses regressed over the period of one week. The neck circumference was 29 cm and the main mass (8 x 7,5 cm) and the whole mass (21 x 8 cm) were also reduced. Histology confirmed Hodgkin's disease of the lympocyte predominant type. Chemotherapy was instituted 10 days after clinical recovery from measles. The masses regressed further, but she discharged herself a few days later. In the light of this finding and previous reports, we are proposing a trial of attenuated live measles vaccine as in adjuvant to chemotherapy in the treatment of Hodgkin's disease in children.
(Taqi AM, "Regression of Hodgkin's Disease after measles", 1981)




7.5 Burkitt-Lymphom (Lymphdrüsenkrebs)

Das Burkitt-Lymphom ist eine Form des Lmyphdrüsenkrebs.
Im Gegensatz zum Hodgkin-Lymphom von oben, kommt dieser Lymphdrüsenkrebs aus dem Bereich der Non-Hodgkin-Lymphome.

Selbst Masernviren können gesund machen – das weiß die Medizin seit 40 Jahren. Damals berichteten britische Mediziner in der Fachzeitung "Lancet" über eine Art Wunderheilung. Sie hatten in Uganda einen kleinen Jungen beobachtet, dem ein Tumor des Immunsystems, ein Burkitt-Lymphom, das halbe Gesicht entstellt hatte . Bis sich der Junge mit den Masern ansteckte - und der Tumor verschwand. Der Wissenschaftler Guy Ungerechts möchte dieses Wunder nun wiederholen. Er will Krebspatienten absichtlich mit der Kinderkrankheit anstecken, um den Tumor in ihrem Körper zu bekämpfen – als erster in Europa.
("Virus als Krebszellenkiller", Deutschlandfunk, 02.01.2014)




8. Masern tragen zur Entwicklung des kindlichen Immunsystems bei.

Bei Impfungen interessiert überhaupt nicht, ob sich durch die Impfungen das Erkrankungsalter nach oben oder unten verschoben hat, ob es einen Einbruch der Immunität der Bevölkerung gegen diese Erkrankung durch die Impfung gibt oder, ob die Infektion durch die Impfungen gefährlicher geworden ist.

Wie wir im Enzephalitis-Kapitel gesehen haben, interessiert nicht einmal, ob die Gesamtzahl einer Kompliaktions-Art zurückgegangen ist oder, ob jetzt nur andere Erreger die Verursacher sind. Warum auch? Gegen die impft man dann ein andermal.

Den einzigen Erfolgsparamter, den eine Impfung gegen eine Kinderkrankheit hat, ist die Veringerung der Zahl der Infektionen. Ob sie gefährlich waren oder nicht, ist egal. Danach werden sie es eh.
Bei Tetanus ist nicht einmal das die Frage, sondern nur, ob bestimmte Antikörper im Blut gemessen werden können. Auswirkungen daraus? Können in der Realität nicht untersucht werden, da es nicht ethisch wäre, jemanden nicht gegen Tetanus zu impfen. Ein Unterschied gegenüber nicht geimpften ist in der Realität jedenfalls nicht feststellbar.

An dieser Stelle dürfte schon klar geworden sein, dass eine Frage wie:
"Wurde die Gesamt-Gesundheit des Kindes nach der Impfung besser, blieb sie gleich oder sank sie gar?"
für Impfleute gar nicht existiert.

Und noch viel weniger wurde so etwas vor einer Massen-Impfung gegen irgendeine harmlose Infektion jemals untersucht.

Tatsächlich sind diese Fragen jedoch alles andere als fernliegend. Abgesehen davon, dass es verantwortungsvoll oder auch nur wissenschaftlich wäre, die Auswirkungen zu untersuchen, bevor man so gut wie alle Kinder zweimal impft, sind die Hinweise auf die Bedeutung von Infektionen für das kindliche Immunsystem Legion.
Genauso beobachtet man die Verschiebungen der Erkrankungsalters bei Windpocken, Keuchhusten, Masern, Influenza und den sinkenden Nestschutz bei Säuglingen nach Massenimpfungen.



8.1 Fehlende Masern und Allergien.

Aufgrund der mangelnden Stimulation des Immunsystems in der Kindheit kommt es zu dem großen Anstieg von Allergien, Autoimmunerkrankungen, Leukämie und Lymphdrüsenkrebs. Masern tragen zur Stimulation des Immunsystems in der Kindheit bei.

Frühkindliche Infekte sind wichtig für die Entwicklung des Immunsystems. Auch Masern trugen bis zu den Impfungen ihren Teil dazu bei.

Ein unzureichend entwickeltes Immunsystem führt in der Folge zu Problemen. Die beständig wachsenden Zahlen der Erkrankungen, die mit dem Immunsystem zusammenhängen, wie Allergien, Autoimmunerkrankungen und Leukämien zeigen die Zusammenhänge auf.

Es folgt ein Beispiel zu Masern und Allergien und dann der Verweis auf das entsprechende Kapitel.

Masern und Asthma

Die Masern waren, unabhängig von anderen Faktoren, mit einem reduzierten Asthma-Risiko verknüpft.

(Wickens et al., "Family size, infections, and asthma prevalence in New Zealand children.", Epidemiology. 1999 Nov;10(6):699-705.)

Weitere Studien und die Gründe, warum impfen schwächt finden sich im Allergiekapitel: Fehlende Infekte und Allergien





8.2 Fehlende Masern und Krebs.

Eine Kinderkrankheit wie Masern sorgt für weniger Krebs in der Kindheit und im Erwachsenenalter.
Es folgt ein Beispiel zu Masern und Krebs und dann der Verweis auf das entsprechende Kapitel.

Masern und Lymphdrüsenkrebs

Für Masern wurde ein vorbeugender Schutzfaktor vor Lymphdrüsenkrebs festgestellt.

(Montella M, „Do childhood diseases affect NHL and HL risk? A case-control study from northern and southern Italy", 2006)

Eine Übersicht über die Studienlage findet sich im Kapitel "fehlende Infekte und Krebs": Fehlende Infekte und Krebs




9. Häufige Anmerkungen zu Masern

Im Folgenen werden häufige Feststellungen und Anmerkungen zu Masern wiedergegeben.



9.1 "Die Masernimpfung hat die Masernsterblichkeit um 500.000 Fälle pro Jahr gesenkt"

Es ist richtig, dass die Masernimpfung die Sterblichkeit in der Dritten Welt stark gesenkt hat.
Wenn unzureichende Ernärhungsbedingungen vorherrschen, ist die Immunlage entsprechend schlecht und damit können auch Kinderkrankheiten tödlich verlaufen. Am Welternährungstag 2013 wurde darauf hingewiesen, dass 842 Millionen Menschen weltweit hungern.
(Tagesschau.de, "842 Millionen Menschen hungern", 01.10.2013)

Das grundsätzliche Problem in den Enwicklungsländern ist die Unterernährung, nicht die Masern.

Eine schwache Immunlage der Bevölkerung sorgt übrigens nicht nur dafür, dass Masern tödlich verlaufen können, sondern auch dafür, dass sie früher im Leben eintreten können. Dieser Sachverhalt zeigt ebenfalls, was allerdings auch die Medizin so sieht, dass es nicht allein die Antikörper sind, die die Dauer der Nestschutzes bestimmen, sondern dass es eine Kombination aus mehreren Faktoren ist.

Aus einem Buch zur klinischen Virologie von 1985:
In der Dritten Welt muss man mit 10 bis 15% Maserninfektionen bereits im ersten Lebensjahr rechnen, der Erkrankungsgipfel liegt im zweiten Lebensjahr. [...] Hinzu kommt, dass bei diesen häufig chronisch unterernährten Kindern das Immunsystem geschwächt ist, so dass die Virusausscheidung dreimal länger als bei normal ernährten Kindern anhät.
(Gsell O "Klinische Virologie", 1986, S. 438)

Wir hatten oben gesehen, dass sich in Deutschland der Erkrankungsgipfel schon 1965 zur Gruppe der 3-7- jährigen verschoben hatte

Genauso richtig wie es jedoch ist, dass die Masernimpfung die Masernsterblichkeit in der Dritten Welt stark gesenkt hat, ist es auch richtig, dass die Impfung das in Deutschland nicht getan hat. Die Masern-Sterblichkeit ist hier aufgrund der Lebensbedingungen von alleine zurückgegangen.
Das Gegenteil ist der Fall, hier in Deutschland verursacht die Masernimpfung die aufgezeigten Probleme und damit eine immer schärfere Gangart der Impfbefürworter. Die ständigen Forderungen nach einer Pflichtimpfung dokumentieren das leicht.





9.2 "Die Masern-Enzephalits liegt bei einem Risiko von 1:1000"

Dazu sind zwei Dinge zu sagen:
1. Die Masernimpfungen haben die Masern ins Säuglingsalter verschoben.
Im Säuglingsalter steigt das Enzephalitis-Risiko stark.

2. Die Masern sind heute ebenfalls im Erwachsenenalter, wo sie früher auch nicht waren.
Im Erwachsenensalter steigt das das Enzephalitis-Risiko stark. (siehe oben: Verschiebung ins Erwachsenenalter).

Kurz vor Beginn der Impfungen waren so gut wie nur noch - infolge der verbesserten Lebensbedingungen - vernachlässigte und immunschwache Kinder von Masernfolgen betroffen. Und auch diese Fälle sanken.
Heute hingegen ist jeder Säugling bei Kontakt gefährdet.

Das hohe Enzephalitis-Risiko bei Masern von 1:1000 gibt es erst seit den Impfungen.

Die Masern-Impfungen haben das Enzephalitis-Risiko drastisch erhöht. Und damit wird jetzt für mehr Impfungen argumentiert.
Ohne natürlich den Zusammenhang offen zu legen.





9.3 "Masern nehmen in 10-20% der Fälle einen schweren Verlauf?"

Masern nehmen in 10-20% der Fälle einen schweren Verlauf, der eine Aufnahme in ein Krankenhaus erforderlich macht. Dazu gehören neben dem sehr hohen Fieber auch Lungenentzündungen und Hirnhautenzündungen.

Diese Zahlen sind sicher richtig, was die Situation betrifft, die nach den Masernimpfungen herrscht.
Die Zahlen kommen jedoch dadurch zustande, dass die Masernimpfungen das Masernalter verschoben haben.
Zum einen können die Masern jetzt eher eintreten als das früher der Fall war, wo die Säuglinge Nestschutz durch die Mütter hatten und zum anderen haben wir jetzt viele Fälle im Erwachsenenalter, in dem Masern sehr schwer verlaufen.
Ohne Impfungen hätten wir die ganzen Masern im Säuglingsalter mit den verzögerten Todesfällen nicht und ohne Impfungen hätten die Erwachsenen die Masern als Kind gehabt und die Zahl der Komplikationen wäre ebenfalls nicht so hoch.
Die zitierten Zahlen beschreiben die Situation, wie sie sie uns die Masern-Impfungen beschert haben.




9.4 "Masern und Masern-Impfung verleihen denselben Nestschutz."

In anderer Form lautet die Aussage auch: "Masern und Masern-Impfung sind völlig identisch."

Eine Erklärung, warum beides denselben Nestschutz verleihen soll, könnte so aussehen:
Der Aufbau des Nestschutzes funktioniert für Krankheiten, die die Mutter selbst durchgemacht hat, sowie für solche, gegen die sie aktiv geimpft wurde. Auch die Masernimpfung ist eine aktive Impfung – Säuglinge, deren Mütter gegen Masern geimpft sind, sollten also [...] einen Nestschutz gegen die Masern aufweisen.

Dazu ist zu sagen: Die Impfung ist gegenüber der Infektion abgeschwächt, was man ja auch daran sieht, dass der Organismus weitaus weniger Krankheitsanzeichen entwickelt und das Kind nicht eine Woche mit hohem Fieber im Bett liegen muss.

Dass die Impfung ausreicht, um eine gewisse Immunität gegenüber Masern aufzubauen, sieht man in der Realität leicht an dem starken Rückgang der Maserninfektionen, wenn geimpft wird. Aber schon hier ist die Immunität durch die Infektion stärker, worauf gleich noch zurückgekommen wird.
Dass die abgeschwächte Impfung aber bei allem anderen - hier den Nestschutz - eine ähnliche Wirkung wie die Infektion hat, muss gezeigt werden und kann nicht einfach nur behauptet werden. Oder anders: In der Realität sieht man genau das Gegenteil. Nämlich, dass der Nestschutz durch Impfung - im Gegensatz zu früher - nicht mehr ausreicht.

Ein paar Punkte, die zeigen, dass beides nicht identisch ist:

Sowohl Erkrankung als auch Impfung verleihen zwar eine Immunität vor Masern, aber ansonsten laufen im Organismus erheblich unterschiedliche Vorgänge ab. Allein schon das vorhandene Fieber macht einen großen Unterschied auf das aus, was im Organismus passiert.

Wer behauptet, dass - bis auf das Unangenehme der Masern - alle anderen Vorgänge im Organismus gleichwertig ablaufen, möge das bitte auch belegen.
Oder zeigen, dass die angesprochenen Punkte, die nach der Masernimpfung aufgetreten sind und erklärbar mit ihr zusammenhängen, nichts mit der Masernimpfung zu tun haben. Und nicht die Impfgegner das Umgekehrte.




9.5 "Meine Masern waren aber so schwer."

Es gibt mehrere Gründe, warum Masern schwer verlaufen können.

Neben diesen "objektiv" schweren Masern-Verläufen, die tatsächlich stattfinden, gibt es jedoch auch die "subjektiv" schweren Masernverläufe und die Veränderung des Masernverlaufs mit der Zeit.

An dieser Stelle sei auch nochmal die vorübergehende Infektionskrankheit gegen eine chronische, also eine bleibende, Erkrankung gestellt oder nur gegen eine Zahnbehandlung. Wenn mit demselben Aufwand versucht würde, Zahnbehandlungen und chronische Erkrankungen zu bekämpfen, wie die vorübergehenden Infektionskrankheiten, dann wären wir um einiges weiter.
Aber halt, das wird es ja. Nur mit denselben Mitteln. Symptome werden bekämpft, Cortison kommt drauf und der Karies wird weggebohrt und das gilt dann als Heilung. Zumindest dort, wo es nicht wie bei Krebs, keine Symptombehandlung mehr gibt.




9.6 "Der Masern-Todesfall ereignete sich im üblichen Masernalter, nicht im Säuglingsalter."

Wenn man sich die Statistiken aus Deutschland, England und den USA von vor den Masernimpfungen ansieht, waren die Todesfälle durch Masern sehr selten geworden. Von Schäden durch Masern waren noch vernachlässigte und immunschwache Kinder betroffen. Und auch diese Fälle nahmen weiter ab.
Seit mehr als 10 Jahren, die Zahlen davor sind mir nicht bekannt, ist in Deutschland auch kein Kind mehr durch Masern im üblichen Masernalter gestorben.
Dennoch kann es auch diesen seltenen Todesfall im üblichen Masernalter geben. Also einen Todesfall durch Masern, der nicht dadurch bedingt ist, dass die Impfungen das Masernalter ins Säuglings- oder Erwachsenenalter verschoben haben.

Wenn das einmal der Fall ist, dann ist die Frage:
Haben durch die Masernimpfungen auch die Fälle durch Gehirnentzündungen insgesamt abgenommen? Oder werden die Fälle von Gehirnentzündung jetzt nur durch andere Erreger verursacht?

Für Finnland und die USA zeigen die im entsprechenden Kapitel (Erregerverschiebung) aufgeführten Studien, dass die Zahl der Fälle durch Gehrinentzündung nicht abgenommen hat, sondern dass nur der auslösende Erreger gewechselt hat.

Es muss in so einem Fall also die Frage gestellt werden:
Wieviele Fälle von Gehirnentzündung gab es vorher in der entsprechenenden Region/Land und wieviele gibt es jetzt?
Es als einen Erfolg zu verkaufen, dass es diese Fälle durch den Masernerreger nicht mehr gibt, die Gesamtzahl der Fälle aber gar nicht abgenommen hat, ist nicht seriös.




9.7 Masern sind keine Kinderkrankheit.

Die richtige Aussage wäre: Die Masern sind keine Kinderkrankheit mehr.

Oder noch genauer, um das Warum gleich zu klären:
Die Masern sind seit den Impfungen keine Kinderkrankheit mehr.

So genau kann das aber nicht formuliert werden, denn sonst könnte jemand auf die abwegige Idee kommen, dass Impfungen schuld an etwas Negativem wären. Und damit dieser Irrtum nicht passieren kann, werden genaue Formulierungen oder das Aufklären über das Warum tunlichst vermieden.
Masern sind gefährlich und es muss mehr geimpft werden. Das muss reichen.




9.8 "SSPE ist keine neue Erkrankung"

SSPE ist eine Nachfolgeerkrankung von Masern, die erst nach vielen Jahren ausbricht und dann - ebenfalls über mehrere Jahre hinweg - immer tödlich verläuft.
Erstmals im medizinischen Wörterbuch, dem Pschyrembel, wird SSPE 1982 erwähnt.

Weiteres:
- SSPE ist eine besondere Form der Enzephalitis.
- SSPE tritt nur nach Masern auf, im Gegensatz zur Enzephalitis, die nach vielen Infektionen auftreten kann.

Sehen wir uns an, was das medizinsche Wörterbuch, der Pschyrembel, dazu sagt:
Pschyrembel, 253. Auflage, 1977:
Komplikationen: [...] 5. Enzephalitis. Es folgt eine Ausführung dazu, wie Enzepahiltis bei Masern aussehen kann. Keine Erwähnung von SSPE.
(Pschyrembel, Masern, 1977)

Pschyrembel, 254. Auflage, 1982:
Komplikationen: [...] 5. Enzephalitis. [...] Als eine seltene, schwere Masernkomplikation gilt auch die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE), die zu den Slow virus infections gerechnet wird.
(Pschyrembel, Masern, 1982)

Pschyrembel, 255. Auflage, 1985:
Identischer Text wie zuvor.
(Pschyrembel, Masern, 1985)

Pschyrembel, 256. Auflage, 1990:
Komplikationen: [...] 5. Enzephalitis. Fast identischer Text wie vor.
(Pschyrembel, Masern, 1990)

1. Risikofaktoren
SSPE kann vor allem auftreten, wenn die Masern sehr früh im Leben kommen.

Die Masern können unter zwei Bedingungen sehr früh im Leben auftreten:

Nun hatten vor 100 Jahren fast alle die Masern und sehr viele auch sehr früh, genauso wie in der Dritten Welt. Außerdem ist SSPE als Masern-Folge auch nicht auf Masern in den ersten beiden Lebenjahren begrenzt (Eine Quelle sprach von 80% der Fälle, eine andere von 50%).
Oder mit anderen Worten: Da vor 100 Jahren alle die Masern hatten und das auch noch früh - also in der Hochrisikozeit für SSPE - hätte es damals überaus viele SSPE Fälle geben müssen.

Zwar wäre die Erkrankung damals nicht mit Masern zusammengebracht worden, da die Fälle erst Jahre später auftreten, aber es hätte die Beobachtung geben müssen, dass in einem großen Stil Kinder in einem Alter von ca. 10 Jahre aus heiterem Himmel an einer "komischen" Erkrankung erkranken. Erst sind sie dann über eine sehr lange Zeit schwer beeinträchtigt und danach sterben sie sicher.
Ähnlich wie beim plötzlichen Kindstod hätten Eltern ständig in der Sorge leben müssen, dass ihr völlig normal entwickeltes Kind im Alter von 10 Jahren plötzlich an dieser Erkrankung erkrankt und stirbt.

Eine derartige Beobachtung gab es aber nicht. Und wenn es sie nicht gab, dann ist die Frage, warum tritt SSPE auf einmal heute so häufig auf? Heute, wo wir sehr viel weniger Masernfälle haben?

Was auch immer die Erklärung dafür ist, für mich hängt sie ebenfalls mit der zunehmenden Schwäche des Immunsystems bei Kindern zusammen, die wir feststellen. Die Immunkompetenz der Kinder ist heute, durch die zugenommene Hygiene und Impfhygiene, nicht mehr so groß wie früher.
Das nicht mehr richtig funktionierende Immunsystem, das immer mehr Leukämien, Asthma, Neurodermitis, Heuschnupfen, Diabetes Typ 1 und Multiple Sklerose zulässt, kann auch nicht mehr den "eingelagerten" Masernvirus in Schach halten.

Weiteres zu SSPE und Masern: SSPE und Masern (pdf extern, von impfentscheid.ch)

2. Genauer
Über die Häufigkeit von SSPE:

Nach der Maserninfektion sind Kleinkinder gefährdet, noch Jahre später an einer lebensbedrohlichen Gehirnentzündung zu erkranken. Neue Erkenntnisse zeigen, dass dieses Risiko größer ist als bisher angenommen. [...]

Nach neueren Erkenntnissen tritt diese schreckliche Komplikation viel häufiger auf als früher angenommen. Allein zwischen 2003 und 2009 sind hierzulande 39 Kinder und Jugendliche vor ihrem 16. Geburtstag an SSPE erkrankt, berichten Katharina Schönberger vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und ihre Kollegen von der Universität Würzburg.

Galt früher die Annahme, dass diese spezielle Spätkomplikation der Masern in einem von 100.000 Fällen auftritt, errechnet sich ein SSPE-Risiko für Kinder, die sich mit akuten Masern in einem Alter unter fünf Jahren angesteckt haben, auf einen Wert von 1 zu 3.300. Ihre Studie haben die Forscher in der Fachzeitschrift PLOS One veröffentlicht.
(Lajos Schöne, "SSPE häufiger als angenommen", 10.03.2014, zm-online.de)

Diese Erkrankung gab es früher nicht oder nur marginal. Sie taucht auch im medizinischen Wörterbuch, wie gesehen, erst ab 1982 auf.

Früher hatten nahezu alle die Masern und - in ernährungsmäßig schlechteren Zeiten - auch schon sehr früh.
Es gibt aber keine Berichte über eine Erkrankung, die früher in hoher Zahl im Alter von ca. 10 Jahre - aus heiterem Himmel, mit den drastischen SSPE Symptomen - bei Kindern auftrat.
Wenn wir die jetzt festgestellte Quote von 1:3.300 zugrunde legen, dann hätte es in Deutschland, bei Geburtsjahrgängen von 1 Million Kinder pro Jahr, aber fast 300 dieser Fälle im Jahr geben müssen. Und noch früher noch mehr, da die Masern früher einsetzen, je schlechter die Lebensbedingungen sind und damit steigt das SSPE Risiko.
Aber es gab nichts.

Warum haben wir heute, bei wenig Masernfällen, so viele SSPE Fälle?

Die Masernnachfolgeerkrankung (SSPE), die eben im Alter von 10-14 Jahren ausbrechen kann und zum Tode führt, ist nicht nur eine Folge von frühen Masern, sondern eine Folge von frühen Masern und einem unterentwickelten Immunsystem.
Ganz früher - als der Nestschutz der Mutter noch durch Mangelernährung reduziert war und nicht durch die Impfungen - hatten die Kinder auch alle sehr früh die Masern. Dennoch gab es diese Masern-Nachfolge-Erkrankung so gut wie nicht.
Es ist stark anzunehmen, dass ein normal entwickeltes Immunsystem den Masernvirus - wie alle anderen Viren und Bedrohungen auch, die im Organismus gespeichert bleiben (z. B. Windpocken, TBC) - problemlos ein ganzes Leben in Schach hält. Das ist heute aber, durch die sich - infolge der Überhygiene - nicht mehr richtig entwickelnden Immunsysteme, immer weniger der Fall.





9.9 "Masern sind zwar gefährlicher geworden, aber die absoluten Zahlen sind gesunken."

1. Prolog
Die Masernimpfung hat die Masern zu einer Gefahr für jeden Säugling gemacht.
Als die Impfungen begannen, waren nur noch wenige, vor allem vernachlässigte Kinder gefährdet und auch diese Zahlen sanken.

Etwas, was vorher weitgehend harmlos war, zu einer Gefahr für alle und dann noch für die schwächsten zu machen, ist eine riesen Nummer.
Um so etwas zu rechtfertigen, wenn das überhaupt möglich ist, müsste es gewaltige Argumente für die Impfung geben.
Es gibt aber gar nichts. Nur das Gegenteil: Angstmacherei, einseitige Informationen und eine Ausrottungs-Ideologie.

2. Absolute Zahlen, relative Zahlen, früher, heute, hier, Afrika, alles egal.
Die absoluten Zahlen an Schäden durch Masern haben bereits vor den Impfungen immer weiter abgenommen. Wir sehen es an den Grafiken, genauso wie an der Abnahme der Häufigkeit der Masernenzephalitis.
(zu letzterem: Botho Bösel, "Praktikum des Infektions- und Impfschutzes", 10. Auflage 1992, S. 267)

So eine Aussage wie "aber die absoluten Zahlen sind gesunken", die aber auch ohne Impfungen sanken und dazu noch bei gleichzeitiger Zunahme der Gefährlichkeit der Masern für Betroffene (Erwachsenenalter, Säuglingsalter, 10-20% schwere Verläufe) ist ein echter Witz.

Eine Aussage wie "aber die absoluten Zahlen sind gesunken", ist auch in anderer Hinsicht interessant. Denn wenn für die Impfung geworben wird und gezeigt werden soll, wie gefährlich Masern sind, wird nie auf die absoluten Masernzahlen verwiesen. Einen Maserntoten auf 80 Millionen Bundesbürger alle zwei Jahre. Damit hätte sich eine Impfverschärfung nämlich sofort erledigt.

Wenn für die Impfung geworben wird, wird immer auf die Gefährlichkeit der Masern, also die relativen Zahlen, verwiesen: 5 von 2 Betroffenen durch Masern sterben. So gefährlich sind die Masern.
Wenn jedoch gesagt wird: Ja, ihr habt durch eure Scheiß-Impfung die Masern ja erst so gefährlich gemacht, dann werden sofort die absoluten Zahlen aus dem Keller geholt. Also Phantasiezahlen von vor 100 Jahren, bei Mangelernährung.

Entweder man redet über die absoluten Zahlen einer Erkrankung oder über die relativen Zahlen. Wenn wir über die absoluten Zahlen reden, dann haben wir bei Masern alle zwei Jahre einen Todesfall auf 80 Millionen Bürger. Damit hätte sich jede Diskussion um eine Impfung oder gar eine Impfpflicht sofort erledigt.
Oder aber, was natürlich mehr Sinn macht, wir reden über die Gefährlichkeit einer Erkrankung. Also Schäden der Erkrankung gegenüber der Anzahl der Erkrankten. Dann gehört aber zwingend dazu, dass die Gefährlichkeit der Erkrankung durch die Impfung stark zugenommen hat. Und dann kann das nicht relativiert werden - oder am besten gar nicht erwähnt werden - durch einen Sprung ganz woanders hin.

Aber: Absolute Zahlen, relative Zahlen, Afrika, Europa, vor 100 Jahren, heute, vor den Impfungen, nach den Impfungen: Alles egal.
Es reicht, wenn am Ende dabei herauskommt, dass die Masern irgendwie sehr gefährlich sind.




10. Die Pro-Impfen-Seite

Generell wird niemals, aber auch wirklich niemals die Ursache dafür dargelegt, warum wir jetzt die ganzen Masern-Fälle im Säuglingsalter haben und, warum wir jetzt die ganzen Masern-Fälle im Erwachsenenalter haben. Also außer zu wenig Impfungen natürlich.
Es wird nur gesagt, dass es genau diese Fälle sind, die die Probleme machen.

Ebenso wird gerne gesagt, dass Masern keine Kinderkrankheit mehr sind.
Ja, aber warum sind sie das denn nicht mehr?
Sowohl Säuglingsmasern als auch Masern im Erwachsenenalter sind in dieser Problematik, wie wir sie jetzt haben, völlig neu. Diese Effekte gibt es erst, seitdem die erste Impfgeneration erwachsen geworden ist und selber Kinder bekommt.

Niemals findet ein Blick statt, auf die frühkindlichen Atemwegserkrankungen durch den RS-Virus, die seit der Masern-Impfung massiv zugenommen haben, auf die vorhandenen Masern-Studien, die einen Zusammenhang von fehlenden Infekten mit einer Reihe von chronischen Erkrankungen zeigen oder auf die Herpes-Viren, die bei der Gehirnentzündung die Rolle der Masern-Viren übernommen haben.

Man hört immer nur: gefährlich, gefährlich, gefährlich, impfen, impfen, impfen, impfen.

Wenn der Impfgegner-Standpunkt behandelt wird, worauf meistens ohnehin verzichtet wird, um das GUTE nicht zu gefährden, werden abstruse Behauptungen aus der Impfgegner-Szene herangezogen und am liebsten die (es ist genau eine) Wakefield-Studie, um zu zeigen, wie abwegig der Impfgegner-Standpunkt ist.

Ich wiederhole das gerne nochmal:
Die Seite, die niemals nach der Ursache fragt, warum etwas passiert, die das Denken ausschaltet, sobald irgendwo das Wort Virus fällt und deren Botschaft sich in mehr impfen, mehr impfen und Ausrottung erschöpft, will zeigen, wie abstrus die Gegenseite agiert.



10.1 Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Sehen wir uns einmal an, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung über Masern aufklärt.
Ursache jeder großen Impfwelle, wie auch dieses Mal, sind immer Maserntodesfälle nach einer Infektion im Säuglingsalter. Dieses Mal wurde die Impfwelle sogar von der Forderung nach einer Masernimpf-Pflicht begleitet. Umso überraschender ist es, dass auf der deswegen eingerichteten offiziellen Masernseite diese Säuglingsmasern kein Thema sind.

Der erste aufgeführte Punkt: "Masern – sind extrem ansteckend."
Es folgt eine mehrere Sätze lange Beschreibung darüber, wie sehr ansteckend Masern sind.
(impfen-info.de, Impfpass, Infos zu Masern)

Der zweite Punkt: "Masern sind kein harmloser Kinderkram."
Mehr als die Hälfte aller Masernfälle in Deutschland betreffen heute Jugendliche über 10 Jahre und junge Erwachsene.
Und entgegen der weit verbreiteten Meinung sind Masern gar nicht so harmlos. Sie beginnen mit grippeähnlichen Symptomen wie hohem Fieber, Husten und Schnupfen. Einige Tage später entwickelt sich der typische Hautausschlag. Masern schwächen das Immunsystem. Das macht es anderen Erreger leichter. So können eine Mittelohrentzündung, Bronchitis oder Lungenentzündung auftreten. Etwa 10 von 10.000 Masernkranken bekommen eine Gehirnentzündung. Ein bis zwei von ihnen sterben. Bei etwa zwei bis drei Betroffenen bleiben schwere Folgeschäden wie geistige Behinderungen und Lähmungen zurück.

(impfen-info.de, Impfpass, Infos zu Masern)

Später: "Masern - Fragen und Antworten": Sind Masern nicht eine Kinderkrankheit?
Masern werden oft als Kinderkrankheit bezeichnet, weil sie extrem ansteckend sind und früher die meisten deswegen bereits als Kind daran erkrankt sind.
Ist nur ein Teil der Bevölkerung geimpft, werden die Abstände zwischen den Masernausbrüchen größer. Das führt dazu, dass Ungeimpfte sich nicht schon als Kinder, sondern erst als Jugendliche oder noch später anstecken. So betreffen heute mehr als die Hälfte der Masernfälle in Deutschland Jugendliche über 10 Jahre und junge Erwachsene.

(impfen-info.de, Impfpass, Infos zu Masern)

Nicht nur die Masern sind also schlimm und nahezu immer tödlich, sondern die Ansteckung ist auch "extrem".

Im zweiten Punkt erfahren wir, wer betroffen ist, wie die Masern aussehen und wie schlimm alles ist.
Und als ob die Masern nicht nur für sich alleine schon schlimm genug wären, so ebnen sie dazu auch noch anderen gefährlichen Erregern den Weg. 10 von 10.000 bekommen eine Gehirnentzündung. Und wenn sie daran schon nicht sterben, dann bekommen sie wenigstens eine geistige Behinderung oder Lähmung.

Unter den Fragen und Antworten erfahren wir nochmal, dass jetzt auch Jugendliche und junge Erwachsene betroffen sind.

Aufklärung nach Art der Bundeszentrale für Aufklärung:

(i) Pro-Argumente:
Es werden nur Pro-Argumente für die Impfung genannt. Was wir erfahren, ist, dass die Masern sehr gefährlich sind, dass die Masern jetzt auch Jugendliche und Erwachsene betreffen, dass es keine ursächliche Behandlung gegen Masern gibt und, dass die Impfung gut verträglich ist.
Oder in der Kurzfassung: Masern: gefährlich, gefährlich, gefährlich, impfen, impfen, impfen!!!

(ii) Kontra Argumente:
Ein Kontra-Argument zur Impfung wird nicht genannt.

(iii) Ursachen:
Wir erfahren kein Wort zu den Ursachen.

Warum ist die "weit verbreiteten Meinung", dass die Masern harmlos sind? Waren die Masern nie harmlos, irrt sich also die "weit verbreitete Meinung" oder haben sich die Masern verändert? Warum sind die Masern jetzt im Erwachsenenalter? Warum betreffen die Todesfälle in Deutschland fast nur Säuglinge?

Die Frage nach den Ursachen wird niemals gestellt. Und dort, wo es sich nicht vermeiden lässt, schreibt man so crude Sätze wie (siehe oben):

Ist nur ein Teil der Bevölkerung geimpft, werden die Abstände zwischen den Masernausbrüchen größer.
Das führt dazu, dass Ungeimpfte sich nicht schon als Kinder, sondern erst als Jugendliche oder noch später anstecken.
(impfen-info.de, Impfpass, Infos zu Masern)

Denn man ist in einem Zwiespalt:
Auf der einen Seite will man uns klar machen, dass die Masern jetzt auch im Erwachsenenalter sind und, dass die Masern dort problematisch sind. Und auf der anderen Seite kann man nicht offen sagen, dass dies eine Folge der Impfung ist und muss es verklausulieren. Denn die Impfung bringt nur Gutes.
Der Satz wurde also so gedreht: "Ist nur ein Teil der Bevölkerung geimpft", dass die Ursache der Verschiebung ins problematische Erwachsenenalter, nämlich die Impfungen, alles andere als offenkundig ist. Als Lösung werden dann nicht nur mehr Impfungen angeboten, sondern als Ursache, nachdem die tatsächliche Ursache verschleiert worden ist, werden zu wenig Impfungen genannt. Zu wenig Impfungen sind schuld.

(iv) Insgesamt:
Kontra Argumente und Ursachen nennt die "Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung" nicht.
Die Gründe sind aber offensichtlich: Wenn auch Argumente des gegenteiligen Standpunkts oder gar Ursachen der Misere dargelegt werden würden, könnten wir möglicherweise eine falsche Entscheidung treffen. Dieser Gefahr möchte man uns nicht aussetzen.

Das Wort Aufklärung im Namen der "Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung" ist nur darum im Namen, weil es gut klingt.
Das Motto der Seite passt dazu: "impfen-info.de - informiert entscheiden".




10.2 Die wissenschaftlichen Seite (GWUP und Psiram)

Mit der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) und "Psiram - Realismus als Chance" sind wir bei den "wissenschaftlichen"-Seiten, die sich stark für das Impfen aussprechen.

Zuerst, rein wissenschaftlich gesehen: Bevor man damit beginnt eine (damals) immer harmloser werdende Erkrankung wie die Masern zu bekämpfen, hätte man zwingend zwei Dinge untersuchen müssen:

Dass das nicht gemacht wurde, ist das eine. Dass diese Leute aber heute noch nicht verstehen, dass so etwas gemacht werden muss, ist das andere.
Und dieses Nicht-Verstehen von Verantwortung oder auch nur Wissenschaft zieht sich durch alles, was dort - natürlich im Namen der Wissenschaft - geschrieben wird.

Buchwald
So schreibt Psiram beispielhaft zu Masern und zum Impfkritiker Buchwald:
Buchwald zeigt zur Frage nach dem Rückgang von Masern-Verstorbenen eine falsche Grafik (siehe Abbildung) in seinem Buch "Impfen, das Geschäft mit der Angst". Anstatt den Beginn der Impfungen mit dem Jahr 1973 zu markieren, setzt er einen Pfeil zum Jahr 1976. Auch die Wahl, ein Diagramm zu Masern-Todesfällen zu zeigen und nicht zu Maserninfektionen, soll seine Argumentation stützen. Dabei konnte durch eine bessere medizinische Versorgung Masernerkrankter bereits vor Einführung der Masernimpfung eine Verringerung der Maserntoten erreicht werden, völlig unabhängig von den Impfungen.
(Psiram, Gerhard Buchwald, Oktober 2013)

Auf der einen Seite hatten wir Anfang der 70-er Jahre nicht nur einen, sondern mehrere Geburtsjahgänge, die die Masern noch nicht gehabt hatten und ungeimpft waren. Das liegt beim Beginn von Impfungen in der Natur der Sache. Und damals gab es Geburtsjahrgänge mit mehr als einer Million Kinder pro Jahrgang.
Und auf der anderen Seite haben wir eine neue Impfung, die langsam anläuft. Was ebenfalls in der Natur der Sache liegt. Masern waren eine Kinderkrankheit, die Leute standen nicht Schlange beim Arzt.
Wer da nicht versteht, dass der Impfeinfluss anfangs verschwindend gering war, egal ob die Impfungen 1970, 1973 oder 1976 begannen und auf der anderen Seite ebenfalls nicht in der Lage ist, den prinzipiellen Verlauf der Masernkurve zu verstehen und dann schreibt: "Buchwald zeigt eine falsche Grafik", weil seiner Ansicht nach ein Pfeil versetzt eingezeichnet ist, der disqualifiziert sich ziemlich.

Aber es wird ja noch besser. Bereits vor den Impfungen konnte eine bessere Versorgung der Masernerkrankten erreicht werden, steht dort.
Wahrscheinlich möchte man den sinkenden Verlauf der Masernkurve doch noch irgendwie deuten und dann deutet man mit dem, an was man glaubt: mit der Medizin. Masern sind jedoch eine Viruserkrankung und da helfen Antibiotika nicht. Oder welche revolutionäre Neuerung der Medizin ist mir entgangen, die den Verlauf der Viruserkrankung Masern verbessert?

Genauso schließen sich eine Wirkung der Impfung und kein Einfluss auf die Maserntodesfälle nicht aus.
Nämlich dann nicht, wenn die Infektion immer harmloser wurde und erst am Ende langsam angefangen wird zu impfen.
Dann lässt sich kein Einfluss auf die Todesfälle feststellen, weil sie alleine durch die besser werdenden Lebensbedingungen verschwanden.
Und beides lässt sich tatsächlich leicht an der deutschen Masern-Kurve sehen. Es gab keinen Zeitpunkt, an dem schlagartig alle Todesfälle weg waren, die Kurve hat ihren Verlauf nicht verändert.
Ein Einfluss auf die Zahl der Infektionen lässt sich hingegen sehr wohl feststellen. Allerdings waren zum damaligen Zeitpunkt die Masern eben noch eine Kinderkrankheit, so dass es nicht meldepflichtig war, wenn jemand die Masern hatte. Im Gegensatz zu heute, wo Masern sehr gefährlich für Säuglinge geworden sind. Und darum haben wir in Deutschland auch keine Infektionszahlen, die den Zeitraum des Beginns der Masernimpfung abdecken.

Mein Eintrag dort
Netterweise gibt es bei Psiram jetzt auch einen Eintrag über mich.
Psiram schreibt:
"Auf seiner Internetseite finden sich inzwischen widerlegte Behauptungen wie beispielsweise, weniger Infektionskrankheiten erhöhten das Risiko von Allergien, Autoimmunkrankheiten, Leukämie, Lymphdrüsenkrebs und Krebs im Erwachsenenalter."
(Psiram, Robert Faulborn, Januar 2014)

Das ist die übliche wissenschaftliche Beweisführung, wie ich sie von der Impfseite kenne: "Diese Behauptungen sind längst widerlegt" oder auch: "Gegenteilige Argumente sind nichtig".
Diese Beweisführung kann - sollte jemand noch nicht überzeugt sein - noch ausgeweitet werden durch: "Es ist wissenschaftlich eindeutig erwiesen."
Also, es ist nicht nur wissenschaftlich erwiesen, sondern auch noch eindeutig.

Eine Studie oder einen Beleg braucht die wissenschaftliche Seite dazu nicht. Die Aussage ist der Beleg.
Und der nächst größere Beleg ist die Steigerung der Aussage.
In den entsprechenden Kapiteln zitiere ich Dutzende Studien, es kann sich jeder selbst ein Bild machen.

Zu meiner Karies-Seite schreiben sie:
"Seiner Meinung nach gab es Karies erst seit dem 18. Jahrhundert, als Rohrzucker verfügbar war.[7] Dem steht gegenüber, dass Karies bereits bei archäologischen Funden an 15.000 Jahre alten Zähnen nachgewiesen wurde, so dass es sich somit nicht um ein Phänomen der Neuzeit handelt."

Die Aussage: "Karies ist seit dem 18. Jahrhundert ein Problem, als Zucker durch die wachsende Zuckerrohrindustrie verfügbar wurde.", ist eine Aussage aus dem deutschlandweiten Pisatest von 2007, bei dem es um Karies ging.
Die Tatsache, dass es trotzdem vereinzelte Völker und Gegenden gab, in denen Karies aufgrund besonderer Einflüsse - zum Beispiel durch hohen Verzehr von Trockenfrüchten - ein Problem war, stellt keiner in Abrede. Generell aber zeigen Gebissfunde aus der Römerzeit oder aus dem mittelalterlichen Europa keinen oder wenig Karies.

Außerdem schreiben sie:
"Fluoride haben seiner Meinung nach mehr schädliche als nützliche Wirkungen auf den menschlichen Körper, indem es das Immunsystem schwäche, die Haut- und Knochenalterung beschleunige, Zellen und die Erbsubstanz schädige sowie Krebs verursache. Solche Pauschalaussagen sind jedoch nicht zulässig, wenn man die verwendeten Mengen an Fluoriden außer Acht lässt, wie Faulborn. Fluor ist einerseits ein essentielles Spurenelement für den menschlichen Körper, andererseits wirkt es in höheren Mengen toxisch."

Der letzte Aussage sehe ich genauso. Wo ist also der Skandal?




10.3 Wörter wurden umdefiniert.

Gesagt wird: Schutz. Impfungen schützen.
Tatsächlich haben Impfungen den Neugeborenen den Schutz genommen, in genau der einzigen Zeit, in der Kinderkrankheiten gefährlich sind. Und sie nehmen allen ein trainiertes Immunsystem, ein Immunsystem, das mit Keimen umgehen kann. Das richtige Wort ist: schutzlos.

Gesagt wird Wissenschaft.
Wissenschaft jedoch fertigt Studien an. Wissenschaft legt Zweifel offen und Wissenschaft denkt nicht in Kategorien von Heil und Ausrottung. Das richtige Wort ist: Ideologie.

Gesagt wird Aufklärung. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sagt kein Wort zu den Hintergründen, was die Ursache der problematischen Masernfälle ist und kein Wort zum Contra-Standpunkt. Beim Keuchhusten schreibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dass Anfang des 20. Jahrhundert jährlich noch 20.000 Kinder an Keuchhusten starben und es die Impfung war, die diese Zahlen gesenkt hat. Zum Zeitpunkt des Impfbeginns um 1950 waren die Zahlen aber schon von alleine um über 90% gefallen. Man sehe sich die Statistiken an. Das richtige Wort ist nicht Aufklärung, sondern Desinformation.

Gesagt wird "chery-picking"
Also die Impfgegner suchen sich das heraus, was ihnen passt und ignorieren das, was ihnen nicht passt.
Das sagt die Seite, die immer auf genau ein Beispiel fixiert ist: Den Rückgang der Infektionszahlen bei Masern in den USA. Nein, halt, das stimmt nicht. Bei Keuchhusten sagen sie, dass die Impfungen jährlich 20.000 Kindern das Leben gerettet haben, dasselbe bei allen anderen großen Seuchen. Alles waren die Impfungen oder wenigsten die Antibiotika. Dass beide erst viel später kamen, egal. Einer Ideologie ist das nicht wichtig und im Zweifel werden halt ein paar Wörter umdefiniert.



11. Die Ausrottung der Masern.

Bei der angestrebten Ausrottung der Masern wird immer gerne auf die USA und auf die Pocken verwiesen. Eine Reihe von Unterschieden und Problemen werden dabei immer vergessen zu erwähnen.

(1) Die Masern können bei uns ausgerottet werden, weil sie in den USA ausgerottet worden sind.

Allein hier werden zwei Dinge vergessen:
Bei den USA handelt es sich um ein nach außen abgeschottetes Land. Die Grenze nach Mexiko ist stark gesichert und jeder Flugpassagier durchläuft hohe Sicherheitskontrollen. Kein Stück Obst kommt unkontrolliert in die USA. Deutschland jedoch hat offene Grenzen nach 8 Ländern.

Und der andere Punkt ist, auch in den USA sind die Masern nicht ausgerottet. 2/3 der jährlich in den USA auftretenden Masern sind nicht einmal importierte Fälle:

Bis Mitte Oktober wurden in den USA 214 Masernfälle berichtet. Seit 1996 ist das die höchste Zahl an Masernerkrankungen in den Vereinigten Staaten. In den USA wurden durch erfolgreiche Masern-Impfkampagnen im Jahr 2000 die Masern als ausgerottet erklärt. Umso dramatischer ist es, dass sich die Zahl der Erkrankungen in den vergangenen Jahren wieder gesteigert hat.
("USA: Zahl der Masernerkrankungen erreicht traurigen Höhepunkt", fit-for-travel.de, 08.11.2011)

(2) Die Masern können ausgerottet werden, weil die Pocken ausgerottet werden konnten.

Dass es erhebliche Unterschiede zwischen den Masern und den Pocken gibt, ist dabei keiner Erwähnung wert.

Die Masern sind eine Kinderkrankheit, die ungeimpft bei Kontakt nahezu jeder bekommt. Die Pocken hatten, auch ungeimpft, immer weniger bekommen. Die Übertragbarkeit der Pocken sank stark mit den besser werdenden Lebensbedingungen und immunstärkeren Menschen.

Um nur ein Beispiel zu geben:
1960 waren etwa 35% der Briten gegen Pocken geimpft, mit einer Impfung, die eine offizielle Wirkdauer von drei Jahren hatte und danach stark nachließ. Und die Pocken wurden ausgerottet.

Bei den Masern ist heute mehr als die Hälfte der Bevölkerung noch immun gegen Masern und die andere Hälfte ist zu 90% gegen Masern geimpft, mit einer Impfung, die eine weit längere Wirkdauer als die Pockenimpfung hat. Und die Masern sind noch da.

Es ist kein Zufall, dass die Ausrottung der Masern alle 5 Jahre verschoben werden muss.

(3) Immer Ärger mit den Taliban.
In einigen Ländern hat das Impfen erhebliche Probleme mit den religiösen Überzeugungen der Einheimischen und, weil es aus dem Westen kommt.
Dass die Amerikaner, schlauerweise, mit Hilfe eine Impfkampagne an das Gen-Material von Bin Ladens Familie kamen, hat das Misstrauen gegenüber Impfungen in diesen Gegenden auch nicht gerade verbessert.

Genauso gibt der folgende Satz einen Hinderungsgrund an. Er zeigt ebenfalls die einseitige Fokussierung auf Impfungen, weil damit einfache und sichtbare Erfolge verbunden sind. Und mit der möglichen Ausrottung von was auch immer kann hervorragend hausieren gegangen werden:

"Verdächtig war auch, dass die Impfhelfer mit kostenloser Medizin hausieren gingen. Schließlich fragte sonst auch niemand nach ihrer Gesundheit."
(Jana Schlütter, "Zäher Kampf gegen ein Virus", Tagesspiegel, 27.10.2013)

Aktuell wurden allein in Syrien durch den Krieg zwei oder drei Jahrgänge nicht mehr durchgehend gegen Masern geimpft.
Vielleicht hätte man sich erstmal auf die Ausrottung von Kriegen verständigen sollen? Und danach hätte man dann anfangen können, Studien zu machen, was das Fehlen von Masern überhaupt bewirkt.
(Ulrike Putz, "Gesundheitsnotstand in Syrien: Die großen Killer sind nicht die Bomben", 01.11.2013)



12. Muss ohne Impfungen keiner mehr an Masern sterben?

Im Moment sterben ansonsten gesunde Säuglinge nur darum an den Masern, weil die Impfungen den Nestschutz entfernt haben.
Und das wird nicht nur nicht gesagt, sondern es wird auch noch der falsche Schuldige benannt und diese Fälle werden dazu genutzt, um die Impfungen weiter voranzutreiben.

Im Moment sterben jährlich 450 Kinder an Krebs. Aufgrund von Vererbung und, weil ihr Immunsystem nicht richtig funktioniert: Fehlende Infekte und Krebs

Die Zahl der Fälle, die ohne Masernimpfungen sterben würden, würde sehr klein sein, man kann es an der grafischen Entwicklung vor dem Einsetzen der Masernimpfungen sehen, aber es wird sie geben.
Nur Impfungen und Religionen machen ein Heilsversprechen.



13. Masern-Flyer.

Beim Anklicken von einem der drei folgenden-Flyer öffnet sich in einem neuen Fenster eine pdf-Datei. Alternativ können die Dateien mit einem Rechtsklick und "speichern unter" herunter geladen werden.



14. Die Impfpolitik.

Es wird niemals gesagt, dass sich die Masern aufgrund der Impfungen ins Säuglings- und Erwachsenenalter verschoben haben, warum wir jetzt die Probleme haben.
Es wird niemals gesagt, dass die Masern-Sterblichkeit vor den Impfungen schon um über 90% zurückgegangen ist und weiter sank.

Vor dem "Leid" einer kurzen Infektion will die Impf-Medizin die Kinder beschützen, vor dem wirklichen Leid einer chronischen Erkrankung kann sie sie nicht beschützen. Und sie kann es immer weniger, weil es einen umgekehrten Zusammenhang zwischen beiden gibt.
In der bei google-books frei einsehbaren Publikation "Die Notwendigkeit von Infektionen und Kinderkrankheiten" sind über 100 epidemiologische Studien chronologisch aufgeführt, die den Zusammenhang zwischen weniger Infekten und mehr chronischen Erkrankungen dokumentieren.


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