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Tuberkulose

Tuberkulose ist eine typische Armuts-Erkrankung. Sie bricht nur bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem aus.

Historisch gesehen zog sich Tuberkulose mit den besser werdenden Lebensbedingungen aus Europa zurück. Und zwar lange vor jeder Impfung und Behandlungsmethode.

Das Tuberkulose-Kapitel:

(1) Tuberkulose - historisch

(1.1) USA

(1.2) England

(1.3) Deutschland

(2) Die Tuberkulose-Impfung

(3) Antibiotika

(4) Tuberkulose - wie ansteckend?

(5) Tuberkulose - heute

(5.1) Deutschland

(5.2) England

(5.3) Osteuropa



1. Tuberkulose - Historischer Rückgang der Tuberkulose

Sowohl in den Usa und England als auch Deutschland ging die Tuberkulose weit vor jeder Behandlungsmethode oder Impfung zurück. Die folgenden drei Unterpunkte geben die konkreten Zahlen für New York wieder und die beiden Statistiken für England und Deutschland.



1.1 USA

Für New York wurde 1812 eine Todesrate von mehr als 700 pro 10.000 Ew. geschätzt. 1882, als Robert Koch erstmals den Bazillus isolieren und kultivieren konnte, waren die Todesfälle durch Tuberkulose bereits auf 370 pro 10.000 Ew. zurückgegangen.
Als 1910 das erste Sanatorium eröffnet wurde, war die Rate schon auf 180 gesunken, wenngleich die "Schwindsucht" noch immer den zweiten Platz auf den Sterbetabellen hielt. Nach dem Zweiten Weltkrieg, aber noch bevor die Antibiotika-Therapie routinemäßig eingesetzt wurde, war sie mit einer Rate von 48 auf den 11. Platz gerutscht.
(Untersuchungen von Rene und Jean Dubos in Illich, "Die Nemesis der Medizin", S. 19)



1.2 England

Werfen wir einen Blick auf England. In den 70er Jahren hat der englische Sozial-Hygieniker Thomas McKeown die Sterberegister in England ausgewertet und ein vielbeachtetes Buch über Infektionskrankheiten veröffentlicht.

Wir sehen gleich eine Kurve, die die stetige Verbesserung der sozialen Bedingungen widerspiegelt. Die größte Verringerung der Todeszahlen fand dabei zwischen 1838 und 1848 statt, mit einem Rückgang von mehr als 1000 Toten je einer Million Menschen.
Die TBC-Impfung kam erst, als die Todesrate ohnehin schon stark gesunken war, und hatte dazu noch keinerlei relevanten statistischen Einfluss. Die Einführung der Antibiotika (Chemotherapie) hatte einen kleinen statistischen Einfluss, wenn es nicht das Kriegsende war und kam ebenfalls erst, als die Todeszahlen schon stark gesunken waren.

Die Entwicklung der Tuberkulosesterblichkeit in England und Wales (McKeown, S. 136):

Quelle: Sterberegister England, Thomas McKeown, S:136





1.3 Deutschland

In Deutschland führt das Statistische Bundesamt Buch über Todesfälle bei Infektionskrankheiten (Buchwald, S. 63):

Quelle: Statistisches Bundesamt Wiesbaden, Gerhard Buchwald, S:63


Die Abbildung zeigt die Sterblichkeitskurve der Tuberkulose in Deutschland von 1750 bis 1950.

Professor Weise vom Gesundheitsamt Berlin, der diese Kurve zusammenstellte und dessen Aussage Buchwald in seinem Buch auch zitiert, sagte das, was wir auch aus der Kurve ersehen können: Die Sterblichkeitskurve der Tuberkulose in Deutschland nahm von 1750 bis in die Mitte unseres Jahrhunderts kontinuierlich und fast linear ab. Die Einführung der Tuberkuloseimpfung um 1925 und die breite Anwendung der heute üblichen Medikamente sind ohne Einfluss auf den Seuchenverlauf geblieben.

Zu sehen ist außerdem ein erklärbarer Ausschlag nach oben während und kurz nach den beiden Weltkriegen.



2. Die Tuberkulose-Impfung

(i) Die Indische Vergleichsstudie der WHO
Eine große Vergleichsstudie zur Wirksamkeit der Tuberkulose-Impfung (BCG-Impfung) wurde Anfang der 70er Jahre in Indien durchgeführt. In einem Großversuch, einer Feldstudie mit mehreren Hunderttausend Menschen, wollte die WHO den Streit innerhalb der Medizin beenden und die Wirksamkeit der Tuberkulose-Impfung nachweisen. In einem Areal, in der Nähe von Madras, wurde ein ländliches Versuchsgebiet festgelegt, welches aus 209 Dörfern und einer Stadt bestand, in dem etwa 364.000 Menschen lebten. Von diesen wurden später 260.000 untersucht und geimpft.

Die Ergebnisse der Studie lassen sich in in zwei Sätzen zusammenfassen (Wikipedia):

In den 1970er Jahren wurde eine Tuberkulose-Impfstoff-Studie in Indien mit 260.000 Menschen durchgeführt. Diese ergab, dass mehr Fälle von Tuberkulose bei den Geimpften, als bei den Ungeimpften aufgetreten sind.
(BCG: Bad News from India, The Lancet, Volume 315, Issue 8159, 12.01.1980)

Oder das entsprechende Bulletin der WHO:

Die Verteilung der neu auftretenden Tuberkulose Fälle auf die, am Beginn des Feldversuchs, noch nicht infizierten Menschen, gibt keinen Hinweis auf eine Wirkung der Tuberkulose-Impfung.
Im Original: The distribution of new cases of bacillary tuberculosis among those not infected at intake did not show any evidence of a protective effect of the BCG vaccines.

(Bulletin of the World Health Organisation, 57 (5): 819-827 (1979))

(ii) Folgerungen
Aus den oben gezeigten Statistiken, dem großen indischen Feldversuch und weiteren Studien ergab sich das Offensichtliche:
Die Tuberkulose Impfung schützte nicht vor Tuberkulose.

Wikipedia:
"Da es derzeit keinen wirksamen Impfschutz gegen Tuberkulose gibt..."
(Wikipedia, TBC, September 2013)

Dasselbe sagte wörtlich ein Vertreter des Robert-Koch-Instituts:
"Wir haben keinen wirksamen Impfstoff gegen TBC." (Radio-Interview am Weltgesundheitstag 2007)

In Deutschland wird nicht mehr gegen TBC geimpft und die Impfung ist auch nicht mehr verfügbar.



3. Antibiotika

Zuerst einmal: Antibiotika ist eine Behandlungsmethode. Das heißt, wenn die Tuberkulose gar nicht ausbricht, weil das Immunsystem funktioniert, dann ist eine Antibiotika-Resistenz relativ unwesentlich.

Wir sehen sowohl in der englischen als auch in der deutschen Grafik das Einsetzen der Antibiotika-Behandlung. Das ist als Chemotherapie gekennzeichnet.
Die Antibiotika-Behandlung setzte also ein, als die Tuberkulose-Sterblichkeit bereits auf einen Bruchteil ihrer ursprünglichen Größe gesunken war. Wenn heute jedoch über Tuberkulose berichtet wird, dann waren es immer die Antibiotika, die uns gerettet haben. Und am besten auch noch die Impfungen.

Allein die ganzen Artikel über Antibiotika-Resistenzen. Wird da jemals gesagt, dass selbst ein Totalausfall der Antibiotika nicht wirklich dramatisch wäre?
Die obigen Zahlen wären auch ohne Antibiotika noch weiter gesunken, so dass heute auch ohne dieses Wundermittel nicht wirklich viele betroffen wären.
Quatsch, das wird niemals gesagt. Jeder Artikel über Antibiotika-Resistenzen malt sofort Tod und Teufel für jeden an die Wand.




4. Tuberkulose - wie ansteckend?

Wer von Tuberkulose besonders betroffen war, zeigt auch die folgende Meldung. Alle anderen steckten sich nur schwer an, darum galt Tuberkulose auch sehr lange Zeit nicht als ansteckende Erkrankung:

Bern, 1918: Rachitis und Tuberkulose breiten sich aus. Besonders betroffen sind Kinder aus armen Quartieren. Sie sind oft unterernährt, geschwächt und in ihrem Wachstum zurückgeblieben: Mit elf Jahren sind sie durchschnittlich sieben Zentimeter kleiner als ihre Mitschüler aus der Oberschicht.
(Sibylle Hartmann, "Für die Gesundheit der Kinder: Von Kropf bis Cybermobbing", DerBund.ch, 12.11.2013)

4.1 Tuberkulose hochansteckend?
Tuberkulose ist hoch ansteckend, wenn sie ausgebrochen ist und wird über die Luft übertragen (Husten, Niesen, Singen, Lachen, Sprechen, Ausatmen).
Allerdings ist hoch ansteckend bei schweren Infekten relativ. Es kommt immer auch darauf an, wie immunstark das Gegenüber ist. Und das war bei einer mangelernährten Bevölkerung oder nach Kriegszeiten eben ganz anders als heute.

Selbst in der Hochphase der Tuberkulosezeit, mit Tuberkulose-Toten an jeder Ecke, galt die Krankheit bei vielen - auch bei führenden Experten - nicht als ansteckend.
(Winkle, "Kulturgeschichte der Seuchen", S. 139)

Und das ist doch überraschend, da jeder Arzt, der mit Tuberkulosekranken zu tun hatte, bei einer hoch ansteckenden Krankheit, sofort hätte angesteckt werden müssen, oder nicht? Über eine Ansteckung durch Tuberkulose hätte es also gar keine Diskussionen geben dürfen.

Die Erklärung dafür läuft immer auf dasselbe hinaus:
Es kommt eben darauf an, wie immunstark das Gegenüber ist, ob es sich auch ansteckt oder nicht. Und die Oberschicht war aufgrund besserer Arbeits- und Ernährungsbedingungen durch eine Immunschwäche und damit durch Tuberkulose viel weniger gefährdet.
Zum Teil war in dieser Zeit die Bevölkerung auch zu 100% mit Tuberkulose durchseucht, noch heute sind es weltweit 2 Milliarden Menschen. Der Arzt, der den Tuberkulose-Kranken untersuchte, hatte Tuberkulose oft selber, nur brach sie bei ihm eben nicht aus. Seine Lebensbedingungen waren in Ordnung.



5. Tuberkulose - heute

Die historische Betrachtung zeigt, dass die Verbesserungen in den Lebensbedingungen die Tuberkulose zurückgedrängt haben. Und umgekehrt führen Erreger, auch resistente Erreger, die heute bei uns - infolge des hohen Flugreiseaufkommens und der offenen Grenzen - regelmäßig eingeschleppt werden, nicht zu einem Ausbruch der Tuberkulose.





5.1 Deutschland

(1) Studie aus Hamburg
Droht eine Epidemie resistenter Tuberkulosebakterien in Deutschland? Wohl kaum. Eine Studie in Hamburg ergab, dass importierte Erreger fast nie auf Einheimische übertragen werden. Die Zahl der Fälle in Deutschland hat sich in zehn Jahre sogar halbiert.
(Viciano A, "Die Rückkehr der Schwindsucht", zeit.de, 14.12.2006)

(2) Frankfurt (Oder) - dpa-Meldung
Eine Lehrerin an einer Schule in Frankfurt (Oder) hatte offene Tuberkulose. Ansteckungen bisher: keine.

Befund von 38 Tuberkulose-Tests: Keine Erkrankungen
Frankfurt (Oder) Die ersten Ergebnisse von Tuberkulose-Tests in Frankfurt (Oder) haben keine Erkrankungen ergeben. Von den bisher vorliegenden 38 Befunden seien alle negativ, sagte der Rathaussprecher Christian F. Hirsch am Donnerstag. Eine Lehrerin an einer Schule in Frankfurt (Oder) war an offener Lungentuberkulose erkrankt.

("Befund von 38 Tuberkulose-Tests: Keine Erkrankungen", Märkische Oderzeitung, dpa-Meldung, 29.11.2013)

Eine Woche später gab es dann folgende Meldung:

Frankfurt (Oder) - Nach der Erkrankung einer Lehrerin ist in Frankfurt (Oder) kein weiterer Bürger an Tuberkulose erkrankt. Das teilte ein Stadtsprecher am Freitag nach gut 200 Tests bei Schülern, Lehrern und Trainern einer Schule mit. Die Lehrerin der Schule leidet offenbar an offener Lungentuberkulose. In der Folge wurde 49 Erwachsene und 147 Schüler untersucht - ohne Befund.
("Kein Fall von Tuberkulose in Frankfurt (Oder)", welt.de, dpa-Meldung, 06.12.2013)

(3) Berlin - Tuberkulose-Fall an der Universität.
Ein Student an der Freien Universität hatte offene Tuberkulose. Die Kontaktpersonen werden untersucht.
Ergebnisse stehen noch nicht fest, aber:

"Bei den allermeisten bricht die TBC nicht aus."
(Thorkit Treichel, "Tuberkulose-Fall an der Freien Universität", Berliner Zeitunge, 09.01.2014)




5.2 England

In England treten gegenüber Frankreich oder Deutschland heute vermehrt Tuberkulosefälle auf. So soll dort unter anderem ein mobiles Röntgengerät die Lungenkrankheit eindämmen.
(siehe: Maria Cheng, "Ärzte gehen in Londons Straßen auf Tbc-Suche", welt.de, 24.10.2013)

Wenn man sich jedoch ansieht, wer von Tuberkulose betroffen ist, dann fügt sich das in das bekannte Tuberkulose-Bild ein.
Die Tuberkulose grassiert in London "vor allem unter Obdachlosen und Drogensüchtigen". Später werden noch Häftlinge erwähnt. Die Gruppe der Häftlinge müsste man genauer aufschlüsseln, dort sind es wahrscheinlich ebenfalls eher die drogenabhängigen und verwahrlosten Häftlinge als die Londoner Banker und Wirtschaftskriminellen, die versehentlich gerade eingesperrt sind.

Wärter und Personal gibt es auch im Gefängnis, die werden nicht erwähnt.
Mit der Nähe zueinander hat das alles wenig zu tun, Drogenabhängige und Obdachlose sind immunschwach, das ist der entscheidende Punkt.




5.3 Osteuropa

Bei der starken Rückkehr der Tuberkulose nach Russland, die apokalyptisch beschrieben wurde, wurde befürchtet, dass die Seuche auch auf Deutschland übergreift. Es war ferner eine Zeit, in der viele Russlanddeutsche nach Deutschland kamen:

Sorge bereitet den Seuchenbekämpfern jedoch die nimmermüde Mobilität der Russlanddeutschen. Sie pendeln in großer Zahl zwischen der neuen und der alten Heimat hin und her. Manche verbringen mehrmonatige Urlaube in Sibirien.
(Hans Halter, "Rückkehr der weißen Pest", spiegel.de, 22.01.2001)

In Russland besserte sich die Situation nach Erholung der wirtschaftlichen Verhältnisse und in Deutschland passierte: Nichts.