Training des Immunsystems
Wir müssen unterscheiden zwischen einer nicht durchlebten Kinderkrankheit und der allgemeinen Gesundheit des Kindes.
So ist es unzweifelhaft, dass es möglich ist, durch Impfungen viele Kinderkrankheiten zu verhindern. Ob das Kind dadurch jedoch auch tatsächlich gesünder wird, ist wieder eine ganz andere Frage.
Es ist bei Weitem nicht automatisch klar, dass ein Kind dadurch gesünder wird, dass es geimpft ist und damit die Kinderkrankheiten entfallen. So wissen wir aus allen anderen Bereichen des Lebens wie Umwelt, Schule, Freunde, dass es nicht gut ist, wenn wir anfangen, ein Kind zu sehr vor den Alltäglichkeiten des Lebens zu schützen, weil es dann nicht lernt, sich durchzusetzen und später darum Probleme haben wird.
Und tatsächlich wissen wir das durchaus auch aus dem Bereich der Biologie und Infekte:
(1)
Gerade Allergologen reden oft von einem notwendigen Training des Immunsystems
und raten gerne auch dazu, Kinder im Matsch spielen zu lassen.
Je höher die Hygiene, der Wohlstand und damit der Konsum, desto höher das
Allergierisiko. Vor 200 Jahren waren Allergien eine reine Oberschichtkrankheit.
Und auch heute noch sind Allergien in einfachen Kulturen nahezu unbekannt.
Das Buch des Medizinhistorikers Mark Jackson, welches ebenfalls auf Deutsch erschienen ist, "Allergien auf
dem Vormarsch: Die Entstehung einer Volkskrankheit", befasst sich mit dem Thema.
Aus der Richtung der Hygiene kommt auch die Hygienehypothese von David Strachan.
Je mehr Geschwister ein Kind hat, desto mehr Infektionen hat es und desto
geringer ist sein Allergierisiko.
Beides, das Wohlstandsgefälle von West nach Ost und die Kinderkrippen, ein wahrer Hort für Infektionen, gegenüber den Einzel- und Duokindern im Westen, die die ersten Jahre zuhause blieben, sind übrigens auch der Grund, dass es in der DDR vor der Wende weniger Allergien gab.
(2) Das Immunsystem muss reifen.
Der Virenansturm in der Kindheit bildet das Immunsystem aus.
Wir wissen bei Erkältungen, dass das Immunsystem mit jeder Infektion dazu lernt und dass Kinder dadurch, je älter sie werden, desto besser geschützt sind und desto weniger Erkältungen durchmachen müssen.
Vor allem Kindergartenkinder sind sehr häufig erkältet. "Das kindliche Immunsystem reift noch und muss erst lernen, mit den vielen Keimen zurechtzukommen", sagt Reinhard Berner, Kinderarzt am Universitätsklinikum Freiburg. (stern.de, Ratgeber Erkältung und Grippe)
(3) Es gibt inzwischen Studien (KiGGS-Studie - Bundesweiter Kinder- und
Jugendgesundheitssurvey von 2003 bis 2006), die zeigen, dass selbst
der kleine Stimulus durch die abgeschwächten Erreger der Impfung
einen positiven Einfluss auf das Immunsystem hat. Im Gegensatz zu gar
nichts natürlich.
Das ist der Hohn schlechthin. Und wenn etwas der Hohn schlechthin ist,
dann ist es auch ein Argument der Impfbefürworter. Und genau so ist es. Wir verzichten auf die echten Infektionen und machen uns abhängig von den kleinen Infektionen durch die Impfnadel, um noch ein paar Brotkrumen zu erwischen.
(4) Wenn man schon an das Prinzip der Impfung glaubt, dann sollte man es auch zu Ende denken.
Die "kleinen Infektionen" infolge der Impfungen schützen vor den leichten Infektionskrankheiten. Aber die leichten Infektionskrankheiten schützen über das Mehr an Erfahrung und Abwehrkörpern, die der Organismus mit ihnen erwirbt, vor Größerem.
Das sind genau die Resistenzgeschichten, die die Medizin hier ausschaltet, mit denen sie sonst überall argumentiert, wenn erklärt werden muss, warum wer oder welche Gruppe auch immer, nicht an etwas Schwererem erkrankt ist.
1. Die Ursache für zu viele Infekte
Bevor wir, nach den allgemeinen Überlegungen, zu konkreten Belegen kommen, möchte ich betonen, dass es keineswegs darum geht, möglichst viele Infektionskrankheiten durchzumachen, um gesund zu sein. Das würde bedeuten, wir würden von einem Extrem in das andere fallen.
Es geht darum, einen vernünftigen Umgang mit den Infektionskrankheiten zu haben und kein Drama daraus zu machen, wenn denn eine Kinderkrankheit da ist. Sich ihnen gegenüber normal zu verhalten und nicht gleich in Vernichtungs- und Ausrottungsphantasien zu verfallen.
Im Prinzip würde ich mir um eine Infektionskrankheit, besonders um die Kinderkrankheiten, keine Gedanken machen, die kommen und gehen, wie sie nötig sind. Erst dann, wenn ein Kind wirklich ständig krank sein sollte, also eine Grippe anfängt, wenn die letzte gerade vorbei ist, sollte man sich Gedanken darüber machen und die Ursache suchen.
Und die Ursache für eine erhöhte Infektanfälligkeit ist niemals eine fehlende Impfung, genauso wenig wie eine bakterielle Infektion eine Antibiotika-Mangelerkrankung ist. Wie man vielleicht vermuten könnte, wenn man sich die Behandlung ansieht.
In Bezug auf die physische Anfälligkeit von Kindern liegt die Ursache vor allem in schlechten Ernährungsgewohnheiten oder Stress.
In diesen Fällen, also wenn das Kind sehr anfällig ist und ständig von Infekt zu Infekt eilt, sollte zum Beispiel die Ernährung geändert werden. Es gibt sogar ein Buch, welches genauso heißt: "Vollwerternährung schützt vor Viruserkrankungen." Es ist von Dr. med. Benjamin Sandler.
Aus dem Buch:
Die Patienten klagten über Kopfweh, Schwindelgefühle, Schwäche, Müdigkeit, Schmerzen im Unterleib, Nervosität, Herzklopfen, häufigen Schweißausbruch und gelegentliche Bewusstlosigkeit. [...] Ich stellte auch fest, dass diese Patienten eine geringe Widerstandskraft gegen Erkältungen, Halsschmerzen, Grippe, Bronchitis und Lungenentzündung besaßen. (Sandler, S. 25)
Und seine Ergebnisse nach einer Ernährungsänderung:
Eine schnell einsetzende und wachsende Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen bei einer besseren Ernährung.
2. zu Krebs: Positive Wirkungen von Viren
Die Punkte 4. und 5. in dem Abschnitt "Die heimlichen Herrscher"
eingebaut bei virenkapitel:
"Viren haben die biologische Evolution auf diesem Planeten maßgeblich
beeinflusst. Sie sind in der Lage, Gene von einem Lebewesen in ein
anderes zu übertragen und damit Erbgut "aktiv" zu verändern. In der
DNA von allen höheren Lebewesen lässt sich virales Erbgut nachweisen."
ist bei krebs besser, dort gezielte:
"Es gibt Viren, mit denen sich Krankheiten behandeln lassen. Sogenannte Bakteriophagen ("Bakterienfresser") können sogar resistente Keime töten."
(Die Ausrottung von Polio ist nicht der richtige Weg, 28.12.2010 )