Tierversuche, Stress und Hygiene
Seit 200 Jahren stehen die Tierversuchsleute alle vor demselben Problem:
Gesunde Tiere werden nicht krank.
Ein Tier kann natürlich schon mal krank werden, wie der Mensch auch, aber dann zieht es sich zurück, frisst nichts und, wenn man es dann in Ruhe lässt, ist der ganze Spuk nach ein paar Tagen wieder vorbei.
Und damit ist auch klar, wie Tierversuche überhaupt nur funktionieren können: Die Tiere werden krank gemacht, durch schlechte Haltung und durch Stress, welchem sie ausgesetzt werden. Dadurch werden sie dann anfällig für alles Mögliche, besonders dann, wenn ihnen dazu noch Viren gespritzt werden, in einer Dosis, wie sie in der Natur niemals vorkommt.
Und wenn die Tiere dann krank werden, werden sie nicht in Ruhe gelassen, sondern zwangsernährt und zwangsmedikamentiert
Tiere werden in Versuchslaboren in viel zu kleinen Käfigen, ohne Sonnenlicht, ohne Abwechselung, in zu großen und kaum intakten Gruppen gehalten. Ihnen werden Sonden implantiert, sie werden gespritzt, ihnen wird etwas eingepflanzt oder etwas raus- und abgeschnitten, sie werden fixiert und wieder gespritzt.
Und dann werden sie, zu ihrem Glück, anfällig für Viren und dürfen endlich sterben.
Und was wird dann nach außen kommuniziert? Wir müssen endlich etwas gegen diesen verdammten Killervirus tun.
Der zweite große Faktor, neben unzureichende Ernährung, der anfällig macht
für Infektionskrankheiten ist Stress. Stress, in Form von sozialem Stress,
entsteht auch bei einer hohen Populationsdichte. Und damit ist ebenfalls klar,
warum Viren in Tierfabriken so verheerende Auswirkungen haben können.
Der folgende Artikel ging über Stressforschung bei Tieren:
(1) Ein Artikel, den ich bei stern.de gelesen hatte, hieß: "Leiden wie eingesperrte Labormäuse."
Interessanterweise sagt die Überschrift schon etwas aus, was uns eigentlich allen klar ist, eingesperrte Labormäuse leiden. Damit ist doch auch sofort jedem verständlich, dass diese Labormäuse nicht so richtig gesund sind und, dass die Aussagekraft all dessen, was an einer Labormaus herausgefunden werden kann, sehr beschränkt ist.
Das, was sie dort herausfinden, können sie nur auf andere Labormäuse übertragen. Und so machen sie es ja auch.
Der Artikel ging über Stressforschung bei Tieren. Stress wirft akute Krankheitsbilder auf:
Erhöhte Blutzuckerwerte, Stoffwechselprobleme, schwerste Beeinträchtigungen des Immunsystems, die beispielsweise bakteriellen Infektionen Tür und Tor öffnen. Stress macht krank - offenbar schwerwiegender als bisher angenommen. (Stern, 10.11.2006)
Da stand es sogar schwarz auf weiß, Stress macht anfällig für Infektionen.
Vielleicht sollten die Tierversuchsforscher einmal die Stressforscher kontaktieren und dann machen sie alle Experimente, die zu den Infektionen geführt haben, noch einmal, ohne dass die Tiere dabei Stress haben. Ich wünsche schon mal viel Erfolg.
(2) Was tötet die Tiere im Tierversuch?
Auch hier muss man sich nur die Publikationen ansehen, in denen diese Tierversuche beschrieben sind. Als Menschenmodell für die Versuche, die die Gefährlichkeit des Hühnergrippevirus beweisen sollen, dienen junge Javaneräffchen, die von ihren Eltern getrennt wurden. Diese Äffchen leben normalerweise in stabilen Gruppen von 20-70 Mitgliedern in den dichten Wäldern der südostasiatischen Inseln und wiegen ausgewachsen zwischen drei (Weibchen) und sechs Kilo (Männchen).
30 Tage vor dem Infektionsexperiment werden den Tieren Temperatursonden mitsamt Sendeeinrichtung in den Unterkörper implantiert. 5 Tage vor der Infektion mit den behaupteten Hühnergrippeviren werden die Tiere in einer Unterdruckkammer fixiert, der Unterdruck erschwert das Atmen und beides erzeugt Todesangst. 4 ml des Gemischs aus sterbenden künstlichen Zellen, was als Virus-Isolat bezeichnet wird, wird durch einen Tubus in die Luftröhren der Lungen der Äffchen eingebracht. Der Tubus ist so gesetzt, dass das Äffchen die Flüssigkeit nicht aushusten kann. Auf einen erwachsenen Menschen umgerechnet sind dies 80 ml Flüssigkeit, was dem Inhalt von 8 Schnapsgläsern entspricht. 0,5 ml dieses Gemischs werden in die Mandeln gespritzt, jeweils 0,25 ml in die Bindehaut der Augen. Kurz vor der sogenannten Infektion, dem Erzeugen konstanter Erstickungsanfälle durch die Gabe von 4 ml sterbender Zellkulturen via Tubus in die Luftröhren der Äffchen, werden die Tiere betäubt und Blut entnommen, ebenso am 3. und 5. Tag der sogenannten Infektion. Mehrmals werden den Tieren Nasen- und Rachenabstriche genommen, die zu weiteren Erstickungsanfällen führen. Mehrmals werden Bronchialwaschungen durchgeführt, die zu massiven Erstickungsanfällen führen.
Wenn die Äffchen in der Lösungsphase der akuten Todesangstkonflikte Fieber entwickeln, den Atemtakt von 30 Atmungen auf 100 Atmungsvorgänge pro Minute erhöhen, lethargisch werden, den Appetit verlieren, blau anlaufen und dauernd husten, wird dies als Beweis für die Gefährlichkeit der behaupteten Hühnergrippeviren ausgegeben. Damit der Lungenkrebs, der durch die Todesangst durch Ersticken erzeugt wurde, nicht manifest wird, werden die Äffchen am 7. Tag nach der sogenannten Infektion durch Ausbluten getötet. Das ist die traurige Wahrheit über die behaupteten Influenza-Viren.
(Dr. Stefan Lanka, Leben mit Zukunft, Nr. 5 2005, S. 8)
(3) Allein Salk soll 17.000 Versuchsaffen (von einem von Salks Mitarbeitern als "die Helden" bezeichnet) in der heißen Phase seiner Forschungen auf dem Altar der Impfstoffforschungen geopfert haben […]. (Engelbrecht, S. 64)
Eine Seite vorher wird ein Affe abgebildet, an dessen Kopf die Injektionswunde sichtbar ist.
Überrascht es jemanden, dass derart traktierte Tiere anfällig für beliebige Infektionskrankheiten werden?
1. Hygiene
Ein weiterer Punkt, warum Tierversuche nicht so richtig funktionieren, ist die
Hygiene dort, wie der folgende Artikel aus der Süddeutschen beschreibt:
Labormäuse wachsen oft in einer keimfreien Umgebung auf. Forscher tragen Schutzkleidung, damit die Tiere nicht mit Mikroben in Kontakt kommen, die natürlicherweise auf und im Menschen und jedem anderen Organismus leben. Die meisten dieser Keime sind harmlos, trainieren aber das Immunsystem. Das Team um Boysen hat das Immunsystem 24 wildlebender Mäuse mit dem von 31 Labortieren verglichen. Die in der Natur aufgewachsenen Nager hatten in ihren Lymphknoten deutlich mehr sogenannte natürliche Killerzellen. Sie helfen, Krebszellen und üble Keime zu vernichten. Außerdem reagierten die Killerzellen freilebender Mäuse schneller auf Botenstoffe, die das Immunsystem aussendet. Insgesamt waren die Killerzellen freilebender Mäuse denen des Menschen ähnlicher als die von Labortieren.
(Labormäusen fehlt der Dreck, Katrin Blawat, 13.09.2011)
Gut sind auch die beiden Kommentare vom 16.09. unter dem Artikel.
2. Das "ethische" Dilemma
Es gibt Werte, die stehen für sich und man verletzt sie nicht, nur weil
man glaubt, damit andere ethische Werte zu retten. Aber glauben das diejenigen,
die so etwas tun, überhaupt? Ich bezweifele das sehr stark.
Ich habe noch nie erlebt, dass es keine Alternative gegeben hat,
wenn man danach gesucht hat.
Aber selbst wenn es keine Alternativen geben sollte:
Es gibt Werte, die stehen für sich und die verletzt man nicht.
Das "ethische" Dilemma, wir brauchen Tierversuche,
um Menschenleben zu retten, gibt es in Wahrheit gar nicht.
Genauso wenig wie Japan Kernkraftwerke haben muss oder musste,
um seine Energieversorgung sicher zu stellen.
Es ist einfach immer nur der bequemere Weg.
Ab einem gewissen Alter kann es sein, dass man sterben muss.
Wenn man sich wenig bewegt und schlecht ernährt, bekommt man Zivilisationskrankheiten
und es gibt einen kleinen Anteil Menschen, die kommen krank zur Welt.
Wenn man das alles akzeptiert, braucht man keine Tierversuche. Und
wenn man das nicht akzeptiert, dann machen es Tierversuche nur schlimmer.
Jährlich verenden Millionen Tiere in deutschen Laboren:
Tierschützer attackieren deshalb die Regierung – doch die
hält Tierversuche für unver-zichtbar.
Die Zahl der Tierversuche in Deutschland hat den höchsten Stand seit
mindestens zehn Jahren erreicht. Rund 2,86 Millionen Tiere
wurden 2010 für Tests und andere wissenschaftliche Zwecke eingesetzt,
wie das Bundeslandwirtschaftsministerium auf seiner Internetseite mitteilte.
(Das große Massensterben im Namen der Forschung, welt.de, 03.11.2011)
In der Zeit:
(Die armen Schweine, zeit.de, 23.01.2012)
3. Pasteur
Seit der Veröffentlichung der Tagebücher von Pasteuer weiß man, dass
er die (Tier-)Versuche seinen Erwartungen angepasst hat.
Impfungen basieren auf einer Hoffnung, die bereits
Pasteur geäußert hat. Doch Pasteur nahm es nachgewiesenermaßen mit
der Wahrheit nicht sehr genau! Einhundert Jahre nach seinem Tod, 1995,
wurden seine Tagebücher geöffnet und auch veröffentlicht. Es zeigte sich,
dass die Resultate seiner Versuche so lange "modifiziert" wurden, bis diese
passten,
wenn die Ergebnisse nicht mit den Erwartungen Pasteurs übereinstimmten.
(Interview mit Dr. Jenö Ebert, 17.10.2006)
4. Dritte Welt und Impfungen
Auf der einen Seite haben wir die Kinderkrankheiten, die ungeimpft jeder einmal im Leben bekommen würde und, die alle recht glimpflich verlaufen und auf der anderen Seite die schweren Infektionskrankheiten, deren Eintritt sehr stark von der Immunlage des einzelnen und den Lebensbedingungen abhängen.
Wobei die Unterschiede zwischen beiden Einteilungen unter extremen Lebens- bedingungen wie Hungersnöte fließend sind. So kann unter diesen Verhältnissen sich durchaus auch jeder mit einer schweren Infektionskrankheit anstecken und umgekehrt verlaufen auch Kinderkrankheiten schwer.
Wenn unter diesen Verhältnissen geimpft wird, so ist es möglich, viele Todesfälle, die durch diese Krankheit bedingt wären, zu verhindern. So sollen durch die Masernimpfungen in der Dritten Welt die Maserntodesfälle, um die Hälfte gesunken sein.
Das eine ist jedoch, dass man die Muster nicht verändert, die zu schweren Krankheiten und zum Tod führen. Und man sich fragen muss, ob man für diesen einen Maserntoten nicht stattdessen einen Hungertoten oder einen TBC-Toten bekommt:
Abseits der Industriestaaten hat sich das Muster der Infektionskrankheiten nicht wesentlich verändert, trotz teilweiser Einführung von medikamentösen Behandlungsmethoden. (Wikipedia, Hygiene)
Bei uns sind die schweren Infektionskrankheiten verschwunden oder nicht mehr tödlich, weil die Lebensbedingungen besser wurden und in der 3. Welt bleiben die Krankheiten, weil die Lebensbedingungen schlecht sind.
Impfungen und Medikamente haben damit wenig zu tun. An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal auf die Einleitung des Cholera Kapitels verweisen.
Unterernährung bildet erst die Voraussetzung für tödliche Infektionskrankheiten in den Entwicklungsländern. Sie tritt häufig als chronische Unterernährung ohne spezifische Merkmale auf:
"Es wird geschätzt, dass in einigen Ländern zwei Drittel der Bevölkerung unter dieser weniger offenen Form der Mangelerkrankung (chronische Unterernährung) leiden. Eine Infektion ist dann der entscheidende Einfluss, der zum Tod führt." (McKeown, S. 97)
Auch der Inhalt der folgenden Studie kommt zu demselben Ergebnis:
"Ein geschwächter Organismus ist gegen die Angriffe eindringender Mikroorganismen weit weniger resistent. Gewöhnliche Erkrankungen wie Masern oder Durchfall, bei gut ernährten Kindern harmlose und kurzlebige Krankheiten, sind bei chronisch unterernährten gewöhnlich ernst, oft sogar tödlich. […] Dies lag nicht daran, dass der Virus virulenter war oder, dass es dort weniger medizinische Dienstleistungen gab, sondern an der Tatsache, dass bei schlecht ernährten Bevölkerungsgruppen die Mikroben einen Wirt angreifen, der aufgrund seiner chronischen Unterernährung weniger resistent ist. Dasselbe gilt bei Diarrhoe, Infektionen der Atmungsorgane, Tuberkulose und vielen anderen verbreiteten Infektionen, denen unterernährte Bevölkerungsgruppen einen schweren und unnötigen Tribut zollen."
Die Studie führte weiter aus, dass die Unterernährung für die untersuchten Bevölkerungsgruppen das ernsthafteste Gesundheitsproblem darstellte:
"Gegenwärtig, so wird dort geschlossen, ist eine richtige Kost der wirksamste Impfstoff gegen die meisten Durchfallinfektionen, Infektionen der Atmungsorgane und andere verbreitete Infektionen."
Und wer kommt zu diesem Ergebnis und wer hat diesen Bericht veröffentlicht?
Genau, die WHO, schon vor 30 Jahren, nämlich 1974. (Siehe McKeown, S. 98)
Dieselbe WHO, die jetzt nach immer mehr Impfungen suchen lässt und immer größere Impfkampagnen durchführt, veröffentlichte obige Studie.
Wie gesagt, alle wissen immer alles und machen genau das Gegenteil.
Und das andere ist, selbst wenn es unter extremen Lebens-Bedingungen sinnvoll sein kann, gegen Kinderkrankheiten zu impfen, so muss das unter normalen oder sogar guten Lebens-Bedingungen, wie wir sie haben, noch lange nicht der Fall sein.
5. Tiere, Impfungen und Übertragungswege
Die Vogelgrippe grassiert nachweisbar in den Tierfabriken mit den Tausenden Tieren auf engstem Raum, gehalten unter unnatürlichsten Bedingungen, ohne Frischluft und Auslauf, vollgepumpt mit Medikamenten, Hormonen und Impfungen. (http://www.buergerwelle-schweiz.org)
Das Problem dieser Tiere ist nicht, dass ihnen eine Impfung oder ein weiteres Medikament fehlt. Und diese Tiere können einen Virus natürlich nicht abwehren, noch können sie über eine Krankheit ihren Zustand ändern. Die Lebensbedingungen in einer Tiermastfabrik geben es einfach nicht her, dass die Tiere wieder gesund werden. Der Stress, der durch die Enge zu dem schlechten Zustand des einzelnen Lebewesens geführt hat, wird ja über die Krankheit nicht verringert. Im Gegensatz zu Menschen, die sich bei Fieber und Krankheit zurückziehen und ausruhen können.
Ein ähnliches Prinzip wie für das Impfen, gilt genauso für das Unterbrechen der Übertragungswege. Wenn irgendwo eine Infektion ausbricht, sagen wir in Holland und wir machen die Grenzen dicht für Hühner aus Holland, dann verhindern wir natürlich, dass unsere kranken Bestände ebenfalls von dem Virus befallen werden.
Es gibt also zwei mögliche Strategien, um Seuchen und Krankheiten zu bekämpfen. Die erste ist, wir schalten alle Übertragungswege aus, impfen die Tiere, behandeln sie mit Medikamenten, spritzen ihnen Antibiotika und produzieren einfach weiterhin kranke Tiere, die nur deswegen nicht alle sterben, weil wir die Natur von ihnen fernhalten. Oder aber die zweite ist, wir ignorieren das alles und modifizieren die Haltungsbedingungen.
Praktiziert wird die erste Strategie, die Strategie der Feiglinge und Verlierer. Alles zittert in Angst vor dem nächsten Virus.
Und wenn dann irgendwo eine Seuche auftritt, werden Millionen Tiere gekeult, auch die, die kerngesund sind und niemals die Krankheit bekommen oder sie leicht überstanden hätten.
Egal, ob bei der Maul- und Klauenseuche oder der Vogelgrippe.
6. Fazit Dritte Welt
Natürlich ist es für uns nicht leistbar, unsere Standards in der der Dritten Welt einzuführen, genauso wie viele Probleme an den dort herrschenden Verhältnissen liegen. Ich empfehle dazu das Afrika Sonderheft vom Spiegel.
Die Idee, wir entwickeln eine Impfung und impfen gegen Seuchen, was wiederum für uns leistbar wäre, hört sich zwar gut an, aber es wird keine Impfung gegen Hunger geben.