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Weitere Kinderkrankheiten und Polio

Kinderkrankheiten nennt man Infektionskrankheiten, die nahezu jede Kontaktperson bekommt und, die typischerweise eine lebenslange Immunität hinterlassen. Aus beiden Gründen treten diese Infektionskrankheiten vor allem im Kindesalter auf, woher sie auch ihren Namen haben (siehe Wikipedia, Kinderkrankheit). Allerdings hat sich das durch die Impfungen ja nun erheblich verschoben.
Demgegenüber stelle ich die schweren Infektionskrankheiten, die vor allem von den Lebensbedingungen einer Bevölkerung oder Person abhängen und dadurch, wenn sie eintreten, zum einen im Verlauf schwerer und zum anderen auch gefährlicher als eine Kinderkrankheit sind.

Die exemplarische Behandlung von Keuchhusten, Windpocken und Masern soll hier insgesamt genügen. Im Folgenden habe ich aber noch ein paar Stellen zu weiteren Kinderkrankheiten eingestellt, die mir ins Auge gefallen sind.
Für Statistiken und weitere Informationen zu allen von mir nicht behandelten Infektionskrankheiten verweise ich auf die Bücher von Gerhard Buchwald und Martin Hirte und für Statistiken aus England auf jenes von Thomas McKeown.

1. Mumps

In Deutschland waren früher 90 Prozent der Bevölkerung bis zum fünfzehnten Lebensjahr durchseucht, das heißt, sie hatten bis dahin eine Mumpsinfektion durchgemacht und dadurch schützende Antikörper erworben. Der Erkrankungsgipfel lag vor der Impfära im vierten bis sechsten Lebensjahr.
Bei etwa 20 Prozent der Infizierten verläuft die Krankheit unbemerkt (stille Feiung). Etwa 40 bis 50 Prozent entwickeln lediglich leichte grippale Symptome.
(Hirte, S. 282)

2. Röteln

Die Röteln sind bei Kindern völlig harmlos und verlaufen in der Form eines grippalen Infekts mit Lymphknotenschwellungen am Hals und einem fleckigen Hautausschlag, der im typischen Fall zur Blickdiagnose führen kann. Häufig ist das Krankheitsbild jedoch untypisch und wird daher in mehr als der Hälfte der Fälle selbst von erfahrenen Ärzten nicht als Röteln erkannt. In der Mehrzahl der Fälle verlaufen die Röteln still, das heißt, es treten keine Krankheitssymptome auf, aber es werden Antikkörper gebildet, die vor erneuter Ansteckung und auch vor einer Rötelnembryopathie schützen. (Hirte, S. 294)

3. Kinderlähmung (Polio)

Jeder weiß, wie hochgefährlich diese Krankheit ist und, was dabei alles passieren kann. Der Name der Krankheit reicht schon aus als Bedrohung. Da brauchen nicht mal mehr Fotos gezeigt zu werden.
Tatsächlich ist es aber so, dass auch bei Ungeimpften in 90-95% der Fälle gar nichts passiert, außer, dass der Organismus immun gegen die Krankheit wird. Der Körper erhöht nicht einmal seine Temperatur dabei. (Siehe Wikipedia, Kinderlähmung)

Für die anderen 5-10% der Fälle gilt:
Nach einer fieber- und beschwerdefreien Phase von etwa einer Woche entwickeln diese Patienten eine nichteitrige Hirnhautentzündung (aseptische Meningitis), bei der Lähmungen (Paralysen) der Muskulatur fehlen (nicht-paralytische Poliomyelitis). (Wikipedia, Kinderlähmung)

Das klingt hochgefährlich, bedeutet aber in der übergroßen Mehrheit der Fälle nur ein paar Tage Fieber, was selbst durch die Schulmedizin nicht einmal behandelt wird:
Die sehr viel häufiger vorkommenden viralen (nichteitrigen) Meningitiden sind meist selbstlimitierend (klingen von selbst wieder ab) und müssen nicht antibiotisch behandelt werden. (Wikipedia, Meningitis)

Diese Situation spiegelt sich auch in folgendem Artikel wider:

Kinderlähmung ist das Schreckgespenst aller Infektionskrankheiten. Dabei wird vergessen, dass die Kinderlähmung schon seit vielen Jahrzehnten stark abgenommen hat - und zwar in Ländern, wo kaum dagegen geimpft wurde (England), ebenso deutlich, wie in Ländern mit Polio-Impfzwang (DDR).
Als in den 50er Jahren die ersten Virelon-Impfungen gemacht wurden, stiegen in Deutschland die Polio-Todesfälle sprunghaft an. Hörte man mit dem Impfen auf (wegen gehäufter Zwischenfälle in den USA), sanken die Todesfälle wieder. 1961 wurde die Schluckimpfung eingeführt. Einen konkreten Erfolg kann man ihr nicht zugestehen, weil die Todesfälle schon vorher fast auf Null gesunken waren. Das letzte deutsche Kind erkrankte 1978 an Kinderlähmung. Alle nachher aufgetretenen Lähmungserscheinungen konnten immer auf die Impfung selbst zurückgeführt werden.
Man spricht von Impf-Poliomyelitiden. 1955 wurden in Amerika 260 Menschen gelähmt, weil man ihnen den Impfstoff einer Tochterfirma von Bayer gespritzt hatte. Dieser Impfstoff wurde sofort vom Markt genommen. Nicht so in Deutschland. Dort impfte man mit demselben Produkt weiter, was in den 60ern zu Lähmungen und Todesfällen führte.
(http://www.gandhi-auftrag.de/Impfungen.htm)

Das Phänomen der eingeimpften, abgeschwächten Krankheitserreger, die dann trotzdem ausbrachen, weil es sich um eine geschwächte Population handelte, begegnete uns auch schon im Kapitel "Eingeimpfte Erreger und Nutztiere".
Weitere derartige Polio-Fälle ereigneten sich 1992 in den Niederlanden:

1992 bricht in den Niederlanden eine Polioepidemie aus, bei der einige Hundert Menschen erkranken. 92 Prozent der Opfer sind vom Impfvirus befallen (mit Impfvirus bezeichnet man die Virusform, die in der Natur nicht existiert, sondern nur in Impfungen anzutreffen ist). (Rabuffetti, S. 39)

In dem Buch "Impfungen - der unglaubliche Irrtum" von Simone Delarue findet sich auf Seite 6 ein Verweis auf einen Artikel der Welt am Sonntag vom 02.02.1997, "Kinderlähmung meist durch Impfung verursacht":

Fast alle registrierten Fälle von Kinderlähmung in den USA sind durch die Einnahme der Schluckimpfung ausgelöst worden.
Zu diesem Ergebnis kamen die US-Gesundheitsbehörden. In den Jahren 1980 bis 1994 wurden 133 Fälle von Kinderlähmung verzeichnet. 125 der Erkrankten waren zuvor mit Lebendviren gegen die Krankheit geimpft worden.

Und einen aktuelleren Fall dokumentierte die Süddeutsche-Zeitung in Afrika:

In Afrika ist es infolge einer Impfkampagne gegen Kinderlähmung zu einem Ausbruch der Krankheit gekommen. Doch in Deutschland ist die Schluckimpfung mit Lebend-Viren längst abgeschafft.
Wer Angst vor Impfungen hat, fühlt sich beim Blick auf Afrika womöglich bestätigt. Dort ist es infolge einer Impfkampagne gegen Kinderlähmung (Poliomyelitis) zu einem Ausbruch dieser Krankheit gekommen. Ein Polio-Virus, das sich aus dem Schluck-Impfstoff entwickelt hat, hat in Nigeria in den vergangenen zwei Jahren mindestens 69 Kinder befallen.
(sueddeutsche.de, 28.09.2007)

Das soll alles nicht bedeuten, dass die Impfung in Risiko- und Entwicklungsgebieten nicht sinnvoll sein können.

4. Hinweis für mich

Röteln, Mumps und dann: Die Andersartigkeit von Polio, ausgliedern.

neue Polio Epidemien: http://gesundheitsnews.imedo.de/news/1017463-welt-polio-tag-warum-uns-diese-krankheit-immer-noch-betrifft



die frage,m die mcih auch interesseiren würde: In einer Gemeinde der Amish People im Bundesstaat Minnesota sind mindestens vier Kinder mit dem Virus infiziert worden. Das Polio-Virus war Anfang Oktober bei einem sieben Monate alten Baby mit schwerer Immunschwäche entdeckt worden. Anschließende Tests brachten die Infektion auch bei den anderen Kindern zu Tage. wie kommt das virus dahin? die amisch weerden kaum mit dem fluzgzeug irgendwohin geflogen und es da abheolt haben. und wenn dieses babay nicht eine immunschwäche gehabt hätte, dann nicht einmal entdeckt worden. http://www.g-o.de/wissen-aktuell-3737-2005-10-27.html (Polio: Ausrottung gescheitert? Kinderlähmung wieder auf dem Vormarsch)