Tetanus
Ob eine Impfung gegen eine schwere Infektionskrankheit eine Wirkung hatte und dadurch den Rückgang der betreffenden
Infektionskrankheit etwas beschleunigt hatte oder nicht, lässt sich, so banal es klingt, anhand der Statisitk der
Todesfallzahlen und dem Einsetzen des Impfzeitpunktes erkennen.
Diese Selbstverständlichkeit erwähne ich darum, weil oft genug lange weiter geimpft wurde, obwohl nichts, außer
dem Glauben daran, eine Wirkung der Impfung hergegeben hat.
Wir hatten das bereits bei der TBC-Impfung gesehen. Deren Wirkungslosigkeit ließ sich ebenfalls gut an
den Graphen, siehe entsprechendes Kapitel, ablesen und trotzdem wurde noch mehr als 30 weitere Jahre mit ihr geimpft.
Und auch bei der Cholera-Impfung ist es so gewesen.
Wikipedia schreibt zur Cholera-Impfung:
"Die frühere intramuskuläre Impfung ist als veraltet und wirkungslos zu beurteilen."
(Wikipedia - Cholera)
Die Diptherieimpfung hingegen ist zum Beispiel eine Impfung, die wirksam ist. So erkennt man nach dem Einsetzen der Impfung
in entsprechenden Grafiken einen starken Abfall der Todesfallzahlen.
Diese Dinge sind alle erledigt und bekannt, sie lassen sich in jedem Lexikon finden.
Etwas, was neu ist, ist hingegen wie Tetanus in diesem Zusammenhang beurteilt werden muss.
Der Verlauf der Tetanus-Grafiken entspricht
dem typischen Verlauf einer unwirksamen Impfung.
2. Tetanus - geschichtlicher Verlauf
In diesem Kapitel werfen wir einen Blick auf den geschichtlichen Verlauf von Tetanus.
2.1 Deutschland - geschichtlicher Verlauf
Die Entwicklung der Todesfälle durch Tetanus in Deutschland:
(Grafik, S. 114, Buchwald)
Der graue Bereich gibt das Einsetzen der Massenimpfungen in Deutschland an.
Also, keine Überraschung. Die Sterblichkeit bei Tetanus hat durch die allmählichen Verbesserungen der Lebensbedingungen, wie bei allen anderen schweren Infektionskrankheiten auch, egal wann und ob überhaupt geimpft wurde, stetig abgenommen.
2.2 England
Die Massenimpfungen in England setzten etwas früher ein als in Deutschland, nämlich 1966. Eine Folge des Krieges und des Wohlstandsvorsprungs, den England dadurch hatte, was sich später auch bei den Masern sehen lässt.
Nach dem Statistischen Jahrbuch für Weltgesundheit gab es 1965 in England 35.000 Impfungen gegen Tetanus und 1966 dann einen Sprung auf 835.000.
(Delarue, S. 177)
Werfen wir also einen Blick auf England (McKeown, S. 148):
Wenn du den Begriff "wirkungslos" in seiner vollen Dimension erfassen willst, dann kannst du diese Kurven als Referenzkurven nehmen.
Wir sehen, wie bei allen anderen Infektionskrankheiten auch, infolge der stetigen Verbesserungen der Lebensbedingungen, einen ebenso stetigen Abfall der Kurve, ohne irgendeinen außergewöhnlichen Einschnitt.
Anmerkung 1: Gegen Tetanus wurde relativ früh als Behandlungsmethode auch die Passivimpfung eingesetzt. Das heißt, der Organismus hat die Antikörper nicht selbst gebildet, sondern er wurde mit einem Impfserum aus bereits fertigen fremden Antikörpern oder Toxinen geimpft.
Allerdings setzt die Behandlung folgerichtig erst nach einem Tetanusausbruch ein und konnte damit keinen Einfluss auf die Anzahl der Tetanusinfektionen selbst haben. Lediglich Auswirkungen auf die Todesrate wären möglich.
Die Todesrate sank aber sowieso, da es beständig weniger Tetanus-Infektionen gab. Der Auswirkung dieser Behandlungsmethode kann damit nur äußerst gering gewesen sein, da sich der generelle Verlauf der Kurve aus der stetig sinkenden Zahl der Infizierten bei Tetanus ergibt.
Selbst dieser geringe Einfluss dieser Behandlungsmethode auf die Todesrate ist aber zweifelhaft. Ich fand dazu eine Studie, die heute so nicht mehr durchgeführt werden könnte, da es ethisch nicht verantwortbar wäre, einen Patienten nicht mit einem nutzlosen Serum zu behandeln.
In der Zusammenfassung der Studie steht, wobei "no A.T.S" für kein Serum steht:
A blind controlled trial with antiserum was undertaken in 470 patients with proven tetanus. Patients were randomly allotted into various treatment groups - namely, group 1 (no A.T.S.), group 2 (10.000 units of A.T.S.), group 3 (30.000 units) and group 4 (60.000 units). The survival-rate was 54,4% 59,% 50,4% und 52,3%. This difference was not significant.
There was no difference in the course of the disease during the first week of hospital stay in the four groups. The development of complications, such as laryngeal spasm and pyrexia, was comparable in the various groups. The length of survival in fatal cases and the length of hospital stay in the cured patients was not signifincantly different in the various groups.
(Vaishnava, H., "A controlled trial of antiserum in the treatment of Tetanus", Lancet, 24.12.1966)
Anmerkung 2: Es ist auch nicht so, dass der Tetanuserreger zwangsläufig von außen in die Wunde kommen muss:
Interessanterweise findet man Bakterien vom Typ Clostridium tetani auch in nicht offenen Wunden (Prellungen, Quetschungen), was die Vermutung nahe legt, dass das Bakterium generell bei nekrotischen Prozessen im Körper auftreten kann, die unter Luftabschluss ablaufen, was bei gedeckten Wunden natürlich viel häufiger der Fall ist. (Wikipedia, Clostridium tetani)
Auch dies macht es nochmal verwunderlicher, dass wir, entgegen den Verlautbarungen, wie dramatisch alles ist, so wenige Tetanusfälle haben.
Es scheint vielmehr so zu sein, dass Tetanus dann bei einer Verletzung ausbrechen kann, wenn eine generelle Schwächung des Organismus vorliegt und das Bakterium von außen dazu kommt oder bereits im Organismus war. Und damit unterscheidet sich dann Tetanus auch hier nicht von den anderen bisher betrachteten Infektionskrankheiten wie Tuberkulose, Cholera oder den Pocken.
3. Tetanus - Der Irrsinn
Bei jeder Verletzung, selbst bei der kleinsten Schürfwunde oder dem kleinsten Kratzer, besteht die Gefahr, sich mit Tetanus-Bakterien zu infizieren. Ob Kleinkinder oder Senioren - eine Infektion endet in ca. 50 Prozent der Fälle tödlich.
Niemand kann sich der Gefahr einer Verletzung im privaten Bereich, im Beruf, im Straßenverkehr oder anderswo entziehen. Deshalb handelt jeder leichtfertig, der keinen ausreichenden Tetanus-Impfschutz besitzt. Die Tetanus-Impfung ist eine der wichtigsten Impfungen überhaupt!
Da es in der Regel die kleinen Wunden sind, durch welche die Erreger in den Körper eindringen, sind krabbelnde oder spielende Kinder extrem gefährdet. Problematisch wird es allerdings auch bei Erwachsenen. Bei ihnen nimmt die Schutzrate mit zunehmendem Alter ab, denn viele vernachlässigen ihren Impfschutz. Das ist äußerst gefährlich: denn, ob Kleinkinder oder Senioren - eine Infektion endet in ca. 50 Prozent der Fälle tödlich.
Wer wird schon eine leichte Hautverletzung, eine Abschürfung, einen Stich durch eine Rose mit einer schweren Infektion in Zusammenhang bringen? Wer weiß schon, dass die Erreger des Wundstarrkrampfes überall vorkommen können, besonders in der Erde, Schmutz, Straßenstaub oder teilweise in Exkrementen? Die Bakterien sind widerstandsfähig gegen Hitze und Desinfektionsmittel und da es keinen natürlichen Schutz gegen Tetanus-Erreger gibt, ist die Tetanus-Impfung besonders wichtig.
Bei jeder noch so kleinen Verletzung, bei einer Schürf- oder Schnittwunde, einem Holzsplitter, einer Quetschung oder gar nur einem Hühnerauge können die Erreger in den Körper gelangen und sich vermehren. [...]
Häufig ist zunächst die Kaumuskulatur von den Krämpfen betroffen, so dass bei diesen Patienten ein sogenanntes "Teufelsgrinsen" auftritt. Später ist die ganze Muskulatur befallen. Alle Erkrankten müssen intensivmedizinisch behandelt werden. Unbehandelte Tetanus-Patienten sterben an Atemlähmung, da die Atemmuskulatur verkrampft und dadurch ausfällt.
Trotz moderner Intensivmedizin ist die Sterblichkeit hoch. Eine überstandene Krankheit verleiht keine Immunität.
Einzig wirksamer Schutz ist die Impfung.
Dieser Text zu Tetanus befindet sich auf www.impfen.de, dem deutschen Infoportal zum Schutz vor Infektionskrankheiten. Das deutsche Infoportal zum Schutz vor Infektionskrankheiten wird betrieben von dem Pharmakonzern NovartisVaccines.
Ich finde es überraschend, dass ein Pharmaunternehmen sich als das deutsche Informationsportal für eine so weitreichende Entscheidung wie impfen oder nicht impfen ausgeben darf. Die verdienen ihr Geld mit Impfungen, wie objektiv sollen die Informationen da sein?
Dass dagegen ein Hersteller für Abführmittel die Notwendigkeit von Abführmitteln betont und bewirbt, ist wenig ungewöhnlich. Richtig überraschend ist dann wieder, dass diese Notwendigkeit des Abführmittels von allen offiziellen Stellen fast 1:1 übernommen wird. So Aussagen wie: Der Erreger kommt überall vor, eine kleine Hautverletzung reicht aus, die Infektion verläuft häufig tödlich, einziger Schutz ist die Impfung finden sich überall wieder.
Auch erinnert die Aussagenkette: Der Erreger ist überall, die Verletzung braucht nur ganz klein zu sein, die Sterblichkeit ist sehr hoch, mehr an ein Schmierentheater als an ernsthafte Wissenschaft:
Die bösen Gesellen sind abgrundtief finster und sie brauchen dich nur leicht zu berühren, dann ist es um dich geschehen und sie sind überall. Aber wenn du diesen güldenen Groschen bei dir trägst, dann kann dir nichts geschehen.
3.1 Weitere Stellungnahmen
Das Ministerium aus Thüringen war der zweite Treffer, den Google anzeigte, als ich nach offiziellen Stellungnahmen zu Tetanus suchte. Thüringen hat netterweise ein Tetanus-Faltblatt herausgegeben, welches auch als PDF gelesen werden kann:
Tetanus, auch Wundstarrkrampf genannt, ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, deren Verursacher ein sporenbildendes Bakterium ist. Unabhängig vom Alter ist jeder Mensch gefährdet. Pro Jahr erkranken in Deutschland ca. 15 Bürger an Wundstarrkrampf, z. T. mit tödlichem Ausgang. Der Erreger des Wundstarrkrampfes kommt überall in der Erde, im Straßenstaub, an Holzsplittern und dergleichen vor. Die Wundstarrkrampferreger können bereits durch kleinste Hautverletzungen, so genannte Bagatellverletzungen, in den Körper gelangen, wie z. B. bei Stich- Schnitt-, Biss- oder Schürfwunden. Zu den Bagatellverletzungen zählt auch ein Stich mit einem Rosendorn, ein Holzsplitter in der Hand oder ein Kratzer bei der Gartenarbeit.
In der Zeit zwischen vier Tagen bis zu vier Wochen nach dem Eindringen der Krankheitserreger in den Körper beginnt bei Ungeschützten die meist schwer verlaufende Krankheit. An der Eintrittsstelle vermehren sich die Wundstarrkrampferreger und bilden ein Gift (Toxin), das durch Schädigung des Nervensystems zu schweren Muskelkrämpfen bis hin zu Muskellähmungen führt. Trotz modernster intensivmedizinischer Maßnahmen und der Gabe von Antitoxin kommt es auch heute noch in 30-50 Prozent der Erkrankungen zu Todesfällen.
Da man den Kontakt mit dem Wundstarrkrampferreger kaum vermeiden kann, bietet allein die Impfung Schutz vor einer möglichen Erkrankung! Selbst eine überstandene Erkrankung bietet keinen bleibenden Schutz.
(www.thueringen.de, Tetanusfaltblatt.pdf, ISBN: 3-934761-47-X, 2. Auflage)
Vom ersten Satz, dass Tetanus eine lebensbedrohliche Krankheit ist und alle gefährdet sind, über die kleinsten Verletzungen und den Rosendorn bis hin zu den letzten Sätzen, dass die Impfung der einzig mögliche Schutz ist und auch eine überstandene Erkrankung keinen Schutz bietet, findet sich alles aus der Darstellung des Pharmaherstellers wieder. Das nenne ich einmal unabhängige Information.
Ich wohne in NRW, sehen wir nach, was das hiesige Ministerium dazu schreibt:
Tetanuserreger kommen überall in der Erde und im Schmutz vor. Bei Verletzungen können sie in den Körper eindringen und zu heftigen Muskelkrämpfen am ganzen Körper führen. Auch die Atemmuskulatur ist betroffen, so dass es zum Ersticken kommen kann. Die Infektion verläuft fast immer tödlich.
(www.mais.nrw.de, Ministerium, Gesundheit, Aufklärung, Impfschutz)
Stiftung Warentest hat 12 Gesundheitsportale getestet. Schauen wir uns davon die ersten beiden an. Zuerst GesundheitPro.de, das Gesundheitsportal der Apotheken-Umschau:
Eigentlich sind kleine Verletzungen nicht weiter schlimm. Gelangt jedoch Schmutz in die Wunde, kann das gefährlich werden.
Der Frühling naht. Für Hobbygärtner heißt das: Verdorrte Pflanzentriebe abschneiden, Blumenzwiebeln einbuddeln und die ersten Primeln oder Osterglocken in die Blumenschale pflanzen.
Doch wer im Garten arbeitet, kann sich schnell verletzen. Die dreckige Gartenschere, die Dornen am Rosenstock oder ein Holzsplitter am Gartenzaun prädestinieren für Ritzer und Schrammen. Die Gefahr dabei: "Durch kleinste Bagatellverletzungen können Tetanusbakterien in die Wunde gelangen", sagt Susanne Glasmacher vom Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin.
(www.apotheken-umschau.de, Infektion, Tetanus)
Und dann Netdoktor.de, das unabhängigen Informationsportal zu Gesundheit, Krankheiten usw.:
Tetanus ist eine schwere Erkrankung des Nervensystems, die durch das Gift des Tetanus-Bakteriums hervorgerufen wird. Bei infizierten Menschen erstarrt die Muskulatur des ganzen Körpers krampfartig. Im Verlauf der Erkrankung können die Patienten nicht mehr sprechen und die Atmung setzt aus. Weltweit sterben rund 50% der Erkrankten.
Der Tetanus-Erreger tritt weltweit auf und ist praktisch überall vorhanden. Er befindet sich in Böden und gelangt über Wunden in den Körper. Menschen können sich über fast jede Art von Verletzung infizieren - auch durch kleine Wunden und Kratzer, wie sie zum Beispiel bei der Gartenarbeit häufig entstehen.
(www.netdoktor.de, Tetanus-Impfung)
3.2 Das Kind beim Namen nennen
Medial sind wir, sobald das Thema Tetanus berührt wird, dumpfen, nicht fassbaren Bedrohungs- und Schreckensmeldungen über die Wirkung von Tetanus ausgesetzt. Sehen wir uns aber einmal die konkreten Zahlen an:
In Deutschland wurden in den vergangenen Jahren weniger als 15 Tetanusfälle jährlich registriert, überwiegend bei älteren Menschen. Mit Tetanus-Bakterien infizierten sie sich meist bei der Gartenarbeit durch leichte Verletzungen oder durch andere Wunden, die im höheren Alter häufig sind. Solche sind ein "offenes Bein", entzündetes "Hühnerauge" oder schlecht heilende Wunden wegen Zuckerkrankheit. (www.dgk.de, Deutsches Grünes Kreuz, Tetanus)
Also, fünfzehn Tetanusfälle, überwiegend bei älteren Menschen, ausgelöst durch "Hühneraugen" oder "offene Beine". Das macht alle Gefahren-Meldungen, die wir davor lesen mussten und die vor allem auch zum Impfen von Kindern auffordern sollen, mehr als lächerlich.
3.3 Ein paar Tropfen Logik
Schauen wir einmal, wie viele Todesfälle unter diesen 15 Tetanusfällen sind:
In Deutschland gibt es im Durchschnitt knapp 15 Fälle pro Jahr, von denen ca. 25% zum Tode führen (bei älteren Menschen sogar 55%).
(Wikipedia, Tetanus)
Wobei, in den Jahren 1999 und 2000 waren es jeweils nur 8 Fälle und danach wissen wir es nicht mehr, da Tetanus seit 2001 nicht mehr meldepflichtig ist.
Das sind, ausgehend von den letzten Zahlen, etwa 2 Tetanustote im Jahr.
Wir lasen ja schon beim Grünen Kreuz, dass vor allem ältere Menschen betroffen sind und bei Wikipedia lesen wir, dass diese auch eine höhere Todesfallquote haben, nämlich sogar 55%.
Das liegt daran, dass im Alter die Immunabwehr nachlässt. Das lässt sich auch historisch verfolgen, in dieser Gruppe starben fünf- bis zehnmal so viel Menschen an Tetanus wie in allen anderen. (siehe Buchwald, Tetanus)
Diesen bekannten Sachverhalt machen sich natürlich auch entsprechende Interessengruppen zunutze und in dem Bestreben, Tetanus so gefährlich wie möglich darzustellen, zitieren sie Statistiken, die sogar belegen, dass bestimmte Gruppen alter Menschen eine Todesfallquote von bis zu 100% haben.
Nun liegt es aber in der Natur der Sache, wenn man eine feste Größe hat, sagen wir einfach mal 2 Todesfälle und auf der einen Seite alte Menschen viel häufiger von Tetanus betroffen sind als alle anderen und zum anderen diese alten Menschen auch noch die höchste Todesfallquote haben, dass andere Gruppen eigentlich gar keine Chance mehr haben, an Tetanus zu sterben.
Und so ist es auch. Dass ein jüngerer Mensch in Deutschland an Tetanus gestorben ist, liegt mehr als 25 Jahre zurück.
In der Grafik des Statistischen Bundesamts über Todesfälle bei Tetanus seit 1980, die nach Altersgruppen sortiert sind, wird in der Gruppe der 15-19 Jährigen genau ein Todesfall ausgewiesen. Das war 1984, Impfstatus unbekannt.
Wenn man auf der einen Seite die tatsächliche Gefährdung sieht und dann auf der anderen Seite die ganzen Schreckensmeldungen zu Tetanus liest, dann ist doch eines ganz klar: Das ist irre.
4. Tetanus - Die Impfung
Wesentlich, um die Wirkung oder Nichtwirkung der Tetanusimpfung und die Gefahr durch Tetanus einschätzen zu können, ist eine Abschätzung der Anzahl der Menschen, die keinen ausreichenden Impfschutz vor Tetanus haben.
Generell ist es so, dass die Impfquote mit zunehmendem Alter immer mehr sinkt. Wenn Kinder noch in großer Zahl zum Impfen getrieben werden, so lässt bei uns Erwachsenen die Impfbereitschaft schon nach und bei den älteren Menschen noch mehr. Klar, das ist völlig erklärbar, die Kinder schickt man noch zum Impfen, aber bei einem selbst nimmt man es nicht mehr so genau.
Wir betrachten im Folgenden den Impfstatus bei Kindern, Erwachsenen und älteren Menschen.
4.1 Kinder und Tetanus
Es gibt eine Kleine Anfrage an den Niedersächsischen Landtag, die eine Antwort zum Impfstatus bei Kindern liefert:
Die Frage lautete:
Wie hoch ist der Impfschutz bezüglich Diphtherie und Tetanus in der niedersächsischen Bevölkerung?
Und die Antwort war:
Obwohl erst mit Einführung des Infektionsschutzgesetzes die Erhebung des Impfstatus [...] verbindlich festgelegt wurde, verfügt die Landesregierung durch entsprechende Erhebungen der niedersächsischen kommunalen Gesundheitsämter seit Mitte der 80-er Jahre über lückenlose Daten zum Durchimpfungsgrad von Kindern im Alter von 6-7 Jahren. Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt fasst diese Zahlen jährlich in einem Jahresbericht zusammen. Sowohl für Diphtherie als auch für Tetanus beträgt diese Quote 90 bis 95%.
(Niedersächsischer Landtag - 14. Wahlperiode, Drucksache 14/3218, zu finden unter: www.landtag-niedersachsen.de/parlamentsdokumente)
Dass nicht mehr Kinder geimpft sind, dürfte an den Migranten liegen, die in der Regel nicht ganz so impfbegeistert sind wie wir Deutschen und an Kindern aus sozial schwierigen Milieus. Wenn die Eltern drogen- oder alkoholabhängig sind, hat die Impfung des Kindes vermutlich keine obere Priorität mehr. Genauso gibt es Eltern, die Impfen nicht als wichtig empfinden, die alternativmedizinische Anhänger sind oder Impfgegner. Des Weiteren können auch Menschen mit vorliegender Immunschwäche nicht geimpft werden.
Wie auch immer, jedenfalls sind viele Kinder nicht oder nicht ausreichend gegen Tetanus geimpft.
Weiter ist es so, dass keine Impfung 100% der Geimpften schützt, aufgrund der obligatorischen Impfversager, und so ist es auch bei Tetanus. Die Techniker Krankenkasse schreibt unter Tetanus:
Der Impfschutz beginnt nach etwa 14 Tagen. Über 90% der Geimpften bilden Abwehrstoffe (Antikörper) gegen das Tetanusgift (Tetanustoxin).
(www.tk.de/tk/impfen/impfungen/tetanus/35968)
Wenn wir die nicht geimpften Kinder und die Impfversager zusammennehmen, können wir konservativ sagen, 10% eines Geburtsjahrgangs sind nicht gegen Tetanus geschützt. Das sind damit ca. 70.000 Kinder pro Jahrgang.
Wir haben also in jedem Jahrgang Abertausende ungeschützte Kinder, einen allgegenwärtigen Erreger und nichts, was passiert. Und das, wo nach den dringenden Warnungen der Experten, siehe letztes Kapitel, die kleinste Bagatellverletzung ausreicht und jedes krabbelnde oder spielende Kind extrem gefährdet ist.
Das bedeutet damit, entweder wir haben bei uns pro Jahrgang 70.000 Kinder, die niemals krabbeln und spielen oder aber es handelt sich einfach nur um ein neues Wunder Gottes, auf das die Impfmedizin gewohnt dankbar zurückgreift, um ihre Theorien halten zu können.
4.2 Erwachsene und ältere Menschen
In derselben Kleinen Anfrage von oben an den niedersächsischen Landtag steht weiter, dass aus Stichprobenuntersuchungen an Rekruten bzw. aus Erhebungen innerhalb eines europaweiten Projekts hervorgeht, dass im jungen Erwachsenenalter nur 60-70% der Untersuchten einen befriedigenden Impfschutz gegen Diphtherie aufweisen, im höheren Alter nur 40 bis 50%.
Die Tetanusimpfraten liegen über denen für Diphtherie, weisen aber mit zunehmendem Alter, vor allem bei Frauen, ebenfalls Lücken auf.
Die Pharmazeutische Zeitung, eine Apothekerzeitung, schreibt und beruft sich dabei auf den Arbeitskreis Impfen:
Nur 65 Prozent der 30 bis 39 Jahre alten Menschen und nur 40 Prozent der über 70-Jährigen haben den Angaben zufolge einen aktuellen Impfschutz gegen Tetanus. (www.pharmazeutische-zeitung.de, Ausgabe 18/2005)
Von 2554 Blutproben älterer Menschen zwischen 60 und 98 Jahren wurden nur bei 15,3% als ausreichend angesehene Titer gefunden.
(Impfreport Nr. 64, 03/2010, Sauerbreit et al. Bundesgesundheitsblatt 01/2004)
Umgekehrt bedeuten die in diesen Quellen genannten Zahlen, dass im höheren Alter mindestens 50 bis 60% der Bevölkerung keinen Schutz vor Tetanus haben. Und im jungen Erwachsenenalter, mit Anfang 20, lesen wir, sind es etwa 30%.
Bei einer Bevölkerung von 80 Millionen, die zunehmend älter wird, können wir damit sicher von 25 Millionen nicht vor Tetanus geschützten Menschen ausgehen.
4.3 Nichts Überraschendes
Die Sache ist ziemlich klar. Wenn stimmen würde, was die Impf-Experten erzählen, wären die Krankenhäuser voll von Tetanusinfizierten. Gerade die älteren Menschen, die auch historisch gesehen immer überproportional aufgrund der im Alter nachlassenden Immunabwehr betroffen waren, von denen es jetzt weit mehr gibt als früher und die über den geringsten Impfschutz verfügen, müssten massiv betroffen sein.
Es ist bei Tetanus also genauso wie bei allen anderen schweren Infektionskrankheiten: Die Erkrankungen sind infolge der starken Verbesserungen der Lebensbedingungen zurückgegangen.
Schätzen wir den Einfluss dieser verbesserten Lebensbedingungen einmal ab:
Die Todesrate bei Tetanus auf eine Million Einwohner betrug in England, wie sich der Grafik im nächsten Kapitel entnehmen lässt, vor dem Einsetzen jeglicher Impfungen, etwa sieben.
Nehmen wir die eben ermittelte Zahl der Menschen, die heute vor Tetanus ebenso wenig geschützt sind wie die damals, und multiplizieren sie mit sieben. Wir kommen damit auf 25 x 7, also auf 175 Tetanustote pro Jahr.
Tatsächlich haben wir aber nur etwa zwei Tetanustote, womit der Einfluss der Lebensbedingungen die Tödlichkeit von Tetanus um den Faktor 87 reduziert hat.
4.4 Die Impfung
Für die Impfung bleibt da nicht mehr viel an Wirkung übrig. Besonders, wenn man noch das Folgende berücksichtigt: Die Tetanus-Impfung gilt als wirksam, wenn kurze Zeit nach der Impfung ein bestimmter Wert im Blut, der sogenannte Tetanus-Antikörpertiter-Wert, nachgewiesen werden kann.
Allerdings ist es auch so, dass Menschen auch ohne Impfung, die ja der einzig wirksame Schutz vor Tetanus sein soll, über einen entsprechenden Antikörpertiter verfügen können. Genauso, dass Menschen trotz eines ausreichenden Antikörpertiters erkranken und infizierte Menschen ohne diesen Antikörpertiter nicht.
Ein Beispiel, dass trotz mehrfacher Impfung und nachgewiesenem, ausreichendem Antikörpertiter-Wert Tetanus ausgebrochen ist, findet sich sogar unter den drei Tetanus-Fällen, die das Robert Koch Institut im Internet dokumentiert hat:
Ein 14-jähriger Junge wurde mit Kopfschmerzen, linksseitiger Ptosis, Parästhesie und Sehstörungen in die Kinderklinik der Charité Berlin eingewiesen. Die Anamnese ergab, dass er einen Tag nach dem Genuss von gegrilltem Hühnchen und drei Tage vor der stationären Aufnahme milden Durchfall hatte. Weiterhin hatte sich der Patient in der Woche davor eine kleine Schürfwunde am linken Knie auf dem Holzfußboden zugezogen, welche bei der Einlieferung im normalen Heilungszustand war. Sein Impfstatus bezüglich Tetanus war vollständig (3 Impfungen im 1. Lebensjahr, eine Auffrischungsimpfung mit 13 Jahren). […]
Zeitgleich wurde der Gehalt von anti-Tetanus-IgG im Patientenserum mit 2,11 IE/ml bestimmt, das heißt, der Patient besaß zum Zeitpunkt der Behandlung einen als ausreichend eingeschätzten Impfstatus.
(www.rki.de, Epidemiologisches Bulletin 24, 13.06.2008)
Der Junge erholte sich nach der Erkrankung wieder. Aber "als ausreichend eingeschätzter" IE/ml-Wert ist gut. Der Wert lag bei 2,11 und die Impf-Schutzgrenze liegt bei 0,04 IE/ml.
So eine abschwächende Sprache in der Wissenschaft bin ich eigentlich gar nicht gewohnt. Man findet so eine relativierende Sprache - im Gegensatz zu der stark übertriebenen bei den möglichen Gefahren einer Infektionskrankheit - höchstens noch, wenn es um Impfnebenwirkungen geht.
Bei der Tuberkulose war es die Tuberkulin Sensibilität, die durch die Impfung hervorgerufen und später gemessen wurde und ein Maß für den erzeugten Schutz sein sollte und hier ist es jetzt der Tetanus Antikörpertiter. Das ist alles derselbe Käse, nur mit einem anderen Namen.
4.5 Tja
Der Einfluss der Lebensbedingungen auf den Rückgang von Tetanus ist sogar noch erheblich größer als bisher angesetzt.
Besonders alte Menschen sind anfällig für Tetanus, es gibt heute aber weit mehr alte Menschen als früher. Alte Menschen, die kaum geimpft sind. Und trotzdem wurde der Rückgang von Tetanus nicht gebremst.
Genauso können wir leicht noch weiter in der Zeit zurückgehen. Die Todesrate war davor noch weit höher als sieben auf eine Million, das war ja erst 1905 der Fall. Die USA hatten beispielsweise im 18. Jahrhundert 105 Todesfälle auf 100.000 Soldaten. Wenn wir von nur 50 Fällen auf 100.000 Menschen in der normalen Bevölkerung ausgehen, wären das heutzutage 12.500 Tote auf unsere 25 Millionen ungeimpften Menschen. Der Einfluss durch die Verbesserung der Lebensbedingungen hätte damit schon einen Faktor von 1:6.250 erreicht.
Auch müssen die beiden Tetanustoten, die hier als Grundlage für die Berechnungen dienen, bei Weitem nicht zwangsläufig aus der Gruppe der Ungeimpften kommen, wie gerade gesehen. Und selbst wenn: Im Alter sind nur ein Viertel der Menschen gegen Tetanus geimpft, da braucht nur alle paar Jahre ein Geimpfter sterben, um alles obsolet werden zu lassen.
Wir haben also einen nahezu alles dominierenden Einfluss der Lebensbedingungen, zusammen mit einer sehr kleinen Fallzahl an Infektionen, die zudem noch von Geimpften mit hohen Tetanus-Schutzwerten durchsetzt ist.
Das sind alles keine guten Voraussetzungen, wenn man da die Wirksamkeit der Impfung belegen muss.
Glücklicherweise braucht das aber auch keiner. Die Tetanus-Impfung gilt, wie oben beschrieben, als wirksam, wenn nach ein paar Wochen im Labor irgendwelche Werte erreicht werden.
Und warum sollte ich als Pharmaunternehmen dann einen echten Beweis für die Wirksamkeit antreten wollen? Im besten Fall kostet es mich nur eine Menge Geld, im wahrscheinlichsten vernichte ich mein komplettes Produkt. Ehrlich, das würde ich auch nicht machen wollen.
In Afrika aber, wo die Infektionszahlen höher sind, würde sich ein Feldversuch anbieten. So einer wie damals der bei der großen indischen Vergleichsstudie zur Tuberkulose.
Bis dahin galten alle Fälle, bei denen TBC trotz Impfung ausbrach, als Impfversager. Dass in dem besagten WHO-Feldversuch dann herauskam, dass es genauso viele "Impfversager" gibt, wie wenn nicht geimpft wird, ist nicht frei von Komik.